Welcher Kran für Betonfertigteile? LXD/DXT Hebeplan

Kurzfassung: Kelude Schwerindustrie bietet Hebepläne für Hersteller von Fertigteil-Wandplatten im Betonfertigteilbau – abgedeckt werden Wandplatten, Deckenplatten, Treppen und Balkone. Die Lösungen sind ausgelegt für Tragfähigkeiten von 3–50 t und Spannweiten von 10–36 m; die Investition für die gesamten Hebegeräte der Anlage liegt bei ca. 300.000–4.000.000 EUR. Die Wandplattenlinie wird mit Brückenkranen großer Spannweite oder Portalkranen (16–32 t) ausgestattet, die Deckenplattenlinie mit Portalkranen (10–20 t), der Treppen-Werkzeugbereich mit Brückenkranen (16–32 t) und der Balkonfertigteilbereich mit Brückenkranen (10–20 t) – damit ist der Gesamtprozess vom Werkzeugbau bis zum Fertigteillager abgedeckt.

Hebeplan für Betonfertigteile im Fertigteilbau

Fertigteil-Wandplatten | Fertigteil-Deckenplatten | Fertigteil-Treppen | Balkone/Weitere

Hebeplan für die vier Fertigteil-Kategorien Wandplatte, Deckenplatte, Treppe und Balkon im Fertigteilbau.

Hebeplan für Betonfertigteile – Wandplatten, Deckenplatten, Treppen und Balkone

Szenario 1: Fertigteil-Wandplatten

• Tragfähigkeit: 5t–16t, Turmdrehkran/Autokran

• Wandplatte/Einzelelement 3–8t

• Spezial-Lastaufnahmemittel/Balancierheber

• Schrägabstützung/Präzisionsausrichtung

Wandplatte | Balancier-Lastaufnahmemittel

Szenario 2: Fertigteil-Deckenplatten

• Tragfähigkeit: 3t–10t, Turmdrehkran/Autokran

• Filigranplatten 2–5t

• Mehrpunkt-Anschlagen/Rissvermeidung

• Schnelle Positionierung

Filigranplatte | Rissvermeidung/Positionierung

Szenario 3: Fertigteil-Treppen

• Tragfähigkeit: 5t–12t, Turmdrehkran/Autokran

• Schräge Positionierung der Treppe

• Spezial-Lastaufnahmemittel/Winkel

• Präzisionsausrichtung/Sicherheit

Treppe | Schräg/Präzision

Szenario 4: Balkone/Weitere

• Tragfähigkeit: 3t–8t, Turmdrehkran/Autokran

• Balkon/Kleine Elemente

• Mehrpunkt-Anschlagen

• Flexibel/Schnell

Balkon | Flexibel

Auswahlparameter der vier Fertigungsbereiche im Vergleich

Kelude Industriekrane – Technische Dokumentation

Die Kranserie von Kelude wurde speziell für den industriellen Dauerbetrieb entwickelt. Die Konstruktion entspricht der DIN 15018 und gewährleistet hohe Standzeiten auch bei anspruchsvollen Einsatzbedingungen. Die nachfolgenden technischen Daten gelten für alle Standardausführungen.

Technische Daten und Traglasten

Die Krane sind in verschiedenen Traglastklassen verfügbar. Die angegebenen Hübe beziehen sich auf die Standardausführung mit Hakenzug. Sonderausführungen mit höherer Geschwindigkeit oder größerer Hubhöhe sind auf Anfrage erhältlich.

Traglast Hubhöhe Hubgeschwindigkeit Krangewicht (ca.)
5.000 kg 6 m 5 m/min 3.200 kg
10.000 kg 6 m 4 m/min 5.800 kg
16.000 kg 6 m 3,5 m/min 8.400 kg

Konstruktion und Sicherheitsmerkmale

Die Kranbrücke ist als geschweißte Kastenträgerkonstruktion ausgeführt. Die Laufkatze verfügt über ein robustes Getriebe und eine zuverlässige Bremse. Alle relevanten Sicherheitskomponenten entsprechen der EN 13000. Die Steuerung erfolgt über eine handgeführte Pendelsteuerung mit Not-Aus-Schalter.

