Auslegerkran Steuerungseinrichtung Anordnung nach Norm
DIN EN 13000 – Steuereinrichtungen von Hebezeugen – Teil 4: Auslegerkrane ist die maßgebliche Norm für die Anordnung von Steuereinrichtungen an Auslegerkranen. Die Norm berücksichtigt die komplexe Bedienstruktur mit zahlreichen Mechanismen bei Portalwippdrehkranen, Mastkranen, Schwimmkranen und Deckskranen und präzisiert die Anordnung sowie die Betätigungsrichtung der Steuereinrichtungen. Sie entspricht ISO 7752-4:1989 (MOD).
DIN EN 13000 – Teil 4 ist das vierte Segment der Normenreihe für die Anordnung von Steuereinrichtungen an Kranen. Sie definiert spezifische Anforderungen an Klassifizierung, Anordnung und Bedieneigenschaften der Steuereinrichtungen – abgestimmt auf die Konstruktionsmerkmale und Steuerungsanforderungen von Auslegerkranen. Nachfolgend werden die Kernanforderungen der Norm erläutert.
Normative Einordnung und Besonderheiten von Auslegerkranen
DIN EN 13000 – Teil 4 ist speziell auf Auslegerkrane ausgerichtet. Im Vergleich zu Brückenkranen, Portalkranen und Mobilkranen verfügen Auslegerkrane in der Regel über eine größere Anzahl an Bedienmechanismen: Neben den drei Hauptfunktionen Hubwerk, Drehwerk und Wippwerk kommen bei Portalwippdrehkranen die Kranfahrsteuerung und die Drehbühnen-Synchronisation hinzu. Schwimmkrane erfordern eine Kompensationssteuerung für Längs- und Querneigung des Schiffskörpers, während Deckskrane üblicherweise hydraulisch angetrieben und voll drehbar sind. Die Bedienstände von Auslegerkranen befinden sich typischerweise im oberen Bereich des Portalrahmens oder auf der Drehbühne – sie bieten eine gute Rundumsicht, jedoch begrenzten Bewegungsraum. Die Norm trägt diesen Besonderheiten durch präzisierte Vorgaben zu Anordnung, Bedieneigenschaften und Funktionszonen der Steuereinrichtungen Rechnung.
Funktionale Zonierung der Steuereinrichtungen
Die Norm fordert eine funktionale Unterteilung der Steuereinrichtungen an Auslegerkranen in folgende Bereiche: Hubsteuerung – Steuerhebel für das Hubwerk, Taster für die Bremssteuerung, Wahlschalter für die Hubgeschwindigkeit des Drahtseils; Drehwerksteuerung – Drehwerk-Steuerhebel, Taster für die Drehwerkbremse, Umschalter für freies Drehen; Wippsteuerung – Wippsteuerhebel (oder Taster) mit Auslegerwinkelbegrenzer-Kopplung; Fahrsteuerung (bei Portalwippdrehkranen) – Steuerhebel für das Kranfahren, Schalter für die Schienenklemme, Steuerung der Verankerungseinrichtung; Hilfssteuerung – Anzeigebildschirm des Windmessers, Bedienfeld des Lastmomentbegrenzers, Kommunikationsausrüstung, Hupe und Beleuchtungsschalter. Der physische Abstand zwischen den Funktionszonen muss mindestens 50 mm betragen. Steuerhebel unterschiedlicher Funktionen müssen sich in Form, Farbe oder Größe unterscheiden, damit das Bedienpersonal sie bei Blindbedienung taktil eindeutig zuordnen kann.
