Sicherheitsvorschriften für Hebezeuge nach GB/T 6067.1-2010

Die Norm GB/T 6067.1-2010 „Sicherheitsvorschriften für Hebezeuge – Teil 1: Allgemeine Grundsätze“ ist eine der grundlegendsten und wichtigsten verbindlichen Normen im Bereich der Kransicherheit. Sie legt die grundlegenden Sicherheitsanforderungen für den gesamten Lebenszyklus von Hebezeugen fest – von Konstruktion, Fertigung und Montage über Nutzung und Wartung bis hin zur Prüfung – und dient als Rahmendokument der Normenreihe GB/T 6067.

Die Norm GB/T 6067.1-2010 „Sicherheitsvorschriften für Hebezeuge – Teil 1: Allgemeine Grundsätze“ ist die allgemeine Basisanforderung im Bereich der Kransicherheit. Sie definiert systematische Sicherheitsanforderungen für Konstruktion, Fertigung, Montage, Nutzung und Prüfung aller Kranarten. Als übergeordnetes Dokument der Kransicherheitsnormen bildet sie das Fundament für sämtliche nachgelagerten Regelungen. Dieser Beitrag erläutert die Kernbestimmungen der Norm im Detail.

GB/T 6067.1-2010 Sicherheitsvorschriften für Hebezeuge – Allgemeine Grundsätze


Normative Einordnung und Anwendungsbereich

GB/T 6067.1-2010 ist die vollständige Überarbeitung von GB/T 6067-1985 und gilt als das grundlegende Regelwerk für Kransicherheit in China. Die Norm gilt für alle Arten von Hebezeugen, darunter Brückenkrane, Portalkrane, Turmkrane, Mobilkrane, Auslegerkrane und Kabelkrane. Ausgehend vom Prinzip der „inhärenten Sicherheit“ etabliert die Norm einen vollständigen Rahmen für Kransicherheitsanforderungen: Konstruktionssicherheit (Festigkeit, Steifigkeit, Stabilitätsberechnung, Auswahl des Sicherheitsfaktors), Fertigungssicherheit (Werkstoffe, Schweißen, Wärmebehandlung, Prüfung), Montagesicherheit (Fundament, Schiene, Inbetriebnahme), Betriebssicherheit (Bedienungsregeln, Sicherheitseinrichtungen, Personalqualifikation), Wartungssicherheit (Wiederkehrende Prüfung, Wartung, Instandsetzung) sowie Prüfsicherheit (Typprüfung, Werksabnahme, Prüfung im Bestand). Zusammen mit GB/T 28761 (Grundanforderungen an Sicherheitsvorschriften) bildet die Norm die beiden Säulen der Kransicherheitsnormung.

Zentrale Sicherheitsanforderungen

Zu den zentralen Sicherheitsanforderungen der Norm gehören: Sicherheit der Metallkonstruktion – Sicherheitsfaktoren der tragenden Struktur (Streckgrenze n≥1,48, Zugfestigkeit n≥2,5), Verfahren zum Ermüdungsfestigkeitsnachweis (nach Arbeitsklasse und Spannungsspiel), Aussonderkriterien für Strukturbauteile (Stilllegung bei Durchbiegung des Hauptträgers über L/700). Triebwerkssicherheit – Das Hubwerk muss mit einer Ruhestrombremse ausgestattet sein (automatisches Bremsen bei Stromausfall), der Bremssicherheitsfaktor beträgt ≥1,5 (Heben) bzw. ≥1,25 (Fahren). Der Seilsicherheitsfaktor beträgt ≥4–6 (nach Arbeitsklasse), auf der Trommel müssen ≥3 Sicherheitswindungen verbleiben. Haken – Geschmiedeter Haken oder Lamellenhaken, die Hakensicherung muss einwandfrei funktionieren. Laufrad und Schiene – Laufrad und Schiene müssen aufeinander abgestimmt sein; bei Spurkranzreiben ist eine Nachjustierung erforderlich.

