Turmkran Zugangssysteme und Schutzvorrichtungen nach DIN EN 13586

DIN EN 17076-3:2009《Hebezeuge – Zugangssysteme und Schutzeinrichtungen – Teil 3: Turmdrehkrane》ist die maßgebliche Norm für Zugangssysteme und Schutzeinrichtungen an Turmdrehkranen. Die Norm definiert die Anforderungen an den Schutz von Hochzugangssystemen wie senkrechte Leitern im Turmmast, Zugänge zum Führerhaus, Laufstege am Ausleger, Laufstege am Gegengewichtsausleger sowie Kletterbühnen und entspricht ISO 11660-3:2008 (IDT).

DIN EN 17076-3:2009 ist der Teil 3 der Normenreihe für Zugangssysteme und Schutzeinrichtungen an Hebezeugen. Sie legt die besonderen Anforderungen an Hochzugangssysteme, Plattformen und Schutzeinrichtungen von Turmdrehkranen fest. Die Arbeiten in der Höhe an Turmdrehkranen stellen besonders hohe Anforderungen an die Sicherheit der Zugangssysteme. Dieser Beitrag erläutert die wesentlichen Anforderungen der Norm in einer systematischen Auslegung.

DIN EN 17076-3:2009 Zugangssysteme und Schutzeinrichtungen an Turmdrehkranen


Normative Einordnung und Besonderheiten der Turmkran-Zugänge

DIN EN 17076-3:2009 entspricht ISO 11660-3:2008 (IDT) und gilt speziell für die Hochzugangssysteme von Turmdrehkranen. Die Zugangssysteme eines Turmdrehkrans gehören zu den anspruchsvollsten aller Hebezeuge: Bedien- und Wartungspersonal müssen vom Boden über die senkrechte Leiter im Turmmast bis zum Führerhaus und zum Ausleger in Höhen von mehreren zehn oder sogar über hundert Metern klettern. Die vertikale Erstreckung ist extrem groß, der körperliche Aufwand hoch und die Absturzgefahr erheblich. Die Norm regelt umfassend die sichere Konstruktion von Turmleitern, Ruhepodesten, Zugängen zum Führerhaus, Laufstegen am Ausleger, Laufstegen am Gegengewichtsausleger sowie Kletter- und Ankerbühnen.

Senkrechte Leiter im Turmmast und Ruhepodeste

Die senkrechte Leiter im Turmmast ist der tägliche Zugangsweg des Bedienpersonals zum Führerhaus. Die Norm fordert: Leiterbreite ≥ 300 mm, Sprossenabstand 220–300 mm. Die Leiter ist entlang des Hauptgurts des Turmmastholms anzuordnen; an jeder Durchdringung mit einem Füllstab ist eine Übergangsstufe vorzusehen. Bei einer Leiterhöhe über 3 m ist eine Sicherheitsseil-Führungsschiene (vertikales Sicherungsseil) erforderlich, bei über 10 m sind Zwischenruhepodeste anzuordnen (alle 6–10 m). Die Ruhepodeste müssen eine Fläche von mindestens 0,36 m² und eine Breite von mindestens 400 mm aufweisen. Die Oberfläche ist rutschfest auszuführen; an drei Seiten sind Geländer (Höhe ≥ 1100 mm) und Fußleisten vorzusehen. Die Tür des Ruhepodests (Öffnung zur Leiter) muss nach innen aufschlagen und selbstschließend sein. An den Übergängen zwischen den Normsegmenten des Turmmastholms ist ein durchgehender Handlauf (nicht unterbrochener Grifffpunkt) sicherzustellen.

Zugangsweg zum Führerhaus

Der Übergang von der Turmleiter zum Führerhauseingang ist ein Kernpunkt der Zugangskonstruktion: Der Führerhauseingang befindet sich in der Regel an einer Seite des Turmmastholms. Zwischen dem oberen Leiternende und dem Führerhauseingang ist eine Plattform oder ein Übergangssteg anzuordnen. Die Breite des Zugangs muss mindestens 400 mm betragen, beidseitig sind Geländer und Fußleisten vorzusehen. Die Führerhaustür schlägt nach außen auf (abweichend von der allgemeinen Norm, da der Innenraum des Führerhauses begrenzt ist und eine nach innen öffnende Tür den Arbeitsraum einschränken würde). An der Außenseite der Tür ist ein Handlauf für den sicheren Ein- und Ausstieg angebracht. Unterhalb der Einstiegsplattform ist ein Warnschild anzubringen, das auf die Absturzgefahr hinweist. Im Führerhaus ist ein Notausstieg (Dachluke oder Notöffnung in der Rückwand) mit einer lichten Mindestgröße von 500 mm × 500 mm vorzusehen.

