GB/T 6974.6-2008 Normeninterpretation: Begriffe für Schienenkrane

DIN EN 13000 – Begriffe und Definitionen für Schienenkrane Diese Norm legt die spezifischen Begriffe und Definitionen für Schienenkrane fest, also Krane, die auf Schienengleisen verfahren und arbeiten. Sie entspricht der ISO 4306-6:2005 (MOD) und gilt für Konstruktion, Fertigung und Einsatz von Schienenkranen in der Unfallhilfe, beim Gleisbau sowie bei der Instandhaltung von Oberleitungen.

Die Norm ISO 4306-6 definiert die Terminologie für Schienenkrane – eine spezielle Kategorie von Hebezeugen, die auf Schienengleisen verfahren und für Hebearbeiten im Bahnbetrieb und -bau eingesetzt werden. Eine normierte Terminologie ist die Grundlage für einen reibungslosen fachlichen Austausch und die technische Weiterentwicklung dieser Kranart.

ISO 4306-6


Klassifizierung von Schienenkranen

Die Norm ISO 4306-6 unterscheidet zwei Hauptkategorien von Schienenkranen: Schienenhilfskrane – eingesetzt bei der Unfallhilfe im Bahnbetrieb (Bergung nach Entgleisung, Umkippen oder Kollision) mit einer Tragfähigkeit von 80–250 t. Diese Krane zeichnen sich durch hohe Tragfähigkeit und Geländegängigkeit aus (Arbeiten auf dem Bahndamm und angrenzendem Gelände). Schienenbaukrane – eingesetzt für Bau- und Instandhaltungsarbeiten (Brückenbau, Gleisverlegung, Oberleitungsmontage) mit einer Tragfähigkeit von 16–80 t.

Nach der Fahrweise wird unterschieden: Selbstfahrende Schienenkrane – mit eigenem Antrieb (Dieselmotor) und einer Eigenfahrgeschwindigkeit von ≤ 80 km/h, dadurch flexibel verfahrbar. Geschleppte Schienenkrane – ohne eigenen Antrieb, müssen von einer Lokomotive zur Einsatzstelle gezogen werden. Nach der Auslegerbauart wird zwischen dem Teleskoparmtyp (schnelle Auslegerlängenänderung, flexible Bedienung) und dem Gitterausleger (hohe Steifigkeit, stabile Tragfähigkeit) unterschieden.

Wichtigste technische Parameter

Die Norm definiert folgende zentrale Begriffe und Parameter: Nenntragfähigkeit – die maximale sichere Arbeitslast eines Schienenkrans bei minimalem Arbeitsradius und voll ausgefahrenen Stützbeinen. Arbeitsradius – der horizontale Abstand von der Hakenmitte zur Drehachse. Lastmoment – das Produkt aus Tragfähigkeit und Arbeitsradius, ein entscheidender Kennwert für die Beurteilung der Hubkapazität. Abstützbreite – der horizontale Abstand zwischen den Mittellinien zweier ausgefahrener Stützbeine.

Eigenfahrgeschwindigkeit – die maximale Geschwindigkeit, die der Schienenkran aus eigener Kraft erreicht (in der Regel ≤ 80 km/h). Lichtraumprofil – die Außenmaße des Schienenkrans im Nichtarbeitszustand müssen dem Lichtraumprofil der Norm DIN EN 15273 entsprechen (Höhe ≤ 4.800 mm, Breite ≤ 3.400 mm). Anhängelast – die maximal zulässige Zugkraft, mit der ein geschleppter Schienenkran von einer Lokomotive gezogen werden darf.

Stabilitätsanforderungen

Da Schienenkrane auf einer Spurweite von 1.435 mm arbeiten, ist die Querstabilität das zentrale Sicherheitskriterium. Die Norm fordert: Bei maximaler Tragfähigkeit und maximalem Arbeitsradius muss das Stabilisierungsmoment mindestens das 1,4-fache des Kippmoments betragen (bei Wind) bzw. das 1,25-fache (ohne Wind). Die Abstützbreite ist so auszulegen, dass die Gesamtstabilität unter den ungünstigsten Betriebsbedingungen gewährleistet ist.

Darüber hinaus muss die Tragfähigkeit des Schienenfundaments berücksichtigt werden – die Stützbeinkräfte dürfen die zulässige Tragfähigkeit des Bahndamms nicht überschreiten. Bei weichen Böden sind Lastverteilungsplatten unter den Stützbeinen erforderlich. Die Schwerpunkthöhe des Schienenkrans muss die Stabilitätsanforderungen für den Bahnbetrieb erfüllen: Bei Kurvenfahrt darf die unausgeglichene Zentrifugalbeschleunigung 0,6 m/s² nicht überschreiten.