Sicherheitsfaktor
Streckgrenze n≥1,48 Zugfestigkeit n≥2,5
Bremse
Ruhestrombremse Sicherheitsfaktor Hubwerk ≥1,5
Drahtseil
Sicherheitsfaktor 4–6 Trommel ≥3 Windungen
Überlastschutz
≥100t Überwachungssystem A6 und höher Lastbegrenzer
Not-Aus
Roter Pilztaster Verriegelung manuelle Entriegelung
Windsicherung
Portalkrane im Freien Schienenklemme + Verankerung

Anforderungen an Schutzeinrichtungen

Die Norm enthält verbindliche Vorgaben zur Ausstattung von Hebezeugen mit Schutzeinrichtungen: Überlastschutzeinrichtung – Brücken- und Portalkrane mit einer Nenntragfähigkeit ≥100t sowie Turmkrane mit ≥200t·m müssen mit einem Sicherheitsüberwachungs- und Managementsystem ausgestattet sein (gemäß GB/T 16562); Krane der Stufe A6 und höher müssen mit einem Traglastbegrenzer ausgerüstet werden. Endschalter – Das Hubwerk muss mit einem zweifachen Hubendschalter in Aufwärtsrichtung ausgestattet sein (Kombination aus Gewichts- und Drehflügel-Endschalter als Doppelabsicherung); an beiden Enden des Katzfahrwegs und der Kranbrücke müssen Fahrwegbegrenzer und Puffer montiert sein. Verriegelungen – Türverriegelung am Führerhaus (Hauptstromkreis wird beim Öffnen der Tür unterbrochen), Verriegelung am Elektroschrank sowie Verriegelung an der Wartungsbühne. Not-Aus – Sowohl im Führerhaus als auch an der Bodenbedienung muss ein roter Pilztaster als Not-Aus-Taster vorhanden sein; nach dem Drücken verriegelt der Taster und muss manuell zurückgesetzt werden. Windsicherung – Ortsfeste Portalkrane und Turmkrane im Freien müssen mit Schienenklemmen und Verankerungseinrichtungen ausgestattet sein.

Betriebsführung und Prüfung

Die Norm stellt klare Anforderungen an das Sicherheitsmanagement der Betreiber von Hebezeugen: Der Betreiber muss ein Sicherheitsmanagementsystem sowie eine sicherheitstechnische Akte für jeden Kran führen. Das Bedienpersonal muss über eine entsprechende Zertifizierung verfügen (Nachweis als Bediener von Spezialausrüstung). Der Betreiber ist verpflichtet, Betriebsanweisungen zu erstellen und streng einzuhalten. Das regelmäßige Prüfintervall für in Betrieb befindliche Hebezeuge beträgt: alle 2 Jahre (Triebwerksgruppe A1–A4), jährlich (Triebwerksgruppe A5–A7) bzw. halbjährlich (Triebwerksgruppe A8). Nach Störungen, Unfällen oder extremen Ereignissen wie Sturm oder Erdbeben muss der Kran sofort außer Betrieb genommen und einer Prüfung unterzogen werden. Eigenmächtige Änderungen an der Kranstruktur, der Umbau von Sicherheitseinrichtungen oder Überlastbetrieb sind untersagt. Alle Produkte von Kelude Schwerindustrie werden gemäß GB/T 6067.1 konstruiert, gefertigt und geprüft, um sicherzustellen, dass jeder ausgelieferte Kran die verbindlichen nationalen Sicherheitsanforderungen erfüllt.


Vergleichstabelle der Sicherheitsvorschriften für Hebezeuge

Die folgende Vergleichstabelle zeigt die zentralen Parameterkonfigurationen der Sicherheitsvorschriften für Hebezeuge im Überblick und dient als Referenz für Auswahl und Betrieb.

Kelude Portalkran – Technische Analyse und Anwendungsvorteile

Der Portalkran von Kelude Heavy Industry ist ein unverzichtbares Werkzeug für moderne Industrie- und Logistikbetriebe. Dank seiner robusten Konstruktion und flexiblen Anpassungsfähigkeit bewältigt er zuverlässig anspruchsvolle Hebeaufgaben in Werkhallen, Lagerflächen und Umschlagplätzen. Im Folgenden werden die wesentlichen technischen Merkmale, die Einsatzmöglichkeiten sowie die wirtschaftlichen Vorteile dieser Kranserie detailliert erläutert.

Robuste Tragwerkskonstruktion nach DIN 15018

Die Hauptträgerkonstruktion des Kelude-Portalkrans ist als geschweißte Kastenprofil-Bauweise ausgeführt und entspricht in Auslegung und Fertigung der Norm DIN 15018. Diese Bauweise gewährleistet eine hohe Steifigkeit bei gleichzeitig optimiertem Eigengewicht. Die stabile Vermessung der Stützbeine und die präzise gefertigten Fahrwerkskomponenten sorgen für einen ruhigen und sicheren Betrieb auch bei hohen Lasten. Die gesamte Struktur ist für eine lange Lebensdauer ausgelegt und resistent gegen Verformung und Ermüdung.

