LDY Metallurgischer Elektrokettenzug Hochtemperatur-Aufrüstung

Kernpunkte Kelude Schwerindustrie hat die Hochtemperatur-Aufrüstung des metallurgischen Elektrokettenzugs LDY erfolgreich validiert: H-Isolationsklasse-Motor (180℃) mit gusseisernem Kühlschirm, Doppelbremse serienmäßig, manganphosphatbeschichtetes Drahtseil (temperaturbeständig bis 200℃), Haken aus 35CrMo-Legierter Stahl. Volllasttest über 8 Stunden bei 80℃ Umgebungstemperatur bestanden, Temperaturreserve ≥20%, Lösung in Standardausführung übernommen.

Im Juli 2026 hat das Technikzentrum von Kelude Schwerindustrie die Validierung der Hochtemperatur-Aufrüstung für den Elektrokettenzug des metallurgischen Gießereikrans LDY abgeschlossen. Nach einem 8-stündigen Volllastbetrieb bei 80℃ Umgebungstemperatur überschritt die Übertemperatur aller kritischen Bauteile des aufgerüsteten YHII-Metallurgischen Elektrokettenzugs nicht 80% der Grenzwerte der Isolationsklasse. Damit hat Kelude Schwerindustrie einen neuen technologischen Meilenstein im Bereich metallurgischer Gießereikrane erreicht.


Hintergrund der Aufrüstung

Metallurgische Gießereikrane und allgemeine Brückenkrane ähneln sich zwar konstruktiv, unterscheiden sich jedoch grundlegend in der Arbeitsumgebung. Während Standardkrane bei -20℃ bis +40℃ eingesetzt werden, müssen Gießereikrane dauerhaft in Umgebungen mit 60℃ bis 200℃ Strahlungshitze arbeiten – an manchen Arbeitsplätzen sogar unter direkter Bedrohung durch Spritzer von geschmolzenem Metall. Der Einsatz eines Standard-Elektroseilzugs in der Metallurgie stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.

Herkömmliche metallurgische Elektrokettenzüge weisen folgende Schwachstellen auf:

  • Unzureichende Motorisolierung: Standard-F-Isolationsklasse (temperaturbeständig bis 155℃) altert bei Dauerhitze beschleunigt, Ausfallrate 3- bis 5-mal höher
  • Sicherheitsrisiko durch Einfachbremse: Bei Versagen der Bremse beim Heben und Transportieren von flüssigem Metall sind die Folgen katastrophal
  • Kurze Drahtseillebensdauer: Blanke Stahldrahtseile verlieren oberhalb von 100℃ deutlich an Festigkeit
  • Nicht hochtemperaturbeständige Hakenflasche: Einfache Haken verlieren bei hohen Temperaturen an Härte, Verformungs- und Bruchgefahr
  • Fettverlust bei Hitze: Normales Fett zersetzt sich oberhalb von 80℃ rasch

Detaillierte Aufrüstungslösung

1. Hubmotor-Aufrüstung: H-Isolationsklasse + gusseiserner Kühlschirm

AufrüstungPositionAufrüstungVorne(StandardHebezeug)AufrüstungHinten(YHIIHüttenausführung)
IsolationsklasseFStufe(155℃) HStufe(180℃)
GehäusematerialAluminiumlegierung Grauguss + Kühlrippen
Schutzart (IP)IP44 IP54
ÜbertemperaturSicherheitsreserveReserve ca.10% Reserve≥20%
HitzebeständigTestenWerksabnahmeStandardTesten 80℃Umgebung8Stunden Volllast Testen

Werkstoffe der Isolationsklasse H gewährleisten einen zuverlässigen Dauerbetrieb bei Temperaturen bis 180 °C. In Verbindung mit den Kühlrippen des Graugussgehäuses wird eine um etwa 30 % höhere Wärmeabgabeeffizienz im Vergleich zu Aluminiumgehäusen erreicht, sodass die Übertemperatur des Motors stets unter dem Grenzwert der Isolationsklasse bleibt.

2. Aufgerüstetes Bremssystem: Doppelbremse serienmäßig

Gemäß den verbindlichen Anforderungen der Norm YB/T 5031-2018 „Technische Bedingungen für die Fertigung von Metallurgiekränen“ ist das Hubwerk des aufgerüsteten LDY-Metallurgischen Elektrokettenzugs serienmäßig mit zwei unabhängigen Bremsen ausgestattet:

  • Hauptbremse: Die im Kegelläufermotor integrierte Federkraftbremse (Bremswirkung bei Stromausfall)
  • Hilfsbremse: Zusätzlich installierte elektromagnetische Scheibenbremse an der Schnelllaufwelle des Getriebes

Beide Bremsen arbeiten vollständig unabhängig voneinander. Selbst bei Versagen einer Bremse kann die andere die Nennlast zuverlässig abbremsen. Diese Konfiguration unterscheidet sich grundlegend von Standard-Elektroseilzügen, die lediglich über eine einzelne Bremse verfügen.

3. Aufgerüstetes Drahtseil: Manganphosphatierte Oberfläche

Das aufgerüstete Drahtseil wird mit einem Manganphosphatierungsverfahren behandelt und unterscheidet sich dadurch deutlich von herkömmlichen blanken Drahtseilen:

LeistungskennwerteBlankDrahtseilphosphatbeschichtetes Drahtseil
TemperaturbeständigkeitObergrenze100℃ 200℃
Verschleißfestigkeit(Vergleich)Referenzwert Anheben3~5fach
Beständigkeit gegenErmüdungslebensdauerReferenzwert Anheben2~3fach
KorrosionsschutzvermögenMäßig Hervorragend

Zusätzlich wird die Seilrille mit Molybdändisulfid-Hochtemperaturfett beschichtet, das seine Schmiereigenschaften auch bei 200 °C beibehält und so den Verschleiß zwischen Drahtseil und Rolle wirksam reduziert.