Sicherheitseinrichtungen und Prüfanforderungen

Vorgeschriebene Sicherheitseinrichtungen: Traglastbegrenzer, Lastmomentbegrenzer, Zustandsüberwachung der Stützbeine (Sperrung von Heben und Wippen bei nicht vollständig ausgefahrenen Stützbeinen), Wasserwaage (Überwachung der Ebenheit des Krans) sowie Windmesser (Alarm ab Windstärke 6). Das hydraulische System der Stützbeine muss mit Hydrauliksperrventilen in beiden Richtungen ausgestattet sein, um ein ungewolltes Einfahren zu verhindern.

Prüfanforderungen: Werksabnahme – Leerlaufprüfung, Nennlastprüfung (100 % SWL) zur Verifizierung der Funktionen und Stabilität sowie statische Belastungsprüfung mit 1,25-facher Nennlast. Typprüfung – umfasst Ermüdungslebensdauerprüfung und Langstreckenfahrprüfung. Jährliche Prüfung – einmal jährlich ist eine umfassende Inspektion durchzuführen, einschließlich Fehlerprüfung der Struktur, Leistungstests aller Mechanismen und Stabilitätsnachweis. Generalüberholungsintervall – alle 10 Jahre oder nach 200.000 km Betriebsleistung ist eine Generalüberholung erforderlich. Kelude Schwerindustrie bietet die Bereitstellung von Produkten und technischen Dienstleistungen an.

Anwendungsbereich

Unfallhilfe / Gleisbau
Güterumschlag im Bahnverkehr

Fahrweise

Fahren auf Schienengleisen
Selbstfahrend oder geschleppt

Tragfähigkeit

16–250 t

Auslegerbauart

Teleskoparm / Gitterausleger

Stützbeinbauart

H-Typ / Schwenkbar / X-Typ

Energiequelle

Dieselmotor / Elektrisch

Kelude Industrieausrüstung GmbH

Die Kelude Industrieausrüstung GmbH ist ein führender Hersteller von Industriekränen und Hebezeugen mit Sitz in China. Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Branche haben wir uns auf die Entwicklung und Produktion von qualitativ hochwertigen Hebelösungen für anspruchsvolle Industrieanwendungen spezialisiert. Unser Sortiment umfasst eine breite Palette von Produkten, die den strengen Anforderungen moderner Produktions- und Logistikprozesse gerecht werden.

Maßgeschneiderte Kranlösungen für Ihre Anforderungen

Wir verstehen, dass jede Anwendung einzigartige Anforderungen stellt. Deshalb bieten wir nicht nur Standardprodukte, sondern entwickeln gemeinsam mit unseren Kunden maßgeschneiderte Kranlösungen. Ob für Fertigungsstraßen, Lagerhallen oder Wartungsbereiche – unsere Systeme werden präzise auf Ihre spezifischen Lasten, Arbeitszyklen und räumlichen Gegebenheiten abgestimmt. Das Ergebnis sind effiziente, sichere und wirtschaftliche Hebezeuge, die sich nahtlos in Ihre betrieblichen Abläufe integrieren.

ProduktkategorieTypische AnwendungenBesondere Merkmale
BrückenkraneFertigung, Montage, LagerhaltungHohe Tragfähigkeit, präzise Positionierung
PortalkraneUmschlag, Werft, LogistikzentrenRobuste Konstruktion, flexible Spannweiten
ElektroseilzügeWerkstatt, Wartung, ProduktionslinienKompakte Bauweise, wartungsarm

Unsere Brückenkrane sind für den Dauereinsatz konzipiert und zeichnen sich durch eine hohe Steifigkeit und Laufruhe aus. Sie sind in Einzel- und Doppelträgerausführung erhältlich und können mit verschiedenen Hubwerken und Steuerungssystemen kombiniert werden. Die Portalkrane bieten dank ihrer robusten Stahlbauweise eine hohe Zuverlässigkeit auch unter extremen Bedingungen. Die Elektroseilzüge überzeugen durch ihre kompakte Bauweise und einen geringen Wartungsaufwand, was sie zur idealen Wahl für vielfältige Hebeaufgaben macht.

Technische Exzellenz und DIN-konforme Fertigung

Die Qualität unserer Produkte wird durch die Einhaltung internationaler Normen und Standards gewährleistet. Unsere Konstruktionen entsprechen unter anderem den Anforderungen der DIN 15018 für Krane sowie der EN 13000 für mobile Krane. Wir legen großen Wert auf die Verwendung hochwertiger Materialien und modernster Fertigungstechnologien. Jede Krananlage durchläuft vor der Auslieferung eine umfassende Qualitätskontrolle, die alle sicherheitsrelevanten Komponenten und Funktionen prüft.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Langlebigkeit und Betriebssicherheit unserer Systeme. Hierfür setzen wir auf Komponenten von namhaften Zulieferern und eine sorgfältige Fertigung nach DIN-Vorgaben. Zudem bieten wir umfangreiche Serviceleistungen an, die von der Installation über die Wartung bis hin zur Ersatzteilversorgung reichen. So stellen wir sicher, dass Ihre Krananlage über viele Jahre hinweg zuverlässig arbeitet.

