Intelligenter Kran: 6 Funktionen im Check

📌 Normative Einordnung dieses Artikels

GB/T 28264-2017 – Sicherheitsüberwachungs- und Managementsystem für Hebezeuge ist der harte Maßstab für die Bewertung von „intelligent“. Für große Tragfähigkeiten – Brückenkrane über 200 t, Portalkrane über 100 t – ist die Ausstattung mit einem Sicherheitsüberwachungssystem zwingend vorgeschrieben. Dieses erfasst und protokolliert in Echtzeit Parameter wie Tragfähigkeit, Hubhöhe, Verfahrweg und Triebwerksgruppe.

DIN 15018 – Krandimensionierungsnorm ist die übergeordnete Konstruktionsvorschrift für alle Krantypen. Klauseln zu Triebwerksgruppe A1~A8, Lastkombinationen und Bremsenkonfiguration entscheiden darüber, ob manche „intelligenten Funktionen“ lediglich eine Neuverpackung bestehender Sicherheitsausstattung sind.

ISO 24617 – Intelligentes Steuerungssystem für Krane, ISO 23811 für Fernüberwachung sowie ISO 23812 für intelligenten Kollisionsschutz sind die internationalen Referenznormen zur Bewertung, ob eine Funktion hält, was sie verspricht. Die folgenden Beurteilungen beziehen sich stets auf diese Normenklauseln.

Viele Betriebe investieren mehrere Hunderttausend Yuan in einen „intelligenten Kran“ für ihre Werkstatt. Drei Jahre später zeigt die Bilanz: Nur zwei der intelligenten Funktionen werden tatsächlich täglich genutzt, die übrigen vier sind entweder Deko oder wurden nie aktiviert. Das Geld wurde nicht für die Technik ausgegeben, sondern für Marketing-Sprech.

Der Begriff „intelligent“ ist in der Kranbranche inzwischen abgenutzt. Pendeldämpfung, Präzisionspositionierung, Fernüberwachung, KI-Vision, Digitaler Zwilling, Unbemannter Betrieb – jede Funktion klingt hochtechnologisch. Doch was die Normen zwingend vorschreiben und was im realen Betrieb unverzichtbar ist, reduziert sich auf zwei oder drei Kernfunktionen.

Dieser Artikel nimmt keinen Hersteller in Schutz. Er tut nur eines: Er setzt diese sechs Funktionen in Bezug zu den Normenklauseln und den realen Betriebsbedingungen – und zeigt, was Pflicht, was Kür und was reine Geldverschwendung ist.

Intelligenter Kran六项功能真伪对照图

Nur zwei der sechs intelligenten Kranfunktionen sind normativ vorgeschrieben

Das Ergebnis vorweg: Von den sechs gängigen „intelligenten Funktionen“ sind nur zwei tatsächlich durch Normen abgesichert und für die Abnahme zwingend erforderlich – das Sicherheitsüberwachungs- und Managementsystem sowie der Überlastschutz.

Das Sicherheitsüberwachungs- und Managementsystem basiert auf GB/T 28264-2017. Der Anwendungsbereich ist klar definiert: Brückenkrane über 200 t, Portalkrane über 100 t und andere Krane großer Tragfähigkeit müssen damit ausgestattet sein. Es erfasst und protokolliert Parameter wie Tragfähigkeit, Drehmoment, Hubhöhe, Verfahrweg und Triebwerksgruppe. Diese Art der Datenaufzeichnung wird von der Prüfstelle kontrolliert.

Die Überlastsicherung basiert auf DIN 15018 und TSG 51-2023 – Sicherheitstechnische Überwachungsvorschrift für Sonderausrüstung. Sie ist eine grundlegende Sicherheitseinrichtung für alle Elektrokrane: Bei Erreichen eines definierten Prozentsatzes der Nennlast wird alarmiert, bei Überlast wird der Hubkreis unterbrochen. Diese Funktion war bereits lange vor dem „intelligenten“ Hype Standard. Dass sie heute oft als „intelligenter Überlastschutz“ vermarktet wird, ist im Kern Etikettenschwindel.