Leiterbreite
≥ 300 mm
Sprossenabstand 220–300 mm
Ruhepodest
alle 6–10 m
≥ 0,36 m²
Sicherheitsseil-Führungsschiene
bei Höhe ≥ 3 m
vertikales Sicherungsseil
Zugang zum Führerhaus
Breite ≥ 400 mm
Geländer + Fußleiste
Laufsteg am Ausleger
Breite ≥ 300 mm
Handlaufseil + rutschfeste Leisten
Kletterbühne
Geländer ≥ 1100 mm
rutschfeste Trittplatten

Laufstege am Ausleger und am Gegengewichtsausleger

Am Ausleger (Wippausleger) und am Gegengewichtsausleger eines Turmdrehkrans sind Wartungsstege erforderlich. Die Norm fordert: Als Belag sind vorzugsweise Gitterroste zu verwenden (geringes Eigengewicht und rutschfeste Oberfläche), Breite ≥ 300 mm. Die Laufstege sind über die gesamte Auslegerlänge (vom Turmmast bis zur Auslegerspitze) anzuordnen; alle 2–3 m sind rutschfeste Querleisten vorzusehen. An der Außenseite ist ein Handlaufseil (Drahtseil oder Edelstahlseil mit Durchmesser ≥ 8 mm) oder ein starrer Handlauf mit einer Höhe von ≥ 900 mm anzubringen. Der Laufsteg am Gegengewichtsausleger – von der Rückwand des Führerhauses bis zum Ende des Gegengewichtsauslegers – ermöglicht dem Bedienpersonal den Zugang zu Hubwerk und Gegengewicht. Die Breite muss mindestens 400 mm betragen, beidseitig sind Geländer und Fußleisten vorzusehen. Die Spalte zwischen den Gegengewichtsblöcken dürfen 100 mm nicht überschreiten (um ein Durchtreten und Abstürzen zu verhindern). Die Oberseite der Gegengewichtsblöcke ist rutschfest auszuführen; bei Nutzung als Gehweg muss die Breite mindestens 300 mm betragen.

Kletterbühne und Ankerbühne

Die Kletterbühne ist der Standplatz des Bedienpersonals beim Klettern und Einsetzen von Turmstücken. Anforderungen: Die Kletterbühne ist ringförmig um den Turmmast anzuordnen, Breite ≥ 500 mm (das Personal muss den Turmmast vollständig umrunden können). Die Oberfläche ist rutschfest auszuführen; an der Außenseite sind Geländer (Höhe ≥ 1100 mm) und Fußleisten vorzusehen. Auf der Bühne sind Befestigungspunkte für die Hydraulikpumpenstation und den Steuerkasten des Klettervorgangs vorzusehen. Die Kletterbühne muss eine gleichmäßig verteilte Nutzlast von 3 kN/m² sowie eine Einzellast von 1,5 kN aufnehmen können. Ankerbühne – an der Verbindungsstelle zwischen Ankerstütze und Turmmast ist eine Bühne für Montage und Wartung der Ankerstützen vorzusehen. Die Bühne muss mindestens 400 mm breit sein und eine Fläche von mindestens 0,5 m² aufweisen. Die Ankerbühne darf nach der Montage der Ankerstützen demontiert werden, muss jedoch während der Nutzungsdauer in einwandfreiem Zustand sein. Die Zugangssysteme der Kelude-Turmdrehkrane sind nach dieser Norm konstruiert: Die Leiter ist mit einer Sicherheitsseil-Führungsschiene ausgestattet, alle 6 m ist ein Ruhepodest angeordnet – für sicheren Aufstieg.


Vergleichstabelle: Zugangssysteme und Schutzeinrichtungen am Turmdrehkran

Die folgende Vergleichstabelle fasst die Kernparameter der Zugangssysteme und Schutzeinrichtungen am Turmdrehkran zusammen – als Entscheidungshilfe für Auswahl und Betrieb.

Kelude Portalkrane

Kelude Portalkrane sind das Ergebnis jahrzehntelanger Erfahrung in der Entwicklung und Fertigung von Industriekranen. Sie werden speziell für anspruchsvolle Hebeaufgaben in der Schwerindustrie konzipiert und zeichnen sich durch hohe Tragfähigkeit, außergewöhnliche Stabilität und eine lange Lebensdauer aus. Ob im Maschinenbau, in der Logistik oder im Anlagenbau – unsere Portalkrane bieten die zuverlässige und effiziente Lösung für Ihre täglichen Hebevorgänge.