Durch den Einsatz hochfester Stahlgüten und einer kontrollierten Schweißnahtqualität wird eine außergewöhnliche Tragfähigkeit erreicht. Die Konstruktion ist darauf ausgelegt, dynamische Lasten, wie sie beim Heben und Verfahren entstehen, dauerhaft aufzunehmen. Die Einhaltung der DIN-Normen garantiert dabei nicht nur Sicherheit, sondern auch die Konformität mit den strengen Anforderungen des europäischen Marktes.

Präzise Hub- und Senktechnik für höchste Effizienz

Das Herzstück des Krans ist der elektrische Seilzug, der für eine sanfte und dennoch kraftvolle Hub- und Senkbewegung sorgt. Die Hubwerke sind mit modernen Frequenzumrichtern ausgestattet, die eine stufenlose Geschwindigkeitsregelung ermöglichen. Dies erlaubt ein exaktes Positionieren der Last, was besonders bei Montagearbeiten oder beim Handling empfindlicher Güter von großem Vorteil ist. Die Motoren sind als wartungsarme Kompaktantriebe ausgeführt und bieten einen hohen Wirkungsgrad.

Die Senkbremse ist als selbsthemmendes, mehrstufiges System konzipiert und gewährleistet ein sicheres Halten der Last in jeder Position. Ein patentiertes Lastmoment-Sicherheitssystem überwacht kontinuierlich die aufgenommene Last und verhindert zuverlässig eine Überlastung. Diese Kombination aus moderner Antriebstechnik und intelligenten Sicherheitsfunktionen maximiert die Produktivität und minimiert gleichzeitig das Risiko von Betriebsstörungen.

Optimierte Fahrwerke für maximale Beweglichkeit

Die Fahrwerke des Portalkrans sind für eine hohe Manövrierfähigkeit auf dem Betriebsgelände ausgelegt. Jedes Fahrwerk ist mit einem eigenen Antrieb ausgestattet, der ein präzises und gleichmäßiges Verfahren des gesamten Krans ermöglicht. Die Verwendung von verschleißfesten Laufrädern und einer robusten Getriebeeinheit sorgt für einen niedrigen Geräuschpegel und eine lange Wartungsintervalle. Die optionale Ausstattung mit einem automatischen Spurführungssystem erhöht die Sicherheit und Effizienz im täglichen Betrieb.

Die Konstruktion der Fahrwerke ist so ausgelegt, dass sie sowohl auf Schienen als auch auf Gummibereifung betrieben werden können. Dies bietet eine hohe Flexibilität bei der Integration in bestehende Logistikabläufe. Die präzise Abstimmung der Antriebsleistung auf das Gesamtgewicht des Krans garantiert eine optimale Beschleunigung und ein sicheres Abbremsen, selbst bei voller Last.

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten in Industrie und Logistik

Dank seiner robusten Bauweise und der flexiblen Konfigurationsmöglichkeiten eignet sich der Kelude-Portalkran für ein breites Spektrum an Anwendungen. In Fertigungshallen übernimmt er den Transport von schweren Maschinenteilen, in Lagerhallen die Ein- und Auslagerung von Gütern und auf Freiflächen den Umschlag von Containern oder Schüttgütern. Die Möglichkeit, verschiedene Anschlagmittel und Lastaufnahmemittel zu kombinieren, macht ihn zu einem universellen Helfer für nahezu jede Hebeaufgabe.

Die Anpassungsfähigkeit des Krans zeigt sich auch in der Option, die Spannweite und die Hubhöhe entsprechend den spezifischen Anforderungen des Einsatzortes zu dimensionieren. Ob als kompakte Lösung für eine kleine Werkstatt oder als Großkran für ein Logistikzentrum – die Konstruktion kann individuell geplant und gefertigt werden. Diese Flexibilität reduziert die Betriebskosten, da der Kran exakt auf den tatsächlichen Bedarf zugeschnitten ist und keine unnötige Überdimensionierung aufweist.

Wirtschaftlichkeit und Sicherheit im Betrieb

Die Investition in einen Kelude-Portalkran amortisiert sich durch seine hohe Effizienz und Langlebigkeit. Der modulare Aufbau ermöglicht eine schnelle und kostengünstige Wartung, da Verschleißteile leicht zugänglich sind und standardisierte Komponenten verwendet werden. Die hohe Energieeffizienz der Antriebe senkt zudem die laufenden Betriebskosten erheblich. Im Vergleich zu stationären Krananlagen bietet der Portalkran zudem den Vorteil der Flexibilität, da er bei geänderten Produktionsabläufen versetzt oder umgebaut werden kann.