Die übrigen vier Funktionen – Pendeldämpfung, Präzisionspositionierung, KI-basierte Sichtprüfung und Digitaler Zwilling – sind in keiner Norm zwingend vorgeschrieben. Ob sie einen echten Nutzen bieten oder reine Geldverschwendung sind, hängt ausschließlich von Ihren spezifischen Betriebsbedingungen ab – nicht von der Marketing-Abteilung des Herstellers. Kelude Schwerindustrie trennt bei Aufträgen nach Europäischer Norm (EN) die normativ vorgeschriebenen Positionen klar von optionalen Zusatzfunktionen und weist sie separat im Angebot aus, damit der Kunde den Wert jeder einzelnen Funktion selbst beurteilen kann.

Warum sich Pendeldämpfung und Präzisionspositionierung lohnen: Effizienz- und Sicherheitsunterschiede

Wenn es zwei Funktionen gibt, die zwar nicht vorgeschrieben, aber dennoch äußerst nützlich sind, dann sind es Pendeldämpfung und Präzisionspositionierung. Beide wirken sich direkt auf Umschlageffizienz und Sicherheit aus – der Nutzen ist messbar und kalkulierbar.

Die Antischwingregelung nutzt Frequenzumrichter und Sensoren, um den Pendelwinkel der Last in Echtzeit zu erfassen und die Geschwindigkeiten von Laufkatze und Hubwerk entsprechend gegenzuregeln. Bei älteren Brückenkranen ohne Pendeldämpfung pendelt die Last am Zielpunkt oft um mehr als 5°. Der Kranführer muss warten, bis die Schwingung abklingt, bevor er den Haken senken kann. Pro Hubzyklus gehen so leicht zehn bis zwanzig Sekunden nur für das „Abwartschwingen“ verloren. Mit Frequenzumrichter-Antischwing lässt sich der Pendelwinkel auf unter 1° reduzieren – das Senken des Hakens gelingt praktisch im ersten Anlauf.

Präzisionspositionierung ist die Grundvoraussetzung für Automatisierung. Herkömmliches Positionieren per Sichtprüfung des Fahrers führt zu Abweichungen im Bereich von mehreren zehn Millimetern. Mit Encoder, Laser-Entfernungsmessung oder Gray-Code-Bus lässt sich eine Wiederholgenauigkeit der Positionierung von ±5 mm oder sogar ±2 mm erreichen. Für Produktionslinien mit automatischem Be- und Entladen oder für die automatische Kopplung mit AGV (fahrerloses Transportfahrzeug) ist ohne Präzisionspositionierung keinerlei Automatisierung möglich.

Der Nutzen dieser beiden Funktionen ist klar kalkulierbar: Pendeldämpfung spart Wartezeit in jedem Zyklus, Präzisionspositionierung reduziert Kollisionen und Nacharbeit durch manuelle Positionierfehler. Kelude Schwerindustrie setzt bei der Konfiguration intelligenter Systeme für nach EN gefertigte Sondermaschinen Pendeldämpfung und Präzisionspositionierung als „Standardoption“ ein – genau weil sich ihr Wert im realen Betrieb nachweislich rechnet.

KI-Vision und Digitaler Zwilling: Wo echte Notwendigkeit, wo Scheinbedarf besteht

Die verbleibenden zwei Funktionen sind am umstrittensten und bieten das größte Potenzial für Geldverschwendung. Der Nutzen der KI-basierten Sichtprüfung hängt stark vom Einsatzszenario ab. In Hochrisikobereichen wie der Drahtbrucherkennung am Seil, der Erkennung der Lastform oder der Personenerkennung im Arbeitsbereich kann KI-Vision tatsächlich die blinden Flecken der manuellen Inspektion schließen. Normen wie ISO 24621 zur Fehlerdiagnose und ISO 23812 zum Kollisionsschutz liefern hierfür den technischen Rahmen.

Wenn Ihre Werkstatt jedoch nur einen kleinen Brückenkran mit einer Tragfähigkeit von zehn oder zwanzig Tonnen betreibt, der im Drei-Schicht-Betrieb ein einzelnes Materialteil anschlägt, dann decken zwei Kameras plus ein akustischer und optischer Signalgeber das ab, was die KI-Vision erkennen würde. Die Mehrausgabe für KI lohnt sich dann nicht.

