Kran-Hubschwäche & Motorüberhitzung: 12 Fehlerdiagnosen

Wichtiger Hinweis: Schwaches Heben und Motorüberhitzung sind zwei häufig gemeinsam auftretende Kranstörungen. Sechs Ursachen für schwaches Heben: ① Unterspannung (<10 % unter Nennlast); ② Einphasenlauf des Motors; ③ Bremse löst nicht vollständig (Schleifkontakt); ④ Blockierte Rolle/Trommel; ⑤ Rotorstabbruch; ⑥ Überlast. Sechs Ursachen für Motorüberhitzung: ① Überlastbetrieb; ② Schlechte Wärmeabfuhr (verstopfte Windschutzhaube/defektes Rotorblatt); ③ Häufiges Anfahren/Stoppen über die zulässige Schalthäufigkeit hinaus; ④ Spannungsunsymmetrie >5 % zwischen den Außenleitern; ⑤ Lagerblockierung; ⑥ Umgebungstemperatur >40 °C ohne Leistungsreduzierung. Die Fehlersuche sollte nach dem Prinzip „zuerst elektrisch, dann mechanisch; zuerst einfach, dann komplex“ erfolgen. Die Motoren der Krane von Kelude Schwerindustrie sind in Isolationsklasse F ausgeführt, mit einem Grenzwert der Temperaturerhöhung von 105 K.

Heben / AnhebenLeistungsmangelMotorUrsachenanalyse für Überhitzung:Spannungzu niedrig,Phasenausfall,BremsungSchleppreibung,unzureichende Wärmeableitung,Überlast,häufiges Anfahren und Stoppen usw.12Punkt

Ursachen für schwaches Heben im Detail

① Unterspannung

Das Motordrehmoment ist proportional zum Quadrat der Spannung (T∝U²). Bei einer Spannungsabsenkung um 10 % sinkt das Drehmoment auf 81 %, das Heben wird deutlich schwächer. Dieses Problem tritt häufig in abgelegenen Werken oder am Ende langer Stromversorgungsleitungen auf. Messen Sie die Spannung am Motoreingang mit einem Multimeter und vergleichen Sie die Werte im Leerlauf und unter Volllast. Lösung: Transformator-Stufen schalter anpassen oder Spannungsstabilisator nachrüsten. Kelude Schwerindustrie empfiehlt eine Spannungsabweichung der Stromversorgung von ≤±5 %.

② Einphasenlauf des Motors

Eine durchgebrannte Sicherung oder schlechter Kontakt der Schütz-Kontakte führt zum Einphasenlauf des Motors. Typische Anzeichen: deutlich verringerte Hubgeschwindigkeit, Brummen des Motors, ein Amperemeter zeigt Null. Einphasenlauf kann den Motor schnell zerstören – sofort abschalten. Sicherungen, Schütz-Kontakte und Klemmenleiste prüfen.

③ Bremse löst nicht vollständig

Falsch eingestelltes Bremsspiel oder unzureichender Bremslüfter-Hub führen zu unvollständigem Lösen der Bremse – der Reibbelag schleift ständig leicht an der Bremsscheibe. Dies erhöht nicht nur den Hebewiderstand (schwaches Heben), sondern überträgt auch die Wärme der Bremsscheibe auf den Motor. Bremsspiel auf den charakteristischen Wert von 0,6–1,5 mm einstellen.

④ Blockierte Rolle/Trommel

Beschädigte Seilrollenlager oder Seilabspringen erhöhen den mechanischen Widerstand. Prüfen Sie, ob sich die Rollen leichtgängig drehen und ob das Drahtseil auf Rolle und Trommel korrekt aufliegt. Bei Seilwirrwarr auf der Seiltrommel drücken sich die Drahtseile gegenseitig zusammen, der Widerstand steigt stark an.

⑤ Rotorstabbruch

Bei einem Bruch der Rotorstäbe des Käfigläufermotors sinkt das Drehmoment, der Strom schwankt, die Geschwindigkeit unter Last nimmt deutlich ab oder der Motor bleibt stehen. Der Motor überhitzt und erzeugt ein periodisches „Brummen“. Bei Rotorstabbruch muss der Motor ausgetauscht werden.

