GB/T 16253-2019 LKW-Ladekran Normen und Anforderungen

Die Norm GB/T 16253-2019 „Hubtransportfahrzeug mit Ladekran“ ist die Produktnorm für LKW-Ladekrane (auch als Ladekran-Fahrzeuge bezeichnet). Sie legt Klassifizierung, technische Anforderungen, Prüfverfahren und Prüfregeln für Hubtransportfahrzeuge mit Ladekran fest und gilt für Nutzfahrzeuge, bei denen ein Ladekran auf einem LKW-Fahrgestell montiert ist.


Anwendungsbereich der Norm und Einordnung

GB/T 16253-2019 klassifiziert Hubtransportfahrzeuge mit Ladekran nach der Einbauposition des Krans: Frontmontage (hinter dem Führerhaus, große Bedienfläche, jedoch Teilverlust der Ladefläche), Mittelm Montage (in der Mitte des Aufbaus, ausgewogene Lastverteilung, jedoch eingeschränkter Bedienraum) und Heckmontage (am Fahrzeugende, maximale Ladefläche, jedoch geringfügig reduzierte Stabilität). Nach der Auslegerbauart wird zwischen Klappausleger (am häufigsten, kompakte Bauweise) und Teleskopausleger (große Hubhöhe) unterschieden. Nach der Tragfähigkeit wird in leichte (≤5t), mittlere (6~12t) und schwere (≥16t) Ausführungen unterteilt. Kelude Schwerindustrie fertigt Hubtransportfahrzeuge mit Ladekran kundenspezifisch nach Bedarf.


Anforderungen an Fahrgestell und Hydrauliksystem

Norminterpretation GB/T 16253-2019 für Hubtransportfahrzeuge mit Ladekran

Die Norm legt folgende Anforderungen an Fahrgestell und Strukturbauteile fest: Verwendung eines LKW-Fahrgestells der Klasse II; der Fahrgestellrahmen ist an der Einbauposition des Krans mit Verstärkungsträgern auszuführen. In der Regel sind 2 bis 4 Stützbeine vorgesehen; die Spannweite bestimmt die Stabilität und die Nenntragfähigkeit des Krans. Der Boden des Aufbaus ist mit Riffelblech auszuführen. Die Zapfwelle entnimmt die Antriebsleistung vom Getriebe des Fahrgestells und treibt die Hydraulikpumpe an. Der Arbeitsdruck des hydraulischen Systems beträgt 20~30MPa; die Kreisläufe umfassen Hub-, Wipp-, Teleskopier-, Dreh- und Stützbein-Kreis. Die Bedienungsart erfolgt über hydraulische Pilot-Proportionalsteuerung oder elektrische Proportionalsteuerung. Zu den Sicherheitsfunktionen gehören Lasthalteventile, Überlastschutz, Höhenbegrenzung und Stützbein-Verriegelung.

Einbauposition
Front/Mitte/Heck
Auslegerbauart
Klapp-/Teleskopausleger
Tragfähigkeit
Leicht/Mittel/Schwer
Stützbeine
2–4 Stück
Hydraulikdruck
20–30MPa
Stabilitätswinkel
≥35°

Prüf- und Inspektionsanforderungen

Die in der Norm festgelegten Prüfungen umfassen fünf Hauptkategorien: Fahrprüfung, Hubarbeitsprüfung, Statische Belastungsprüfung, Stabilitätsprüfung und Bremsprüfung. Die Fahrprüfung verlangt, dass das Hubtransportfahrzeug mit Ladekran im Volllastzustand bei Höchstgeschwindigkeit mindestens 100 km auf der Straße zurücklegt, um Fahrstabilität und Bremsverhalten zu überprüfen. Die Hubarbeitsprüfung erfordert mindestens 3 Arbeitszyklen aller Funktionen mit Nennlast bei den jeweiligen Hauptausladungen.

Bei der Statischen Belastungsprüfung ist die 1,25-fache Nennlast bei der ungünstigsten Ausladung, die der maximalen Nenntragfähigkeit entspricht, für 10 Minuten zu halten – die Struktur darf keine bleibende Verformung aufweisen, die Stützbeine dürfen nicht einsinken. Bei der Stabilitätsprüfung ist die Nennlast bei maximaler Ausladung zu heben und der Stützdruck jedes Stützbeins zu messen (jeweils in Fahrtrichtung, seitlich und nach hinten) – der Stützdruck darf bei keinem Stützbein negativ werden. Die Bremsprüfung verlangt, dass der Bremsweg den Anforderungen von GB 7258 entspricht (Volllast 30m bei 60km/h). Für die Geländegängigkeit gelten ein Böschungswinkel ≥14°, ein Abgangswinkel ≥12° und eine Mindestbodenfreiheit von ≥180mm.

Darüber hinaus ist vor Auslieferung ein Dauerbetriebstest von 5 Stunden (zyklischer Betrieb aller Funktionen) vorgeschrieben, um die Übertemperatur und Zuverlässigkeit des hydraulischen Systems zu verifizieren. Die Typprüfung umfasst eine umfassende Inspektion alle 2 Jahre.