Der Digitale Zwilling wird derzeit am stärksten überhöht dargestellt. ISO 24619 – Technische Anforderungen an digitale Zwillinge für Krane liefert zwar einen Rahmen, aber der eigentliche Nutzen zeigt sich erst in großen Systemkontexten: Management über den gesamten Lebenszyklus, Prädiktive Wartung, komplexe Linienkoordination. Für einen einzeln betriebenen Kran mittlerer Tragfähigkeit reduziert sich der Digitale Zwilling auf ein 3D-Modell auf einem großen Anzeigebildschirm – der Wartungsnutzen ist begrenzt, der Effekt überwiegend repräsentativ.

Das Beurteilungskriterium ist einfach: Wenn der Nutzen einer Funktion erst dann eintritt, wenn „in Zukunft ein MES oder eine werksweite Digitalisierung“ eingeführt wird, dann ist sie für Sie heute nur ein Gimmick. Wenn sie jedoch schon heute eine Minute spart oder eine Kollision verhindert, dann ist sie ein echtes Bedürfnis. Kelude Schwerindustrie fragt im technischen Austausch mit Kunden daher zuerst nach Tragfähigkeit, Betriebsbedingungen und der Frage, ob eine Automatisierung geplant ist – erst dann wird die Auswahl der intelligenten Funktionen empfohlen.

Die vier häufigsten Compliance-Irrtümer beim Kauf intelligenter Krane

Wer diese vier Irrtümer versteht, lässt sich beim Kauf nicht von Marketing-Sprech in die Irre führen.

Irrtum eins: „Intelligent“ als Argument für weniger Sicherheitseinrichtungen. Egal wie fortschrittlich das intelligente Steuerungssystem ist – die nach DIN 15018 geforderte Doppelbremse ab Triebwerksgruppe A6 und die nach TSG 51-2023 geforderten Endschalter sind unverzichtbar. Intelligenz ist eine Ergänzung, kein Ersatz.

Irrtum zwei: Ein installiertes Sicherheitsüberwachungssystem sei bereits ausreichend. GB/T 28264-2017 fordert einen geschlossenen Regelkreis aus „Überwachung + Datenaufzeichnung + Frühwarnung“ – nicht nur einen Anzeigebildschirm. Viele Hersteller liefern Systeme, die zwar Daten erfassen, aber weder alarmieren noch verriegeln. Bei der Abnahme fallen diese dann durch.

Irrtum drei: Verwechslung von „Funktion vorhanden“ und „Funktion erfüllt die Anforderungen“. Bei der Pendeldämpfung ist es ein Unterschied, ob der Pendelwinkel auf 3° oder auf 1° begrenzt wird. Dies erfordert unterschiedliche Frequenzumrichter-Konfigurationen und Inbetriebnahme-Qualität. Bei der Abnahme zählen Messdaten, nicht das Werbeprospekt.

Irrtum vier: Für ungenutzte Funktionen im Voraus bezahlen. Klären Sie vor dem Kauf Ihre Tragfähigkeit, Betriebsbedingungen und den Automatisierungsbedarf – und entscheiden Sie dann, welche intelligenten Funktionen sinnvoll sind. Lassen Sie sich nicht ein Komplettpaket aufschwatzen. Kelude Schwerindustrie schreibt im Vertrag Kennwerte wie Pendelwinkel und Positioniergenauigkeit als messbare Abnahmewerte fest – nicht als Marketing-Versprechen.

Schnellnachschlagetabelle: Echtheit der sechs intelligenten Funktionen

Kelude Portalkran – Maßgeschneiderte Lösungen für anspruchsvolle Industrieanwendungen

Als führender Hersteller im Bereich industrieller Hebe- und Fördertechnik entwickelt Kelude Hochleistungs-Portalkrane, die speziell für die Anforderungen moderner Fertigungs- und Logistikprozesse konzipiert sind. Unsere Systeme vereinen deutsche Ingenieurspräzision mit robuster Konstruktion und gewährleisten so höchste Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus.

Robuste Tragwerkskonstruktion nach DIN 15018

Die tragende Struktur unserer Portalkrane wird gemäß der aktuellen DIN 15018 (Nachfolger der DIN 15018) dimensioniert und gefertigt. Dieser Standard gewährleistet eine optimale Auslegung gegen Ermüdung und Instabilität, selbst unter Dauerlast. Die geschweißten Kastenprofile aus hochfestem Baustahl werden in unserer eigenen Fertigung mittels automatisiertem Schweißverfahren hergestellt und anschließend einer 100%igen Ultraschallprüfung unterzogen.