Robuste Doppelträger-Konstruktion für höchste Belastungen

Das Herzstück unserer Portalkrane bildet die stabile Doppelträger-Konstruktion. Diese Bauweise ermöglicht nicht nur eine hohe Tragfähigkeit, sondern auch eine bemerkenswerte Steifigkeit der gesamten Kranbrücke. Dadurch wird ein präzises und ruhiges Handling der Lasten auch bei anspruchsvollen Einsätzen gewährleistet. Die Konstruktion ist gemäß den strengen Anforderungen der DIN 15018 ausgelegt und bietet so ein Höchstmaß an Sicherheit und Zuverlässigkeit.

Technische Daten und Ausführungen im Überblick

Unsere Portalkrane werden standardmäßig in verschiedenen Ausführungen angeboten, die sich in Tragfähigkeit, Spannweite und Hubhöhe unterscheiden. Die Steuerung erfolgt bequem über eine funkgesteuerte Fernbedienung, die eine präzise Positionierung der Last aus sicherer Entfernung ermöglicht. Für spezielle Anforderungen sind optionale Ausstattungen wie eine Drehstrom-Elektroseilzug mit Feinstufung oder ein spezieller Korrosionsschutz für den Einsatz in aggressiven Umgebungen verfügbar.

Modell Tragfähigkeit Spannweite Hubhöhe
Kelude PK-10 10 t 18 m 9 m
Kelude PK-20 20 t 22 m 11 m
Kelude PK-32 32 t 25 m 12 m

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten in Industrie und Logistik

Dank ihrer robusten Bauweise und ihrer hohen Flexibilität eignen sich die Kelude Portalkrane für ein breites Spektrum an Anwendungen. Sie kommen erfolgreich in Fertigungshallen, Lagerhäusern, Containerterminals und auf Freiflächen zum Einsatz. Ob zum Be- und Entladen von LKW, zum Bewegen schwerer Maschinenteile oder zur Lagerung von Gütern – der Portalkran ist das universelle Werkzeug für effiziente Materialflussprozesse.

Qualität und Sicherheit nach internationalen Standards

Die gesamte Konstruktion und Fertigung unserer Krane erfolgt nach den strengen Richtlinien internationaler Normen. Die Auslegung der Tragstruktur entspricht der DIN 15018, während die sicherheitstechnischen Anforderungen die Anforderungen der EN 13000 und EN 60204-32 erfüllen. Jeder Kran wird vor der Auslieferung umfassenden Funktions- und Sicherheitstests unterzogen, um einen sicheren und zuverlässigen Betrieb über viele Jahre zu gewährleisten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Welche Wartungsintervalle sind für den Portalkran empfohlen?

A: Wir empfehlen, den Kran mindestens einmal jährlich einer umfassenden Wartung durch einen autorisierten Fachbetrieb zu unterziehen. Zusätzlich sollten die Seile, Bremsen und Sicherheitseinrichtungen monatlich einer Sichtprüfung unterzogen werden.

F: Kann der Kran auch im Außenbereich eingesetzt werden?

A: Ja, unsere Portalkrane sind optional mit einem speziellen Korrosionsschutz und einer Wetterschutzhaube für den Einsatz im Freien erhältlich. Bitte geben Sie die spezifischen Umgebungsbedingungen bei der Angebotsanfrage an.

F: Welche Steuerungsoptionen sind verfügbar?

A: Standardmäßig wird der Kran mit einer funkgesteuerten Fernbedienung geliefert. Auf Wunsch ist auch eine Steuerung über ein hängendes Bedienpult oder eine kabelgebundene Fernbedienung möglich.

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Anlagentyp Breite/Abmessungen Tragfähigkeit Anforderungen Sicherheitsnormen
Turmmast Laufsteg ≥300mm ≥1.5kN/m² rutschfest+Geländer
Laufsteg am Gegengewichtsausleger ≥400mm ≥1.5kN/m² Handlauf+Anschlagpunkt für Sicherheitsseil
Führerhaus Zugangssystem ≥500mm ≥2.0kN/m² Geländer Höhe≥1100mm
Ruhepodest ≥600×600mm ≥3.0kN/m² Vierseitig Geländer+Fußleiste