Die Sicherheit der Bediener und der Anlage hat bei der Konstruktion oberste Priorität. Zahlreiche Sicherheitseinrichtungen, wie Notendschalter, Überlastsicherungen und ein optisches sowie akustisches Warnsystem, sind serienmäßig integriert. Die Steuerung erfolgt über eine moderne Funkfernbedienung, die dem Bediener eine freie Positionierung im Gefahrenbereich ermöglicht und so die Unfallgefahr minimiert. Die Einhaltung der EN 13000 und EN 60204-32 Normen unterstreicht den hohen Sicherheitsstandard des Krans.

Technische Daten im Überblick

Tragfähigkeit5 t bis 50 t (je nach Ausführung)
Spannweite10 m bis 35 m
Hubhöhe6 m bis 18 m
Hubgeschwindigkeit0,5 m/min bis 8 m/min (stufenlos)
Fahrgeschwindigkeit10 m/min bis 40 m/min
SteuerungFunkfernbedienung
NormenDIN 15018, EN 13000, EN 60204-32

Die angegebenen Werte sind Richtwerte und können je nach Kundenwunsch und Einsatzbedingung variieren. Für eine individuelle Projektplanung steht das Ingenieurteam von Kelude beratend zur Verfügung.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Welche Wartungsintervalle sind für den Portalkran empfohlen?

A: Die Wartungsintervalle richten sich nach der Einsatzintensität. Grundsätzlich wird eine Sicht- und Funktionsprüfung monatlich sowie eine umfassende Wartung durch einen Fachtechniker alle 6 Monate empfohlen. Die genauen Intervalle sind im Wartungshandbuch dokumentiert.

F: Kann der Kran an extreme Umgebungsbedingungen angepasst werden?

A: Ja, der Kran ist optional für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen (ATEX) oder bei sehr niedrigen Temperaturen erhältlich. Zudem sind spezielle Korrosionsschutzbeschichtungen für den Einsatz in Küstennähe oder in chemischen Anlagen verfügbar.

F: Welche Garantie wird auf den Kran gewährt?

A: Kelude gewährt eine Herstellergarantie von 24 Monaten auf alle mechanischen und elektrischen Komponenten. Die Garantie umfasst Material- und Verarbeitungsfehler, nicht jedoch Verschleißteile oder Schäden durch unsachgemäße Bedienung.

F: Ist eine Nachrüstung von zusätzlichen Sicherheitsfunktionen möglich?

A: Ja, der Kran ist modular aufgebaut und kann nachträglich mit verschiedenen Sicherheitsmodulen wie Lastanzeigesystemen, Kollisionsschutz oder einer Fernüberwachung ausgestattet werden. Die Nachrüstung erfolgt durch zertifizierte Kelude-Techniker.

F: Wie lange beträgt die Lieferzeit für einen maßgefertigten Kran?

A: Die Standardlieferzeit für einen individuell konfigurierten Portalkran beträgt in der Regel 12 bis 16 Wochen nach Auftragsbestätigung und technischer Klärung. Expresslieferungen sind für Standardmodelle gegen Aufpreis möglich.

F: Bietet Kelude auch Schulungen für das Bedienpersonal an?

A: Ja, wir bieten umfassende Schulungen für Kranführer und Wartungspersonal an. Die Schulungen umfassen sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Übungen an der Maschine und werden von zertifizierten Trainern durchgeführt.

F: Welche Unterlagen werden für die Inbetriebnahme benötigt?

A: Für die Inbetriebnahme sind die Konformitätserklärung, die Betriebsanleitung sowie die Prüfprotokolle der Werksabnahme erforderlich. Diese Dokumente werden standardmäßig mitgeliefert. Zudem muss die Aufstellung durch einen Sachkundigen gemäß den örtlichen Vorschriften abgenommen werden.

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SicherheitsketteGrundlagenAnforderungenAnwendungsbereichNormKlausel
KonstruktionssicherheitStrukturfestigkeit/Stabilität/SicherheitsfaktorKonstruktion & FertigungEinheitGB/T 6067.1Abschnitt4Kapitel
FertigungSicherheitWerkstoffprüfung/SchweißenQualität/WerksabnahmeFertigungEinheitGB/T 6067.1Abschnitt5Kapitel
BetriebssicherheitBedienbefähigung/Lastprüfung/SicherheitInspektionBetreiberGB/T 6067.1Abschnitt7Kapitel
Prüfsicherheitregelmäßige Inspektion/Sicherheitsbewertung/UmbauInspektionPrüfstelleGB/T 6067.1Abschnitt8Kapitel