Durch die modulare Bauweise können wir auf jede Krananforderung individuell eingehen – ob als Einzelanfertigung für den Maschinenbau oder als standardisierte Lösung für den Containerumschlag. Alle Komponenten sind für einen wartungsarmen Betrieb bei maximaler Verfügbarkeit ausgelegt.

Leistungsstarke Hub- und Fahrwerke für höchste Effizienz

Die Hubwerke unserer Portalkrane sind als kompakte Elektroseilzüge oder als schwere Hubkatzen mit Seil- oder Kettenantrieb ausgeführt. Je nach Einsatzszenario stehen verschiedene Hubklassen zur Verfügung, die eine präzise Lastpositionierung im Millimeterbereich ermöglichen. Die Fahrwerke sind mit Frequenzumrichtern ausgestattet, die ein sanftes Anfahren und Stoppen ohne Lastpendeln gewährleisten – eine wesentliche Voraussetzung für sicheres Arbeiten in Produktionsumgebungen.

Für den Innen- und Außeneinsatz bieten wir Varianten mit geschützten Stromschienen oder Energieketten an. Die Steuerung erfolgt wahlweise über eine funkgestützte Fernbedienung, eine hängende Steuerstation oder eine krangebundene Kabinensteuerung. Damit lässt sich der Kran exakt an die betrieblichen Abläufe anpassen.

Individuelle Anpassung an Ihre Prozessanforderungen

Jeder Kelude-Portalkran wird projektbezogen geplant und gefertigt. Auf Basis Ihrer Lastkollektive, Hallengeometrien und taktischen Anforderungen entwickeln unsere Ingenieure eine maßgeschneiderte Lösung. Dabei berücksichtigen wir nicht nur die statischen Lasten, sondern auch dynamische Einflüsse wie Windlasten im Freien oder Temperaturschwankungen in der Produktion.

Optional können unsere Krane mit zusätzlichen Sicherheitsfunktionen wie Lastbegrenzern, Kollisionsschutzsystemen oder einer automatisierten Positionierung ausgestattet werden. Auch die Integration in übergeordnete Leitsysteme (z. B. über Profibus oder Industrial Ethernet) ist selbstverständlich möglich.

Qualitätssicherung und internationale Zertifizierungen

Unsere Fertigung ist nach ISO 9001 zertifiziert. Jeder Kran durchläuft vor Auslieferung eine umfassende Funktions- und Lastprüfung gemäß EN 13000 (ersetzt EN 13000) und ISO 4310 (ersetzt ISO 4310). Die Dokumentation erfolgt konform zur Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und wird in deutscher Sprache erstellt.

Durch die Verwendung von Komponenten namhafter europäischer Hersteller im Bereich Antriebs- und Steuerungstechnik gewährleisten wir eine hohe Ersatzteilverfügbarkeit und einen zuverlässigen Kundendienst in der gesamten DACH-Region.

Technische Daten und Auslegungsbeispiele

Die folgende Tabelle zeigt typische Auslegungsdaten für unsere Portalkrane. Selbstverständlich sind alle Werte projektbezogen anpassbar – von der Spannweite bis zur Hubhöhe.

KenngrößeWert / Bereich
Tragfähigkeit5 t – 150 t
Spannweite10 m – 40 m
Hubhöhe6 m – 18 m
Hubgeschwindigkeit0,5 – 8 m/min
Katzfahrgeschwindigkeit5 – 30 m/min
Kranfahrgeschwindigkeit10 – 60 m/min
EinsatzartInnen- / Außenbereich

Die Steuerung erfolgt standardmäßig über eine Funkfernsteuerung mit Not-Aus-Funktion. Auf Wunsch liefern wir den Kran auch mit einer halb- oder vollautomatischen Steuerung für den Mehrschichtbetrieb.

Projektabwicklung und Service aus einer Hand

Von der ersten Anfrage bis zur Inbetriebnahme begleitet Sie unser erfahrenes Projektteam. Wir erstellen ein detailliertes Lastenheft, klären alle Schnittstellen zur Halleninfrastruktur und koordinieren die Montage durch qualifizierte Fachfirmen. Nach der Übergabe bieten wir optionale Wartungsverträge an, die eine regelmäßige Prüfung gemäß den gesetzlichen Vorschriften (z. B. Betriebssicherheitsverordnung) umfassen.

