Turmdrehkran Steuerung Anordnung & Bedienung nach DIN EN 13000
DIN 15018 – Anordnung der Steuereinrichtungen und Bedieneigenschaften von Turmdrehkranen: Die Norm GB/T 24817.3-2009 ist der spezifische Standard für die Anordnung der Steuereinrichtungen von Turmdrehkranen. Sie berücksichtigt die besonderen Bedingungen des Kranführerhauses in großer Höhe sowie die Bedienung per Funkfernsteuerung und präzisiert die Anordnungsanforderungen, die Betätigungsrichtung und die Konstruktionsvorschrift für Fernsteuerungen. Sie entspricht ISO 7752-3:1985 (MOD).
GB/T 24817.3-2009 ist der dritte Teil der Normenreihe für die Anordnung von Steuereinrichtungen an Hebezeugen. Sie definiert die Anordnung und Bedieneigenschaften der Steuereinrichtungen von Turmdrehkranen unter Berücksichtigung ihrer spezifischen Betriebsanforderungen. Eine ergonomisch sinnvolle Anordnung der Steuereinrichtungen ist entscheidend für die Arbeitssicherheit bei Arbeiten in der Höhe. Nachfolgend werden die Normanforderungen im Detail erläutert.
Normative Einordnung und Betriebseigenschaften von Turmdrehkranen
GB/T 24817.3-2009 entspricht ISO 7752-3:1985 (MOD) und ist der dritte Teil der GB/T 24817-Reihe. Die Steuerung eines Turmdrehkrans unterscheidet sich grundlegend von der eines Mobilkrans: Das Kranführerhaus befindet sich in großer Höhe am Turmmast (in der Regel 20–60 m über dem Boden). Das Bedienpersonal steuert den Kran wahlweise direkt vom Führerhaus oder per Funkfernsteuerung vom Boden aus. Die drei Hauptmechanismen – Heben, Drehen und Wippen (Katzverstellung oder Wippausleger) – werden jeweils über separate Steuereinrichtungen bedient. Im Gegensatz zum Mobilkran verfügt der Turmdrehkran über keine Fahreinrichtung (mit Ausnahme des Kranfahrens bei schienengebundenen Turmdrehkranen). Die Steuereinrichtungen konzentrieren sich daher auf die drei Funktionsgruppen Heben, Drehen und Wippen. Die Norm trägt diesen Besonderheiten Rechnung und präzisiert die Anordnung der Steuereinrichtungen im Führerhaus sowie die Betätigungsrichtung.
Anordnung der Steuereinrichtungen im Kranführerhaus
Die Norm legt fest, dass die Steuereinrichtungen im Kranführerhaus nach folgenden Prinzipien anzuordnen sind:
Hubwerk-Steuerung – Der Hubwerk-Steuerhebel ist rechts vom Bediensitz anzuordnen (Rechtshandbedienung). Betätigungsrichtung: Ziehen nach hinten = Heben (Haken steigt), Drücken nach vorn = Senken (Haken sinkt). Der Hubwerk-Controller muss über ausreichend viele Schaltstufen verfügen (Heben ≥ 4 Stufen, Senken ≥ 3 Stufen), um sowohl hohe Geschwindigkeiten bei leichter Last als auch niedrige Geschwindigkeiten bei schwerer Last zu ermöglichen. Bei Kranen mit Frequenzgesteuerter Drehzahlregelung kann ein Proportional-Steuerhebel für stufenlose Drehzahlregelung eingesetzt werden.
Drehwerk-Steuerung – Der Drehwerk-Steuerhebel ist links oder links vorn vom Bediensitz anzuordnen (Linkshandbedienung). Betätigungsrichtung: Drücken nach links = Linksdrehung, Drücken nach rechts = Rechtsdrehung (jeweils bezogen auf die Blickrichtung des Kranführers nach vorn). Das Drehwerk ist mit einem Drehwerkbremse-Taster (Daumenbedienung) und einem Schalter für freies Drehen auszustatten. Beschleunigung und Verzögerung des Drehwerks müssen gleichmäßig erfolgen. Die Norm fordert eine Anlaufbeschleunigung des Drehwerks von nicht mehr als 0,1 m/s² (gemessen am Auslegerende bei 50 m Ausladung), um ein übermäßiges Pendeln der Last zu vermeiden.