Einsatzbereiche und Optionen

Die Krane eignen sich für Fertigungshallen, Lagerbereiche und Montageplätze. Optional sind Funkfernsteuerungen, Übergangsschutz oder ein höhenverstellbarer Kranbahnträger lieferbar. Die Schutzart der Elektrik entspricht IP55.

Häufige Fragen

F: Welche Wartungsintervalle sind vorgeschrieben?

A: Die Hauptwartung ist nach 500 Betriebsstunden vorgesehen, die Inspektion der Seile und Bremsen nach jeweils 250 Stunden.

F: Ist eine Nachrüstung mit einem anderen Hubwerk möglich?

A: Ja, das Hubwerk kann je nach Traglastklasse gegen eine Variante mit höherer Geschwindigkeit oder größerer Hubhöhe getauscht werden. Die Anpassung erfolgt werkseitig.

Parameter PositionFertigteil-WandplatteFiligrandeckevorgefertigt TreppeBalkon Sonstiges
empfohlenes ModellTurmdrehkran/AutokranTurmdrehkran/KranTurmdrehkran/KranTurmdrehkran/Kran
Tragfähigkeit5t~16t3t~10t5t~12t3t~8t
Sonder-LastaufnahmemittelWandplatte Balancierheber WerkzeugMehrpunktanschlagTreppe Winkel LastaufnahmemittelMehrpunktanschlag
300.000–4 Mio. €
Gesamtinvestition der Anlage
3–50 t
Tragfähigkeit
10–36 m
Spannweite
A4–A6
Triebwerksgruppe
IP54
Schutzart (IP)
100.000–1 Mio. m³/Jahr
Produktionskapazität

Besonderheiten beim Heben von Fertigteilen

Das Heben und Versetzen von Betonfertigteilen ist der Kernprozess im PC-Bau (Precast Concrete). Vier typische Bauteile – Außenwandplatten, Verbunddecken, Fertigtreppen und Fertigbalkone – stellen jeweils eigene Anforderungen an die Anschlagtechnik. Außenwandplatten (Sandwich-Wärmedämmplatten / Schubwände) wiegen einzeln 3–8 t und sind großformatig (typische Maße: 3–6 m Breite × 2,8–3,6 m Höhe). Die Kernanforderung beim Heben ist das **vertikale Kippen**: Das Bauteil muss vom liegenden Transport auf dem Flachbettanhänger in die senkrechte Einbauposition gebracht werden (Kippen um 90°). Dafür ist eine spezielle Kipptraverse (hydraulisch oder mechanisch) erforderlich. Die Traversenlänge muss mindestens das 1,2-Fache der Bauteilbreite betragen, die Anzahl der Anschlagpunkte ≥ 4 (die im Bauteil einbetonierten Ringösen oder Anker werden mit dem Lastaufnahmemittel des Krans verbunden). Die Hubgeschwindigkeit muss niedrig und präzise regelbar sein (≤ 1 m/min, um Kollisionen zu vermeiden). Empfohlen werden Turmkräne oder Autokrane mit einer Tragfähigkeit von 10–16 t, die den gesamten Bereich vom Bauteillager bis zur Einbaustelle abdecken. Verbunddecken (60–80 mm dicke Fertigteilplatten + Ortbetonschicht) sind großflächige, dünne Platten (2–4 m breit, 3–8 m lang, nur 60–80 mm dick). Das größte Qualitätsrisiko ist die **Rissbildung beim Heben**. Daher ist ein Mehrpunkt-Lastaufnahmemittel mit Lastverteilung zwingend (≥ 6 Anschlagpunkte, die über eine Verteiltraverse gleichmäßig belastet werden). Die Kraftdifferenz zwischen den Anschlagpunkten darf 5 % nicht überschreiten. Der Winkel zwischen Anschlagmittel und Plattenoberfläche muss ≥ 60° betragen, um horizontale Kräfte zu minimieren. Fertigtreppen (ein- oder zweiläufige Treppenläufe) wiegen 2–6 t. Die Herausforderung ist das **geneigte Versetzen**: Die Treppe muss mit der projektierten Neigung (üblicherweise 28°–35°) exakt auf den Treppenholm gesetzt werden. Dafür ist ein verstellbares Lastaufnahmemittel erforderlich (spezielle Treppentraverse mit Winkelverstellung von 0° bis 45°). Beim Absetzen ist eine manuelle Feinpositionierung mit Führungsseilen notwendig. Fertigbalkone (Balkonplatten / Klimaanlagenplatten) wiegen 1–3 t und sind Kragplatten. Beim Einbau muss die Platte außen um 1 %–2 % geneigt werden (Entwässerungsgefälle). Geeignet ist eine vierpunktige, verstellbare Hebekette, bei der jede Kette einzeln längenverstellbar ist. Kelude bietet für den Fertigteilbau das komplette Sortiment an speziellen Lastaufnahmemitteln an – Kipptraversen, Mehrpunkt-Lastverteiltraversen, winkelverstellbare Treppentraversen und Vierpunkt-Ausgleichstraversen für Balkone. Alle Lastaufnahmemittel sind mit der 1,25-fachen Nennlast statisch und mit der 1,1-fachen Nennlast dynamisch geprüft, um höchste Sicherheit beim Heben zu gewährleisten.