Prüfpositionentechnische AnforderungenPrüfverfahrenNormKlausel
Fahrprüfung≥100kmStraßenfahrt§6.1
HubarbeitenEinzelantriebe3SpielNennlast§6.2
Statische Belastungsprüfung1.25fach×10minohnebleibende Verformung§6.3
StabilitätStützdruck≥0Dreirichtungs-Prüfung§6.4
Bremsprüfung30m@60km/hGB 7258§6.5
PrüfungPrüfpunktPrüfbedingungenZulässigkeitskriterienNormKlausel
FahrprüfungVolllast>100kmBremsung/Standfestigkeit bestanden§6.1
HubarbeitenNennlast3SpielAntriebe funktionsfähig§6.2
Statische Belastungsprüfung1.25fach×10minohneVerformung/Absacken§6.3
StabilitätDreirichtungs-PrüfungStützdruck≥0§6.4
Dauerbetrieb5hSpielÜbertemperaturAntriebe funktionsfähig§6.5

Normenvergleich und Anwendungsempfehlungen

Der Hauptunterschied zwischen GB/T 16253-2019 und GB/T 15360-2019 (Autokran) liegt in der Bauweise: Der Ladekran ist eine integrierte Konstruktion aus „LKW + Kran“, die sowohl den Transport von Gütern als auch das eigenständige Be- und Entladen ermöglicht. Seine Tragfähigkeit ist jedoch in der Regel geringer als die eines Autokrans mit vergleichbarem Fahrgestell. Bei der Auswahl muss der tatsächliche Einsatzbereich die Anforderungen an die Tragfähigkeit bestimmen, um eine unzureichende oder überdimensionierte Auslegung zu vermeiden. Die Gesamtmasse des Hubtransportfahrzeugs (Eigengewicht des Fahrzeugs + zulässige Nutzlast + Masse der Insassen) darf die vom Fahrgestellhersteller angegebene maximal zulässige Gesamtmasse nicht überschreiten.

In der Praxis ist die Stützbein-Verriegelung die wichtigste Sicherheitsvorrichtung eines Ladekrans – solange ein Stützbein nicht vollständig ausgefahren ist und Bodenkontakt hat, sperrt das System automatisch Dreh- und Auslegerbewegungen. Dadurch wird verhindert, dass das Bedienpersonal den Hubevorgang bei nicht ausgefahrenen Stützbeinen beginnt. Es wird empfohlen, die Hydraulikleitungen regelmäßig auf Leckagen und Verschleiß zu prüfen, da diese bei häufig eingesetzten Ladekranen relativ häufig auftreten. Kelude Schwerindustrie fertigt Hubtransportfahrzeuge auf Kundenwunsch.


Zugehörige Normen:DIN 15018 – Krandimensionierungsnorm: Kernbestimmungen zu Last, Struktur, Mechanik, Elektrik und Sicherheit· FEM 1.001 – Sicherheitsüberwachungs- und Managementsystem für Hebezeuge: 9 Pflichtüberwachungen und Systemarchitektur

Häufige Fragen

F: Was ist der Hauptunterschied zwischen einem Ladekran und einem Autokran?

A: Ein Ladekran ist eine integrierte Konstruktion aus „LKW + Kran“ – er kann Güter transportieren und mit dem eigenen Kran be- und entladen. Ein Autokran ist ein reines Hebegerät, das ausschließlich für Hubevorgänge ausgelegt ist und keine Ladung transportieren kann. Die Tragfähigkeit eines Ladekrans ist in der Regel geringer als die eines Autokrans mit vergleichbarem Fahrgestell, dafür bietet er den Vorteil des eigenständigen Be- und Entladens.

F: Welche Vor- und Nachteile haben Klapparm- und Teleskoparm-Ladekrane?

A: Klapparm (Standard) – Der Ausleger ist klappbar und nimmt wenig Platz ein, die Entfaltung erfolgt schnell, die Hubhöhe ist jedoch begrenzt (in der Regel ≤ 20 m). Teleskoparm – Der Ausleger ist mehrteilig ausziehbar und ermöglicht große Hubhöhen (bis über 30 m), dafür ist die Konstruktion komplexer, schwerer und beansprucht Laderaum. Empfehlung: Für den allgemeinen Logistik- und Lieferverkehr eignet sich der Klapparm, bei größeren Hubhöhenanforderungen der Teleskoparm.

F: Welche Punkte sind beim sicheren Betrieb eines Ladekrans zu beachten?

A: Vor dem Hubevorgang müssen die Stützbeine vollständig ausgefahren sein (ein Anschlagen mit nicht oder nur teilweise ausgefahrenen Stützbeinen ist verboten). Die Tragfähigkeit des Untergrunds ist zu prüfen (ggf. Unterlagehölzer verwenden). Eine Überlast ist zu vermeiden (gemäß Lastkennlinientabelle arbeiten). Der Kran darf nicht zum Heben des eigenen Fahrzeugs verwendet werden. Vor der Fahrt ist der Ausleger vollständig einzufahren und zu verriegeln. Hydraulikleitungen sind regelmäßig auf Leckagen und Verschleiß zu prüfen.

F: Warum ist eine Stützbein-Verriegelung bei Ladekranen zwingend erforderlich?

A: Die Stützbein-Verriegelung verhindert Bedienfehler – solange ein Stützbein nicht vollständig ausgefahren ist und Bodenkontakt hat, sperrt das System automatisch Dreh- und Auslegerbewegungen. Diese Funktion verhindert Hubevorgänge bei nicht ausgefahrenen Stützbeinen, da in diesem Zustand das Stabilisierungsmoment des Krans unzureichend ist und das Fahrzeug umkippen kann.

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