Wippsteuerung – Bei Turmdrehkranen mit Katzverstellung ist der Wippsteuerhebel für die Laufkatze links vom Bediensitz anzuordnen (gleiche Seite wie Drehwerk-Steuerung, jedoch in getrennter Ebene oder Zone). Betätigungsrichtung: Drücken nach vorn = Laufkatze entfernt sich vom Führerhaus (Ausladung vergrößert sich), Ziehen nach hinten = Laufkatze nähert sich dem Führerhaus (Ausladung verkleinert sich). Bei Turmdrehkranen mit Wippausleger gilt für den Wippsteuerhebel: Ziehen nach hinten = Ausleger wird angehoben (Ausladung verkleinert sich), Drücken nach vorn = Ausleger wird abgesenkt (Ausladung vergrößert sich). Diese Logik entspricht der Betätigungsrichtung des Hubwerks.
Kranfahren – Bei schienengebundenen Turmdrehkranen kann die Steuerung für das Kranfahren entweder am Steuerpult im Führerhaus oder über eine Bodenfernsteuerung erfolgen. Betätigungsrichtung: Steuerhebel nach vorn drücken = Kran fährt vorwärts, nach hinten ziehen = Kran fährt rückwärts. An beiden Enden der Kranbahn sind Fahrwegbegrenzer und Pufferanschläge vorzusehen.
Rechtshandbedienung Ziehen = Heben
Linkshandbedienung Links/rechts drehen
Linke Seite Katzverstellung / Wippausleger
Bodenbedienung Heben + Drehen + Wippen
Im Führerhaus + an der Fernsteuerung
≤ 0,1 m/s² am Auslegerende
Anforderungen an die Bedienung per Funkfernsteuerung
Turmdrehkrane – insbesondere kleine und mittlere Ausführungen – werden häufig über eine Funkfernsteuerung vom Boden aus bedient. Die Norm stellt folgende Anforderungen an die Konstruktion der Fernsteuerung: Sie muss über mindestens drei Steuerhebel (oder Proportionalgriffe) verfügen, die jeweils die Mechanismen Heben, Drehen und Wippen unabhängig voneinander steuern. Die Betätigungsrichtung jedes Steuerhebels muss mit der Richtung im Führerhaus übereinstimmen (Prinzip der „Richtungstreue“). Die Fernsteuerung ist mit einem Not-Aus-Taster auszustatten (roter, großer Taster; Betätigen unterbricht die gesamte Stromversorgung des Krans und erfordert eine manuelle Rückstellung). Zwei Starttaster müssen gleichzeitig gedrückt werden, um die Spannung einzuschalten (Schutz vor unbeabsichtigter Betätigung). Die Kommunikation zwischen Fernsteuerung und Kran muss über verschlüsselte Frequenzsprungverfahren erfolgen, um Störungen und Fehlsteuerungen zu vermeiden. Bei schwacher Batterieladung der Fernsteuerung muss ein Akustischer und Optischer Alarm ausgelöst werden, der mindestens 5 Minuten vor dem vollständigen Spannungsverlust anhält. Die effektive Reichweite der Fernsteuerung muss mindestens 100 m betragen (im freien Gelände). Bei Überschreitung der Reichweite oder Signalverlust muss der Kran alle Bewegungen automatisch stoppen.