Kelude – Servicevorteile für die Fertigteilproduktion

Kelude ist auf den Bereich der Betonfertigteilproduktion spezialisiert. Wir bieten schlüsselfertige Kranlösungen für den gesamten Prozess – vom Zusammenbau der Schalungen bis zum Fertigteillager. Unser Produktprogramm umfasst Portalkrane, Brückenkrane und spezielle Lastaufnahmemittel für Außenwände, Innenwände, Verbunddecken, Treppen und Balkone.

Großspannweiten-Lösung für die Wandproduktion
Die Fertigungslinie für Wandplatten (max. Format 6 m × 3,5 m, Einzelgewicht 5–10 t) benötigt Brücken- oder Portalkrane mit großer Spannweite (16–32 t), die den gesamten Prozess abdecken – vom Schalungsbau, über das Bewehren und Betonieren, bis zum Ausschalen und dem Transport der Fertigteile. Kelude empfiehlt hierfür den MG-Typ Portalkran oder den QD-Brückenkran, ausgestattet mit einer speziellen Wand-Kipptraverse (hydraulisch), die die Platte nach dem Kippen direkt für den LKW-Transport bereitstellt.
Spezialtraverse für Verbunddecken
Verbunddecken (Dicke 60–80 mm, Formate 3 m × 4 m bis 4 m × 6 m, Einzelgewicht 3–6 t) sind eben und dünn und reagieren empfindlich auf Verformung beim Heben. Die Spezialtraverse von Kelude für Verbunddecken arbeitet mit einer Mehrpunkt-Lastverteilung (6–8 Anschlagpunkte). Jeder Anschlagpunkt ist mit einer eigenen Feder ausgestattet, um ein horizontales und rissfreies Heben der Platte zu gewährleisten. Der Abstand der Aufhängepunkte ist an die Position der Gitterträger in der Platte anpassbar und ermöglicht so den Einsatz für verschiedene Deckenformate.
Spezialgeschirr für Treppen und Balkone
Fertigteiltreppen (Einzelgewicht 5–12 t) und Balkone (Einzelgewicht 3–8 t) weisen unregelmäßige Geometrien und eine außermittige Schwerpunktlage auf, wodurch herkömmliche Anschlagverfahren zum Neigen. Kelude Schwerindustrie setzt daher auf einen speziellen Lastaufnahmeträger mit verstellbarem Schwerpunkt: Über verschiebbare Schlitten wird die Schwerpunktlage des Trägers an die jeweilige Bauteilgeometrie angepasst und nach dem Ausrichten automatisch arretiert. Der Träger ist mit einem horizontalen Winkelsensor ausgestattet, der bei einer Neigung ab 2° automatisch alarmiert. Der Sicherheitsfaktor beträgt das 6-fache der Nennlast – deutlich über dem branchenüblichen 4-fachen Wert.