⑥ Überlast

Übersteigt die tatsächliche hängende Last die Nenntragfähigkeit, kann der Motor nicht genügend Drehmoment liefern. Die Überlastsicherung alarmiert bei 110 % der Nennlast und schaltet den Hubkreis bei 130 % automatisch ab.

Ursachen für Motorüberhitzung im Detail

① Überlastbetrieb

Wird der Motor dauerhaft über seiner Nennleistung betrieben, führt der anhaltend erhöhte Strom zu einer Überschreitung der zulässigen Übertemperatur. Die Grenzwerte der Temperaturerhöhung betragen: Isolationsklasse B 80 K, Klasse F 105 K, Klasse H 125 K. Die Motoren der Krane von Kelude Schwerindustrie sind nach Isolationsklasse F ausgelegt (Grenzwert der Temperaturerhöhung 105 K) und können 2 Minuten bei 1,2-facher Nennlast betrieben werden.

② Schlechte Wärmeabfuhr

Verstopfte Windschutzhaube durch Staubablagerungen, beschädigte Rotorblätter des Lüfters oder eine dicke Staubschicht auf der Motoroberfläche verringern die Wärmeabfuhr. Regelmäßige Reinigung von Windschutzhaube und Lüfter ist eine wichtige Maßnahme zur Überhitzungsprävention. Kelude Schwerindustrie empfiehlt, Kühlrippen und Lüftungsgitter einmal monatlich zu reinigen.

③ Häufiges Anfahren und Stoppen

Krane in Arbeitsweise S3 haben eine festgelegte Einschaltdauer (z. B. S3 40 %). Bei häufigerem Anfahren/Stoppen als der konstruktiv vorgesehenen Schalthäufigkeit kann die Wärme nicht rechtzeitig abgeführt werden. Prüfen Sie, ob der tatsächliche Arbeitszyklus die Konstruktionsparameter überschreitet.

④ Spannungsunsymmetrie

Bei einer Spannungsdifferenz >5 % zwischen den Außenleitern verstärken Gegenströme die Motorüberhitzung. Messen Sie die drei Außenleiterspannungen: Die maximale Abweichung zwischen Uab, Ubc und Uca sollte ≤5 % betragen.

⑤ Lagerblockierung

Mangelnde Schmierung, Verschleiß oder Beschädigung der Lager erhöhen den Reibungswiderstand und führen zur Motorüberhitzung. Die Lagertemperatur ist deutlich höher als an anderen Stellen. Bei ungewöhnlichem Geräusch der Lager sollten diese umgehend ausgetauscht werden.

⑥ Zu hohe Umgebungstemperatur

Die Nennleistung des Motors bezieht sich auf eine Umgebungstemperatur von 40 °C. Bei Umgebungstemperaturen >40 °C muss die Leistung reduziert werden (10 % Leistungsreduzierung pro 5 °C Anstieg).

Diagnosetabelle für Spannungs- und Stromfehler

FehlererscheinungTestenPunktNormalwertAbweichungswertStörungsursache
Heben / AnhebenLeistungsabfallMotorDrehstromSpannung380V±38V<320Voder DrehstromausfallStromversorgungSpannungNiedrig/Phasenausfall
MotorÜberhitzungMotorGehäusetemperatur≤80℃(FStufeIsolation)>95℃Überlast/Wärmeableitungsstörung/Schleifkontakt
BetriebStromHochStromzangePhasenmessung≤Nennstrom×1.1>1.3fachNennstromBremsungSchleifkontakt/MaschinenKlemmen

Der Kundendienst von Kelude Schwerindustrie bietet telefonische Diagnose und Anleitung. Falls das Problem nicht vor Ort gelöst werden kann, ist ein Techniker innerhalb von 48 Stunden vor Ort.