Anzeige- und Meldeeinrichtungen
Die Norm verlangt, dass das Steuerpult im Kranführerhaus mit folgenden Anzeigeeinrichtungen ausgestattet ist: Monitor des Traglastbegrenzers (Anzeige der tatsächlichen Last, der Nennlast und des Lastauslastungsgrads in Prozent), Ausladungsanzeige (aktuelle Ausladung/Auslegerlänge und Winkel), Anzeige des Hubbegrenzers (Status der Hakenhöhe) sowie Windmesser-Anzeige (aktuelle Windgeschwindigkeit und Alarmstatus). Die Helligkeit aller Anzeigen muss an unterschiedliche Lichtverhältnisse bei Tag und Nacht anpassbar sein. Zusätzlich zu den visuellen Anzeigen ist ein akustisches Alarmsignal mit mindestens 85 dB(A) vorzusehen. Die Steuerpulte der Turmdrehkrane von Kelude sind nach ergonomischen Gesichtspunkten optimiert: Rechtshandbedienung für das Hubwerk, Linkshandbedienung für das Drehwerk – ermüdungsfreies Arbeiten auch bei über 200 Betriebsstunden.
Kelude Schwermaschinen – Ihr Partner für industrielle Hebe- und Fördertechnik
Kelude Schwermaschinen ist ein auf die Entwicklung und Fertigung industrieller Hebe- und Fördertechnik spezialisiertes Unternehmen. Unser Sortiment umfasst Brückenkrane, Portalkrane, Elektroseilzüge sowie weitere Hebe- und Förderanlagen. Die Produkte werden branchenübergreifend in der Metallurgie, im Energiesektor, im Maschinenbau und in der Logistik eingesetzt. Wir bieten unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen für den Materialfluss – von der Projektplanung über die Fertigung bis hin zur Montage und Inbetriebnahme.
Leistungsmerkmale der Kelude-Krane
Die Hebe- und Fördertechnik von Kelude überzeugt durch hohe Tragfähigkeit, präzise Steuerung und eine robuste Konstruktion. Sie ist für den anspruchsvollen Industrieeinsatz ausgelegt und gewährleistet einen sicheren und effizienten Betrieb. Die Krane werden nach den einschlägigen DIN-Normen sowie internationalen Standards gefertigt und unterliegen strengen Qualitätskontrollen.
Ein wesentlicher Vorteil unserer Systeme ist die hohe Anpassungsfähigkeit an kundenspezifische Anforderungen. Ob Hallenkran, Portalkran oder spezielle Förderlösung – wir entwickeln die optimale Lösung für Ihre Anwendung.
Technische Daten im Überblick
Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten technischen Parameter unserer Standardkrane. Individuelle Anpassungen sind auf Anfrage möglich.
| Parameter | Wert / Bereich |
|---|---|
| Tragfähigkeit | 5 t – 300 t |
| Spannweite | 10,5 m – 31,5 m |
| Hubhöhe | 6 m – 18 m |
| Hubspeed | 0,8 m/min – 8 m/min |
| Kranfahrgeschwindigkeit | 20 m/min – 60 m/min |
| Steuerung | Funkfernsteuerung / Pendelsteuerung |
Einsatzgebiete und Branchenlösungen
Unsere Krane finden in zahlreichen Industriezweigen Anwendung. Sie eignen sich besonders für den Einsatz in Fertigungshallen, Lagerhallen, Kraftwerken, Werften und auf Umschlagplätzen. Die Systeme sind darauf ausgelegt, schwere Lasten präzise zu positionieren und so die Produktivität und Sicherheit am Arbeitsplatz zu erhöhen.
Qualität und Sicherheit nach DIN-Norm
Die Konstruktion und Fertigung unserer Krane erfolgt nach den strengen Anforderungen der DIN 15018 sowie weiterer relevanter Normen wie EN 13000 und EN 60204-32. Dadurch wird ein hohes Maß an Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit gewährleistet. Jeder Kran wird vor der Auslieferung einem umfassenden Funktionstest unterzogen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Wie lange ist die Lieferzeit für einen Standardkran?
A: A: Die Lieferzeit für unsere Standardkrane beträgt in der Regel 8 bis 12 Wochen nach Auftragsbestätigung, abhängig von der Auslastung und den spezifischen Anforderungen.
F: Bieten Sie auch kundenspezifische Sonderanfertigungen an?