Rechte Hand / Haupthebel Ziehen = Heben
Linke Hand / Hilfshebel Seitlich = Drehen
Gleiche Seite Vor/zurück = Wippen
Separate Steuerung Kranfahren
Drehmoment/Wind/Winkel Frontpanel
Roter Pilzknopf Führerhaus + Funkfernbedienung
Präzisierung der Betätigungsrichtungen
Ausgehend von den allgemeinen Grundsätzen der Betätigungsrichtung präzisiert die Norm die Vorgaben für die Sondermechanismen von Auslegerkranen: Hubwerk – Ziehen des Steuerhebels bewirkt das Heben (Anheben des Hakens), Drücken das Senken. Bei Portalwippdrehkranen mit Haupt- und Hilfshaken sind die Steuerhebel nebeneinander anzuordnen – Haupthaken links, Hilfshaken rechts – bei identischer Betätigungsrichtung. Wippwerk – Ziehen des Steuerhebels reduziert die Ausladung (Anheben des Auslegers), Drücken vergrößert die Ausladung (Absenken des Auslegers). Bei Auslegerkranen mit Seilwippwerk ist der Übergeschwindigkeitsschutz in Senkrichtung von besonderer Bedeutung: Die Wipp-Senkgeschwindigkeit darf das 1,2-fache der Wipp-Hubgeschwindigkeit nicht überschreiten. Drehwerk – Drücken des Steuerhebels nach links bewirkt eine Linksdrehung, nach rechts eine Rechtsdrehung. Portalwippdrehkrane verfügen in der Regel über eine kontinuierliche Drehung von 360°, müssen jedoch mit einem Schwenkwinkel-Endschalter und entsprechenden Verbotskennzeichnungen im Drehbereich ausgestattet sein. Kranfahren – Drücken des Steuerhebels (oder Tasters) nach vorne bewegt den Kran vorwärts, Ziehen nach hinten rückwärts.
Spezifische Steuerungsanforderungen für Portalwippdrehkrane
Der Portalwippdrehkran zählt zu den am weitesten verbreiteten Auslegerkranen. Die Norm definiert für seine spezifischen Steuerungsfunktionen folgende Vorgaben: Das Fahrwerk von Portalwippdrehkranen verfügt üblicherweise über 8 bis 16 Laufräder, die von mehreren Elektromotoren angetrieben werden. Die Fahrsteuerung muss eine getrennte Feinjustierung der vier Ecken ermöglichen (zur präzisen Positionierung des Krans auf der Schiene). Portalwippdrehkrane müssen mit einer elektrischen Verriegelung zwischen Schienenklemme bzw. Verankerungseinrichtung und der Fahrsteuerung ausgestattet sein. Bei Umschlag-Portalwippdrehkranen (Greiferbetrieb) muss die Synchronsteuerung der beiden Trommeln für Hubwerk und Greifer-Öffnen/Schließen zwei Betriebsmodi vorsehen: „Doppeltrommel-Synchronisation“ und „Einzelbetrieb“. Die Greiferbewegungen (Graben und Heben) sollten über eine Einhebelsteuerung erfolgen – ein Steuerhebel koordiniert dabei die Bewegung beider Trommeln. Kelude hat die Steuerpulte für Portalwippdrehkrane normgerecht optimiert: Die Dämpfung und der Hebelweg der Steuerhebel sind fein abgestimmt, sodass auch nach mehr als 8 Stunden Bedienzeit keine Ermüdungserscheinungen auftreten.
Kelude Industriekrane – Zuverlässige Lastenlösungen
Kelude Industriekrane sind speziell für anspruchsvolle Industrieumgebungen konzipiert und bieten hohe Effizienz sowie höchste Sicherheit. Ob in Werkhallen, Lagerbereichen oder auf Baustellen – unsere Krane meistern vielfältige Hebeaufgaben mit Präzision.
Robuste Bauweise für den Dauereinsatz
Unsere Krane sind aus hochfestem Stahl gefertigt und für den kontinuierlichen Betrieb ausgelegt. Die stabile Konstruktion gewährleistet eine lange Lebensdauer, während wartungsarme Komponenten Stillstandszeiten minimieren. Dies macht sie zur wirtschaftlichen Wahl für Ihr Unternehmen.
Präzise Steuerung und hohe Bediensicherheit
Die feinfühlige Steuerung ermöglicht exaktes Positionieren der Last. Integrierte Sicherheitsfunktionen wie Überlastschutz und Not-Halt-Systeme schützen sowohl Personal als auch Material. Die ergonomische Fernbedienung erlaubt eine komfortable Bedienung aus sicherer Distanz.
Flexible Einsatzmöglichkeiten
Dank verschiedener Traglastklassen und Spannweiten lassen sich Kelude-Krane optimal an Ihre spezifischen Anforderungen anpassen. Ob leichte Montagearbeiten oder schwere Lasten – wir bieten die passende Lösung für Ihre Logistik- und Produktionsprozesse.