Hinweise zur Fehlersuche und Behebung

1
Spannung zuerst prüfen
Mit dem Multimeter die Drehspannung messen und Spannungswert sowie Symmetrie prüfen. Spannungsprobleme sind die Ursache für etwa 30 % der Fälle von schwachem Heben.
2
Geräusche deuten
Brummen des Motors = Phasenausfall / Unterspannung; Zischen der Bremse = Schleifkontakt; Klackern der Zahnräder = Problem im Getriebe.
3
Strom vergleichen
Strom im Leerlauf und unter Volllast vergleichen. Normaler Leerlaufstrom, erhöhter Strom unter Volllast = Lastproblem; bereits im Leerlauf erhöht = Motor- oder Bremsenproblem.
4
Isolation prüfen
Mit dem Isolationsmessgerät den Isolationswiderstand des Motors messen, dieser sollte ≥ 0,5 MΩ betragen. Ein abnehmender Isolationswiderstand führt zu Leckstrom und Erwärmung. Der Isolationswiderstand der Motoren von Kelude Schwerindustrie beträgt ab Werk ≥ 50 MΩ.
5
Bremse kontrollieren
Manuell prüfen, ob die Bremse vollständig gelöst wird. Nach dem Lösen unter Spannung sollte sich die Bremsscheibe von Hand leicht drehen lassen.
6
Kühlung prüfen
Prüfen, ob der Lufteinlass der Windschutzhaube des Motors frei und der Lüfter intakt ist. Kelude Schwerindustrie empfiehlt eine monatliche Reinigung.

Häufige Fragen

F: Schwaches Heben, aber der Motor wird nicht heiß – was zuerst prüfen?

A: Zuerst die Spannung prüfen. Bei Unterspannung sinkt die Motorleistung, ohne dass eine Überhitzung auftreten muss (der Strom kann im Normbereich liegen). Die Drehspannung messen und prüfen, ob sie innerhalb ±5 % der Nennspannung liegt. Danach auf Phasenausfall prüfen (eine Phase zeigt am Amperemeter null an).

F: Der Motor ist heiß – kann ich ihn weiterlaufen lassen?

A: Wenn sich das Motorgehäuse heiß anfühlt (ca. 60 °C und mehr), sollte die Maschine gestoppt und geprüft werden. Bei einem isolierten Motor der Klasse F ist eine Gehäusetemperatur von bis zu ca. 90 °C zulässig (Umgebung 40 °C + Übertemperatur 50 K). Kelude Schwerindustrie empfiehlt eine Messung mit dem Infrarot-Thermometer: Bei einer Gehäusetemperatur über 90 °C oder mehr als 30 °C über dem Normalbetrieb sollte die Maschine gestoppt und die Ursache untersucht werden.

F: Wie erkennt man gebrochene Rotorstäbe?

A: Typische Merkmale eines Rotorstabbruchs: Der Leerlauf ist normal, unter Last fällt die Geschwindigkeit jedoch deutlich ab, die Motorvibration nimmt zu und der Zeiger des Amperemeters schwingt periodisch. Bei schwerem Stabbruch kann der Motor die Nennlast nicht mehr bewegen. Erkennung: Motor ausbauen und mit einem Kurzschlussprüfgerät testen oder direkt zur Reparatur einsenden.

F: Ist die Bremse defekt, wenn das Heben kraftlos ist?

A: Kraftloses Heben durch die Bremse ist in der Regel auf ein unvollständiges Lüften der Bremse (Schleppbremsung) zurückzuführen – nicht auf ein Versagen der Bremsung. Typische Anzeichen sind eine zu geringe Hubgeschwindigkeit, ein überhitzter Motor und eine hohe Temperatur an der Bremsscheibe. Nach dem Lüften der Bremse kann die Bremsscheibe manuell gedreht werden, um die Beweglichkeit zu prüfen. Kelude empfiehlt, den Bremsluftspalt (0,6–1,5 mm) und den Hub des Bremslüfters zu kontrollieren.

Dieser Leitfaden fasst die vollständige Analyse der Ursachen und Behebungsmaßnahmen für kraftloses Heben und Motorüberhitzung an Kränen zusammen. Die Kranmotoren von Kelude Schwerindustrie sind mit F-Klassen-Isolation und Doppelbremsen-Redundanz ausgestattet; wir bieten Inspektion und Austausch von Motoren an. Bei Fragen zu kraftlosem Heben oder Motorüberhitzung kontaktieren Sie bitte das technische Team von Kelude Schwerindustrie.

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