4. Aufrüstung der Hakenflasche: 35CrMo-legierter Stahl

AufrüstungPositioneinfacher HakenHüttenwesenHaken
Gehäusematerial20Stahl/40Cr 35CrMoLegierter Stahl
WärmebehandlungNormalglühen Vergüten
OberflächeHärteHRC 20~25 HRC 35~40
HochtemperaturFestigkeit(200℃)SenkenReserve ca.30% Senken Reserve ca.10%

Der vergütete Haken aus legiertem Stahl 35CrMo behält bei 200 °C Umgebungstemperatur mehr als 90 % seiner Raumtemperaturfestigkeit. In Kombination mit der Hakensicherung wird ein sicherer Hebe- und Transportbetrieb in Hochtemperaturumgebungen gewährleistet.


Konfigurationsübersicht im Vergleich

Kelude bietet für den Gießereikran der Baureihe LDY drei Konfigurationsklassen zur Auswahl an:

KonfigurationKlasseEinsatztemperaturMotorisolierungBremseDrahtseilEinsatzposition
Norm≤50℃HStufeDoppelbremsePhosphatbeschichtungGussputzen,Sandformtransport
Verstärkte Ausführung50~100℃HStufe+KühlhaubeDoppelbremsePhosphatbeschichtung+HochtemperaturfettIn Gießplatznähe
Hochtemperaturausführung100~200℃HStufe+Kühlhaube+WärmeisolierungDoppelbremsePhosphatbeschichtung+MolybdändisulfidPfannenkippen,Kurzzeitbetrieb über dem Ofen

Prüfergebnisse

Bei der Werksabnahme im Juli 2026 wurde der modernisierte Metallurgische Elektrokettenzug YHII unter einer Umgebungstemperatur von 80 °C acht Stunden lang im Dauerbetrieb getestet. Die wichtigsten Messwerte:

  • Wicklungsübertemperatur des Hubmotors: 108 K (Grenzwert Klasse H: 180 K, Reserve 40 %)
  • Bremsscheibentemperatur: max. 76 °C (keine Beeinträchtigung der Bremsleistung)
  • Oberflächentemperatur des Drahtseils: max. 62 °C (Phosphatbeschichtung ohne Ablösung)
  • Öltemperatur des Getriebes: 68 °C (im Normalbereich)

Alle Kennwerte erfüllen bzw. übertreffen die Normanforderungen nach YB/T 5031-2018. Das Prüfkonzept wurde technisch freigegeben und ist nun fester Bestandteil der Standardausführung LDY. Für spezielle Anforderungen an Betriebsbedingungen bietet Kelude Schwerindustrie weitere kundenspezifische Lösungen an.



Häufige Fragen

F: Wie groß ist der Preisunterschied zwischen einem Motor mit Isolationsklasse H und einem Standardmotor mit Klasse F?

A: Ein Motor mit Isolationsklasse H ist in der Anschaffung etwa 15–25 % teurer als ein Motor der Klasse F. Im metallurgischen Einsatz ist die Ausfallrate bei Klasse-F-Motoren jedoch 3- bis 5-mal höher. Rechnet man die Stillstandskosten hinzu, sind die Lebenszykluskosten bei Klasse H insgesamt niedriger. Die Baureihe LDY von Kelude Schwerindustrie ist serienmäßig mit Isolationsklasse H ausgestattet.

F: Sind die beiden Bremsen bei der Doppelbremse identisch?

A: Nein, es handelt sich nicht um zwei baugleiche Bremsen. Die Hauptbremse nutzt die im Kegelläufermotor integrierte Federkraftbremse. Die Hilfsbremse ist eine elektromagnetische Scheibenbremse, die auf der Schnelllaufwelle des Getriebes montiert ist und unabhängig von der Hauptbremse angesteuert wird. Beide Bremssysteme arbeiten mit getrennten Funktionsprinzipien und Steuerungssystemen – fällt eine Bremse aus, bleibt die andere voll funktionsfähig.

F: Wie viel länger hält ein phosphatbeschichtetes Drahtseil gegenüber einem normalen Drahtseil?

A: In der metallurgischen Hochtemperaturumgebung erreicht ein manganphosphatbeschichtetes Drahtseil die 2- bis 3-fache Ermüdungslebensdauer eines blanken Standarddrahtseils. Die Verschleißfestigkeit ist 3- bis 5-mal höher, und das Seil ist bis 200 °C einsetzbar. Die Phosphatschicht bildet auf der Drahtoberfläche eine mikroporöse Schmierstoffreserve und reduziert so die Abhängigkeit von Hochtemperaturfett.

F: Kann ein vorhandener Standard-LD-Kran zur metallurgischen Ausführung LDY umgerüstet werden?

A: Die Machbarkeit und die Kosten einer Umrüstung vom Standard-LD-Typ auf die metallurgische Ausführung LDY hängen vom Umfang ab: Motor auf Isolationsklasse H aufrüsten, Doppelbremse nachrüsten, Drahtseil ersetzen und Hitzeschutzbleche am Hauptträger montieren – diese Maßnahmen machen zusammen etwa 40–60 % der Kosten einer Neubeschaffung aus. Bei einer bestehenden Anlage mit mehr als 5 Jahren Betriebsdauer ist die Neuanschaffung eines LDY in der Regel die wirtschaftlichere Lösung.

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