Technische Daten im Überblick
| Traglast | 5 t bis 50 t |
| Spannweite | 10 m bis 35 m |
| Hubhöhe | 6 m bis 18 m |
| Steuerung | Funkfernsteuerung |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Welche Wartungsintervalle sind für Kelude-Krane empfohlen?
A: A: Wir empfehlen eine Inspektion alle 12 Monate durch qualifiziertes Fachpersonal. Zusätzlich sollten die Seile und Bremsen monatlich einer Sichtprüfung unterzogen werden.
F: Können die Krane an extreme Umgebungsbedingungen angepasst werden?
A: A: Ja, auf Anfrage sind Sonderausführungen für explosionsgefährdete Bereiche (ATEX) oder mit Hitzeschutz für den Einsatz in der Nähe von Öfen erhältlich.
F: Wie lange beträgt die Lieferzeit für einen Standardkran?
A: A: Die Lieferzeit liegt in der Regel zwischen 8 und 12 Wochen, abhängig von der Konfiguration und der aktuellen Auftragslage.
| Maschinentyp | Anzahl der Hauptsteuerungen | Sondersteuerung | Bedienposition |
|---|---|---|---|
| Portalwippdrehkran | 5~8Steuerhebel | GreiferEinhebelsteuerung+FahrenFeinjustierung der vier Ecken | HöheDrehenFührerhaus |
| Mastkran | 3~5Steuerhebel | AbspannseilSpannungÜberwachung | BodenbedienungStück |
| Schwimmkran | 4~6Steuerhebel | Trimkompensation+TauchenTrimkompensation | HöheFührerhaus |
| Deckskran | 3~4Steuerhebel | hydraulisches SystemProportionalsteuerung | Separates Bedienhaus |
| Schienenkran | 4~5Steuerhebel | SchieneBremsung+LichtraumprofilÜberwachung | DrehungFührerhaus |
Schutzeinrichtungen und Steuereinrichtung
Die Norm stellt folgende Anforderungen an Schutzeinrichtungen und Steuereinrichtung von Auslegerkranen: Der Lastmomentbegrenzer (LMI) – er muss die aktuelle Last, Nennlast, Lastrate, Ausladung und den Auslegerwinkel in Echtzeit überwachen. Bei Erreichen von 90 % der Nennlast wird eine Frühwarnung ausgegeben, bei 100 % wird die Bewegung in die gefährliche Richtung automatisch gestoppt. Windmesser – Schwimmkrane und Krane mit Portalunterbau müssen mit einem Windmesser ausgestattet sein. Überschreitet die Windgeschwindigkeit den zulässigen Arbeitsbereich (in der Regel 20 m/s), wird ein Akustischer und Optischer Alarm ausgelöst und die betroffenen Mechanismen werden automatisch gestoppt. Ausladungsbegrenzer – das Wippwerk muss über eine zweistufige Ausladungsbegrenzung verfügen (Verzögerungs-Endschalter und Endschalter für den Stopp). Schwenkbegrenzung – für Auslegerkrane mit begrenztem Schwenkbereich (nicht voll drehbar) muss eine Schwenkbegrenzung mit Puffer-Endanschlag vorgesehen werden. Not-Aus – sowohl im Führerhaus als auch an der Bodenbedienung müssen Not-Aus-Taster installiert sein.
Vergleichstabelle: Steuereinrichtung für Auslegerkrane
Die folgende Vergleichstabelle zeigt die wichtigsten Parameter und Konfigurationen der Steuereinrichtung für Auslegerkrane und dient als Referenz für Auswahl und Betrieb.
| Steuereinrichtung | AuslegerBetriebsbedingungen | Anordnungsposition | Betätigungsrichtung |
|---|---|---|---|
| HauptHubwerkSteuerhebel | Heben / Anheben/Senken | rechte Seite | vorne heben, hinten senken |
| Wippsteuerhebel | AuslegerNeigung | linke Seite | vorne neigen, hinten senken |
| Drehwerk-Steuerhebel | AuslegerDrehen | links/rechte Seite | vorne links, hinten rechts drehen |
| Not-Aus | Hauptabschaltung | geradeaus | roter Pilztaster |