Häufige Fragen zur Schwerpunktverlagerung beim Anschlagen

F: Wie werden Spannweite und Tragfähigkeit des Portalkrans in der Fertigungslinie für Fertigteil-Wandplatten bestimmt?
A: Die maximale Wandplattengröße beträgt 6 m × 3,5 m, das Einzelgewicht liegt bei 5–10 t. Die Breite der Fertigungslinie beträgt üblicherweise 20–30 m (inklusive Werkzeugbereich, Bewehrungsverarbeitung, Betonierbereich und Aushärtungsbereich). Die Spannweite des Portalkrans wird mit 24–30 m empfohlen, die Tragfähigkeit mit 16–32 t (basierend auf maximalem Wandplattengewicht × 1,25 × gleichzeitig zu hebende Plattenanzahl von 2 Stück). Der Umlauf der Schalungsträger erfolgt über Rollenbahnen oder AGV; der Portalkran dient zum Heben und Transportieren der Wandplatten beim Entschalen sowie zur Verladung der Fertigteile. Die Länge der Wandplattenlinie beträgt etwa 80–120 m; empfohlen werden 2 Portalkrane für eine abschnittsweise Abdeckung.
F: Welche Verformungstoleranz gilt beim Anschlagen von Verbunddecken?
A: Verbunddecken haben nur eine Dicke von 60–80 mm (etwa 1/2 bis 1/3 einer Standarddecke). Die Verformung beim Anschlagen muss streng auf L/500 begrenzt werden – bei einer Plattenlänge von 4 m entspricht das einer maximal zulässigen Durchbiegung von 8 mm. Die Mehrpunkt-Traverse von Kelude (6–8 Anschlagpunkte) verteilt die Last gleichmäßig auf einzelne Punkte; jeder Anschlagpunkt verfügt über eine unabhängige Feder zur Kompensation von Längenunterschieden, sodass die Decke während des gesamten Hebens und Transportierens horizontal ausgerichtet bleibt. Der Abstand der Aufhängepunkte lässt sich an die Position der Gitterträgerbewehrung anpassen; die Anschlagpunkte werden auf der Oberseite der Gitterträger positioniert, ohne die Plattenoberfläche zu beschädigen.
F: Wie lässt sich der Schwerpunkt einer Fertigteil-Treppe bestimmen?
A: Der Schwerpunkt einer Fertigteil-Treppe (einläufig, 12–18 Stufen, Länge 3–5 m, Breite 1–1,5 m, Gewicht 5–12 t) liegt nicht im geometrischen Zentrum – die dichte Stufenanordnung im oberen Bereich verschiebt die Schwerpunktlage nach oben. Der höhenverstellbare Traversenheber von Kelude ermittelt die Schwerpunktlage beim Probehub automatisch über einen zweiachsigen Schlitten (X/Y-Verstellweg ±300 mm): Ein auf der Traverse montierter Neigungssensor (Genauigkeit 0,1°) erfasst die horizontale Ausrichtung, der Schlitten verfährt selbsttätig bis zum Erreichen des Nullpunkts und wird dort arretiert. Beim ersten Anschlagen ist diese Funktion zur Kalibrierung des Schwerpunkts zu nutzen; bei baugleichen Treppen erfolgt die Einstellung anschließend anhand der gespeicherten Werte.
F: Wie groß muss das Lager für ein Fertigteilwerk sein?
A: Die Lagerfläche für Fertigteile in einem Betonfertigteilwerk richtet sich nach Bauteiltyp und Tagesproduktion: Wandplattenlager (vertikale Lagerung, 5–10 Platten pro Stapel, Flächenbedarf 0,5–1 m²/Platte), Deckenplattenlager (flache Stapelung, 4–6 Platten pro Stapel, Flächenbedarf 1,5–2 m²/Platte), Treppen und Balkone (einstöckige Flachlagerung, Flächenbedarf 2–4 m²/Stück). Bei einer Jahresproduktion von 100.000 m³ Bauteilen wird eine Lagerfläche von ca. 5.000–15.000 m² benötigt, ausgestattet mit 3–5 Portalkränen des Typs MH (16–32 t).

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