Häufige Fragen

F: Welche Ausführungen gibt es für Sicherheitsseil-Führungsschienen an der Turmleiter?
A: Übliche Sicherheitsseil-Führungsschienen (vertikale Sicherungsseile) sind in drei Bauformen erhältlich: 1) Seiltyp – Entlang der gesamten Leiterlänge wird ein Edelstahldrahtseil mit einem Durchmesser von ≥8 mm verlegt und mit einem Spanner auf eine Vorspannung von ≥1 kN gebracht. Das Bedienpersonal verbindet sich beim Aufstieg über ein Fallschutzgerät mit dem Drahtseil. 2) Starre Führungsschiene – Beidseitig der Leiter werden C-förmige Aluminium- oder verzinkte Stahlführungen montiert, in denen das Fallschutzgerät gleitet. 3) Integrierte Leiterausführung – Bei einigen Herstellern sind die Sprossen der Leiter selbst als verriegelbare Struktur ausgeführt, sodass das Fallschutzgerät direkt an den Sprossen einrastet. Der Seiltyp ist kostengünstig, erfordert jedoch regelmäßige Nachspannung und Wartung; die starre Führungsschiene bietet höhere Zuverlässigkeit, ist aber teurer. Gemäß Norm wird für Turmdrehkrane mit einer Höhe von mehr als 30 m ein starres Führungsschienensystem empfohlen.
F: Warum beträgt der Abstand zwischen den Ruhepodesten 6–10 m?
A: Der Abstand von 6–10 m basiert auf Erkenntnissen der Ergonomie und Studien zum Energieverbrauch. Beim Erklimmen von 6 m (ca. 20–25 Trittplatten) in normaler Steiggeschwindigkeit verbraucht eine Person etwa so viel Energie wie beim Treppensteigen über ein Stockwerk. Bei ununterbrochenem Aufstieg über mehr als 10 m nehmen die kardiopulmonale Belastung und die muskuläre Ermüdung des Bedienpersonals spürbar zu – und mit der Ermüdung steigt das Risiko von Abstürzen durch Abrutschen erheblich. Ruhepodeste im Abstand von 6–10 m ermöglichen dem Bedienpersonal eine kurze Verschnaufpause und die Wiederherstellung der Kräfte; zugleich dienen sie als Ausweichbereich für gleichzeitig auf- und absteigende Personen. Bei Turmdrehkranen mit einer Höhe von über 50 m wird empfohlen, alle 5–6 m ein Ruhepodest vorzusehen und bevorzugt einen Bauaufzug einzusetzen, um den Kletteraufwand zu reduzieren.
F: Sollte der Laufsteg am Ausleger mit Drahtseil-Handlauf oder starrem Handlauf ausgeführt werden?
A: Beide Varianten haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Der Drahtseil-Handlauf überzeugt durch sein geringes Gewicht, die flexible Anpassung an die Auslegerkontur sowie die ungehinderte Faltung und Demontage beim Transport des Auslegers. Nachteilig sind die spürbare Durchbiegung bei zu geringer Vorspannung und das unsichere Griffgefühl. Der starre Handlauf aus Stahl- oder Aluminiumrohr bietet dagegen einen festen Griff und eine hohe Stabilität, bringt jedoch ein höheres Gewicht mit sich, lässt sich nicht biegen und muss vor dem Transport des Auslegers demontiert werden. Die Norm lässt beide Ausführungen zu, verlangt jedoch, dass die Durchbiegung des Seilhandlaufs unter einer horizontalen Einzellast von 100 kg ein Fünfzehntel der Spannweite nicht überschreitet. Für dauerhaft installierte Turmdrehkrane empfiehlt sich der starre Handlauf; bei häufig umgesetzten Anlagen wie Schnellmontage-Turmdrehkranen ist der Drahtseil-Handlauf wegen der schnellen Montage und Demontage die bessere Wahl.
F: Welche besonderen Sicherheitsanforderungen gelten für die Hubplattform?
A: Die Hubplattform gehört zu den gefährlichsten Arbeitsbühnen am Turmdrehkran. Die Norm fordert: 1) Die Plattform muss gleichzeitig die Hydraulikpumpenstation (ca. 100–200 kg) und 2 Bedienpersonen aufnehmen können; die Tragfähigkeit der Plattform ist mit 5 kN/m² zu bemessen. 2) Die Plattform muss über feste Befestigungspunkte für die Hydraulikpumpenstation verfügen, um ein Verlagern während des Hubvorgangs zu verhindern. 3) Das Geländer der Plattform darf temporär demontiert werden (zur Bedienung des Hubquerträgers); an der demontierten Stelle ist jedoch ein temporärer Anschlagpunkt für Sicherheitsgurt vorzusehen. 4) Der Plattformboden ist vollflächig mit rutschfestem Gitterrost zu belegen; die lichten Maschenweiten dürfen 20 mm nicht überschreiten. 5) Unterhalb der Plattform ist ein Sicherheitsnetz (horizontales Sicherheitsnetz, Maschenweite ≤ 50 mm × 50 mm) anzubringen, um herabfallende Werkzeuge abzufangen und Personen zu schützen.

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