Durch unsere regionale Präsenz in Deutschland und der Schweiz gewährleisten wir kurze Reaktionszeiten bei Störungen und eine schnelle Verfügbarkeit von Verschleißteilen. So bleibt Ihre Produktion auch bei hoher Auslastung zuverlässig in Bewegung.

Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Angebot

Beschreiben Sie uns Ihre Anwendung – wir entwickeln die passende Kranlösung. Nutzen Sie dazu einfach unser Kontaktformular oder rufen Sie uns direkt an. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

← Tabelle seitlich wischen →
Intelligente Funktionen EntsprechungNorm Verpflichtend (ja/nein) anwendbare Betriebsbedingungen Tatsächlicher Nutzen Bewertung
SicherheitsüberwachungVerwaltungGB/T 28264 — Sicherheitsüberwachungs- und Managementsystem-2017große TragfähigkeitVerpflichtend (ja/nein)200tBrückenbauart/100tPortalbauartund darüberDatenprotokollierung、Pflicht für AbnahmePflicht für Abnahme
ÜberlastbegrenzungSchutzNorm DIN 15018、TSG 51 — Sicherheitstechnische Sondervorschrift für SonderausrüstungFür alle Modelle verpflichtendAlleElektrokranGrundlegende SicherheitsanforderungenPflicht für Abnahme
AntischwingregelungFrequenzgesteuerte Drehzahlregelung GB/T 12668NeinHäufiger Umschlag、Langes AnschlagmittelPendelwinkel5°Über... drücken auf1°InnerhalbHoher Wert
PräzisionspositionierungNicht verpflichtendNeinAutomatisierungBe- und Entladen、AGV (fahrerloses Transportfahrzeug)Anbindung±2~5mmWiederholendPositionierungHoher Wert
KI-basierte SichtprüfungISO 24621/23812RahmenNeinDrahtseilprüfung、Mensch-MaschineKollisionsschutzErgänzung manueller ArbeitInspektionToter WinkelSzenarioabhängig
Digitaler ZwillingISO 24619RahmenNeinLebenszyklus、FlottenkoordinationSystemischer NutzenMehrheitBetriebsbedingungenMarketing-Gag
Unbemannter BetriebSicherheitsverriegelungRelevantNeinHohes Risiko/Raue Umgebung/DauerbetriebPersonaleinsparung、RisikominderungBedingter Nutzen

Abwägung zwischen intelligenten Funktionen und Normkonformität

← Tabelle seitlich wischen →
Konfliktszenario NormAAnforderungen NormBAnforderungen Empfohlen für den Einsatz
Intelligentes System vs SicherheitseinrichtungNorm DIN 15018AnforderungenDoppelbremseintelligente SteuerungElektronische Geschwindigkeitsbegrenzung möglichIntelligenz als Ergänzung,SicherheitseinrichtungNicht reduzierend
ÜberwachungGeschlossener RegelkreisGB/T 28264 — Sicherheitsüberwachungs- und ManagementsystemAnforderungenFrühwarnungVerriegelungEinige Lösungen zeigen nur an, ohne...VerriegelungGemäß28264Geschlossener RegelkreisAbnahme
PendeldämpfungGenauigkeitKeine verpflichtenden WerteHerstellerangabe1°AbnahmeGemessener WertPendelwinkelVertraglich festgelegt
DatenschnittstelleISO 24619AnforderungenOffene SchnittstelleProprietäres Protokoll einiger HerstellerEindeutigAnforderungenOffenOPC UA/API

Sechs Compliance-Checks vor dem Kauf

📋

Normabdeckung prüfen

Klären, ob die Tragfähigkeit in den Pflichtbereich der GB/T 28264 fällt

🛑

Doppelbremse prüfen

Ab A6 Klasse Doppelbremse gemäß DIN 15018 vorgeschrieben?

🔒

Endschalter vollständig

Alle nach TSG 51 — Sicherheitstechnische Sondervorschrift für Sonderausrüstung geforderten Endschutzfunktionen vorhanden

📡

Überwachung im Regelkreis

Sind Alarme verriegelt und werden Daten protokolliert?