Häufige Fragen

F: GB/T 6067.1-2010 und GB/T 28761-2012 sind beides Sicherheitsnormen – worin liegt der Unterschied?
A: GB/T 6067.1 ist der allgemeine Teil der Sicherheitsvorschriften für Hebezeuge und legt den Schwerpunkt auf die „Produktsicherheit“ – das heißt, es definiert die sicherheitstechnischen Anforderungen an den Kran selbst (Strukturfestigkeit, Sicherheitseinrichtungen, elektrischer Schutz usw.) und ist als verbindliche Norm einzuhalten. GB/T 28761-2012 hingegen enthält die grundlegenden Anforderungen an die Sicherheitsvorschriften für Hebezeuge und fokussiert auf das „Sicherheitsmanagement im Betrieb“ – also die organisatorischen Pflichten des Betreibers sowie die Sicherheitsbetriebsanweisungen für das Bedienpersonal. Die beiden Normen ergänzen sich: Die eine betrifft die Produktsicherheit, die andere das Sicherheitsmanagement im Betrieb. In der Praxis sind beide Normen gleichermaßen verbindlich.
F: Was bedeutet der Sicherheitsfaktor n ≥ 1,48 in der Norm und wie ist er zu verstehen?
A: Der Sicherheitsfaktor n ≥ 1,48 (bezogen auf die Streckgrenze) bedeutet, dass die zulässige Konstruktionsspannung der Strukturbauteile eines Krans 1/1,48 ≈ 67,6 % der Streckgrenze des Werkstoffs nicht überschreiten darf. Bei Q235B-Stahl mit einer Streckgrenze von 235 MPa ergibt sich somit eine maximale Konstruktionsspannung von 235/1,48 ≈ 159 MPa. Der Sicherheitsfaktor berücksichtigt folgende Unsicherheiten: Abweichungen in der Lastberechnung, Streuungen der Materialeigenschaften, Fertigungstoleranzen, die Genauigkeit der Strukturanalyse sowie eine gewisse Korrosions- und Verschleißreserve. Der Wert 1,48 ist als Mindestanforderung zu verstehen – für Krane mit höherer Triebwerksgruppe oder für das Heben und Transportieren von Gefahrgütern ist ein größerer Sicherheitsfaktor erforderlich (z. B. n ≥ 1,7 beim Umgang mit flüssigem Metall).
F: Warum ist eine Federkraftbremse im Hubwerk zwingend vorgeschrieben?
A: Die Federkraftbremse ist im Ruhezustand stets geschlossen (Bremsstellung), da sie ausschließlich über die Federkraft gehalten wird. Ein Öffnen erfolgt erst dann, wenn der Elektromagnet oder der Hydrostoßantrieb aktiv mit Strom bzw. Hydraulikdruck beaufschlagt wird. Das bedeutet: Unabhängig von der Stromversorgung oder eventuellen Störungen im Steuerungssystem bleibt die Bremse solange in der Bremsstellung, bis ein aktives Öffnungssignal vorliegt. Diese Konstruktion gewährleistet, dass die Last in folgenden Gefahrensituationen nicht unkontrolliert abstürzen kann: 1) plötzlicher Stromausfall; 2) Störung im Steuerungssystem; 3) Betätigung des Not-Aus-Tasters; 4) Auslösung der Sicherheitsverriegelung. Eine stromlos offene Bremse (die erst durch Bestromung geschlossen wird) kann diesen Sicherheitsstandard nicht erfüllen und ist daher für den Einsatz im Hubwerk nicht zulässig.
F: Nach welchem Maßstab richtet sich das regelmäßige Prüfintervall für Krane im Einsatz?
A: Die Norm legt fest, dass sich das regelmäßige Prüfintervall für Krane im Einsatz aus der Nutzungsdauer und der Triebwerksgruppe zusammensetzt – Krane der Gruppen A1 bis A4 (leichte Stufe): Prüfung alle 2 Jahre; Krane der Gruppen A5 bis A6 (mittlere Stufe): Jährliche Prüfung; Krane der Gruppen A7 bis A8 (schwere bzw. besonders schwere Stufe): Prüfung alle 6 Monate. Für Krane, die zum Heben und Transportieren von flüssigem Metall, Atommüll oder anderen Gefahrgütern eingesetzt werden, ist unabhängig von der Triebwerksgruppe eine Prüfung alle 6 Monate erforderlich. Die Inspektion ist von einer Stelle durchzuführen, die über die Qualifikation zur Prüfung von Sonderausrüstung verfügt. Zu den Prüfpositionen gehören die Strukturinspektion, der Funktionstest der Sicherheitseinrichtungen sowie die Lastprüfung. Nach bestandener Prüfung wird ein Prüfbericht ausgestellt und das Prüfzeichen angebracht. Krane, die das Prüfintervall überschritten haben und nicht geprüft wurden, dürfen nicht weiter verwendet werden.

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