A: A: Ja, wir sind auf maßgeschneiderte Lösungen spezialisiert. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir einen Kran, der exakt auf Ihre betrieblichen Abläufe und räumlichen Gegebenheiten zugeschnitten ist.
F: Welchen Kundendienst und welche Wartungsleistungen bieten Sie an?
A: A: Wir bieten umfassende Dienstleistungen an, darunter Inspektion, Wartung, Ersatzteilversorgung und technischen Support. Unser Ziel ist es, die Verfügbarkeit und Lebensdauer Ihrer Anlage zu maximieren.
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Haben Sie Fragen zu unseren Produkten oder benötigen Sie ein individuelles Angebot? Unser Vertriebsteam berät Sie gerne. Fordern Sie noch heute Ihre persönliche Beratung an.
| Steuerfunktion | Bedienungsart | Anordnungsposition | Richtungskonvention |
|---|---|---|---|
| Heben / Anheben | Steuerhebel/FernsteuerungHebel | rechte Sitzseite | Ziehen nach hinten Drücken nach vorne |
| Drehen | Steuerhebel/FernsteuerungHebel | linke Sitzseite | Drücken nach links Drücken nach rechts |
| LaufkatzeWippen | Steuerhebel/FernsteuerungHebel | linke Sitzseite(Ebenen) | Drücken nach vorneAusladungVergrößern |
| AuslegerWippen | Steuerhebel/FernsteuerungHebel | linke Sitzseite(Ebenen) | Ziehen nach hintenAusladungVerkleinern |
| Kranfahren | Taste/Fernbedienungshebel | Steuerpult/Fernsteuerung | Vorschieben Zurückziehen |
| Not-Aus | roter Pilztaster | Steuerpult+Fernsteuerung | Druckauslösung (Not-Aus) |
Sicherheit und Not-Aus-Steuerung
Turmkrane müssen mit umfassenden Sicherheits- und Not-Aus-Einrichtungen ausgestattet sein: Nach dem Ansprechen der Endschalter eines Mechanismus wird die Bewegung in die gefährliche Richtung unterbrochen, während die Bewegung in die sichere Richtung weiterhin möglich bleibt. Beim Ansprechen der Überlastsicherung (≥ 110 % der Nennlast) werden das Heben und das Wippen in Richtung größerer Ausladung unterbrochen; gleichzeitig ertönt ein kontinuierlicher akustischer und optischer Alarm. Nach Betätigung des Not-Aus-Tasters kommen alle Mechanismen des Krans sofort zum Stillstand: Bei Maschinen mit Verbrennungsmotor wird der Motor abgestellt, bei elektrisch betriebenen Modellen wird das Hauptschütz der Stromversorgung geöffnet. Bei schienengebundenen Turmdrehkranen muss das Kranfahren durch eine elektrische Verriegelung zwischen Schienenklemme und Fahrmotor abgesichert sein: Solange die Schienenklemme nicht gelöst ist, kann der Fahrmotor nicht gestartet werden.
Vergleichstabelle: Anordnung der Steuereinrichtungen am Turmkran
Die folgende Vergleichstabelle zeigt die wichtigsten Parameter und Konfigurationen für die Anordnung der Steuereinrichtungen an Turmkranen – eine Orientierungshilfe für Auswahl und Betrieb.
| Steuereinrichtung | Bedienfunktion | Anordnungsanforderungen | Sicherheitsschutz |
|---|---|---|---|
| Heben / AnhebenSteuerung | HakenHeben und Senken | rechte Bedienposition | NullstellungVerriegelung+Überlastschutz |
| DrehenSteuerung | TurmmasthalterungDrehen | linke Bedienposition | SchwenkbegrenzungSchutz |
| Wippsteuerungvorrichtung | LaufkatzeWippen | links/rechte Handseite | Endschalter+Kollisionsschutz |
| Not-Aus | Hauptabschaltung | vor dem Fahrer | SelbstverriegelungManuellRückstellung |