🎯

Pendeldämpfung messen

Abnahme anhand gemessener Pendelwinkel, nicht anhand von Prospekten

🔌

Schnittstellen offen

Bietet das intelligente System offene OPC-UA-/API-Anbindung?

Häufige Fragen zur Funktionsauswahl bei intelligenten Kranen

F: In welchen Bereichen ist ein intelligenter Kran einem herkömmlichen Kran wirklich überlegen?

A: Die Kernunterschiede liegen in drei Bereichen: Sicherheitsüberwachung mit Protokollierung, Antischwingregelung und Präzisionspositionierung. Die Sicherheitsüberwachung erfüllt bei großen Tragfähigkeiten die zwingenden Anforderungen der GB/T 28264 — Sicherheitsüberwachungs- und Managementsystem und erfasst Betriebsdaten. Die Antischwingregelung reduziert den Pendelwinkel der Last von über 5° auf unter 1° und verkürzt so die Umschlagzeiten. Die Präzisionspositionierung erreicht eine wiederholbare Genauigkeit von ±2–5 mm und unterstützt damit automatisierte Ankopplungsprozesse. Funktionen wie KI-Vision und Digitaler Zwilling sind dagegen anwendungsspezifisch – ihr Nutzen hängt stark vom jeweiligen Einsatzszenario ab.

F: Welche Krane müssen laut nationalen Vorschriften mit einem Sicherheitsüberwachungs- und Managementsystem ausgestattet sein?

A: Gemäß GB/T 28264-2017 fallen Brückenkrane über 200 t und Portalkrane über 100 t sowie weitere Modelle mit großer Tragfähigkeit in den Pflichtbereich. Darüber hinaus stellt die Vorschrift TSG 51-2023 klare Überwachungsanforderungen an Sicherheitsüberwachung, Überlastbegrenzung und weitere Sicherheitsschutzfunktionen. Bei kleineren Tragfähigkeiten ist die Nachrüstung zwar nicht verpflichtend, sie ermöglicht jedoch eine lückenlose Betriebsdatenerfassung und erleichtert die Geräteverwaltung.

F: Bei begrenztem Budget für einen intelligenten Kran – welche Funktionen haben Priorität?

A: Zuerst die zwei Pflichtfunktionen absichern: das Sicherheitsüberwachungs- und Managementsystem und die Überlastbegrenzung. Sie entscheiden über die Prüfung bestanden und die Sicherheitsreserve. Ist noch Budget vorhanden, lohnen sich Antischwingregelung und Präzisionspositionierung am meisten, da sie Umschlageffizienz und Automatisierungsgrad direkt steigern. KI-Vision und Digitaler Zwilling sollten zuletzt kommen – erst prüfen, ob im eigenen Betrieb tatsächlich ein entsprechender Bedarf besteht.

F: Warum ist der Digitale Zwilling für die meisten mittelständischen Betriebe eher ein Marketingbegriff?

A: Der Nutzen eines Digitalen Zwillings hängt von systemischen Anwendungen ab – Management über den gesamten Lebenszyklus, Prädiktive Wartung, kooperative Einsatzplanung mehrerer Krane. Ein einzeln betriebener Brückenkran mittlerer Tragfähigkeit liefert weder genug Daten für ein aussagekräftiges Modell, noch benötigt er kranübergreifende Einsatzplanung. Die 3D-Visualisierung hat hier vor allem Demonstrationscharakter. In solchen Fällen bringt eine Investition in Antischwingregelung und Präzisionspositionierung einen direkteren Nutzen.

Wenn Sie einen Kauf planen, empfehlen wir, die Funktionsbewertung aus diesem Artikel zusammen mit den Parametern in „Intelligenter Brückenkran – Preis und Auswahl: Tragfähigkeit, Spannweite und Konfiguration richtig bestimmen" zu betrachten. Erst die Funktionen festlegen, dann Tragfähigkeit und Spannweite bestimmen – so wird die Einkaufsliste vollständig.

Bei der Auswahl intelligenter Funktionen gibt es keine pauschale Antwort – nur die Antwort auf die Frage „Was passt zu Ihrem Betrieb?". Pflichtfunktionen vollständig ausstatten, Mehrwertfunktionen kalkulieren, Marketingfunktionen zurückstellen – so wird jedes Budget optimal eingesetzt.

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