Innovative Steuerungstechnik für präzises Arbeiten

Moderne Krane müssen nicht nur stark, sondern auch intelligent steuerbar sein. Unsere Systeme sind daher mit fortschrittlichen Steuerungstechniken ausgestattet, die ein präzises und sicheres Handling der Lasten ermöglichen. Dazu gehören unter anderem Frequenzumrichter für sanfte Anfahr- und Bremsvorgänge, Lastmomentbegrenzer sowie optionale Sicherheitsfunktionen wie eine aktive Pendeldämpfung. Diese Technologien erhöhen die Effizienz Ihrer Prozesse und schonen gleichzeitig Material und Kranstruktur.

Die Bedienung erfolgt wahlweise über Funkfernsteuerungen, Hängetaster oder moderne Steuerstände. Auf Wunsch integrieren wir unsere Krane auch in übergeordnete Leitsysteme, um eine lückenlose Dokumentation und Steuerung der Materialflüsse zu ermöglichen. So bieten wir Ihnen eine zukunftssichere Plattform, die sich an Ihre wachsenden Anforderungen anpassen lässt.

Umfassender Service und schnelle Ersatzteilversorgung

Unser Engagement endet nicht mit der Auslieferung der Anlage. Ein erfahrenes Serviceteam steht Ihnen bei der Installation, Inbetriebnahme und Einweisung zur Seite. Für die Wartung bieten wir individuell abgestimmte Wartungsverträge an, die eine hohe Verfügbarkeit Ihrer Anlage sicherstellen. Unser Ersatzteillager ist umfangreich bestückt, sodass wir benötigte Komponenten schnell liefern können. Zudem führen unsere Techniker regelmäßige Inspektionen durch, um potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

Durch unsere langjährige Erfahrung und die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden haben wir ein tiefes Verständnis für die Anforderungen verschiedener Branchen entwickelt. Dieses Wissen fließt direkt in die kontinuierliche Verbesserung unserer Produkte und Dienstleistungen ein. Vertrauen Sie auf unsere Kompetenz und profitieren Sie von maßgeschneiderten Lösungen, die Ihre Prozesse effizienter und sicherer machen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Welche Tragfähigkeiten bieten Ihre Brückenkrane an?
A: Unsere Brückenkrane sind für Tragfähigkeiten von einigen Tonnen bis zu mehreren hundert Tonnen ausgelegt. Die genaue Spezifikation hängt von Ihren Anforderungen und der Spannweite ab. Gerne erstellen wir ein individuelles Angebot.

F: Bieten Sie auch kundenspezifische Sonderlösungen an?
A: Ja, die Entwicklung und Fertigung von Sonderlösungen ist ein Kernbereich unserer Tätigkeit. Wir analysieren Ihre Anwendung und konstruieren eine Kranlösung, die exakt auf Ihre Prozesse zugeschnitten ist.

F: Welchen Standards entsprechen Ihre Krane?
A: Unsere Krane werden nach internationalen Normen konstruiert und gefertigt, darunter DIN 15018 und EN 13000. Auf Wunsch können weitere spezifische Normen oder Richtlinien berücksichtigt werden.

F: Wie lange ist die Lieferzeit für einen Standardkran?
A: Die Lieferzeit hängt von der Komplexität und Auslastung ab. Für Standardmodelle liegt sie in der Regel zwischen 8 und 12 Wochen. Für kundenspezifische Lösungen besprechen wir den Zeitrahmen individuell.

F: Bieten Sie einen Wartungsservice an?
A: Ja, wir bieten umfassende Wartungsverträge an, die regelmäßige Inspektionen, Wartungsarbeiten und die schnelle Lieferung von Ersatzteilen umfassen. So gewährleisten wir eine hohe Verfügbarkeit Ihrer Anlage.

Terminologie Definition Beschreibung
Schienenkran auf der Schiene Schienefahrbar Kran einschließlich Rettungs- und Bauausführungen
selbstfahrend Geschwindigkeit Schienenkraneigenangetrieben Geschwindigkeit allgemein≤80km/h
Rettung Kran Spezialausführung für Eisenbahnunfallrettung Kran groß Tragfähigkeit, hohe Geländegängigkeit
Abstützbreite Stützbeinabgestützte Querspannweite bestimmt Anschlagen Stabilität
Lichtraumprofil Schienenfahrzeuge und Kranfahrbar Außenmaße Begrenzung GB 146.1-2020Norm

Häufige Fragen

F: Welche Arten von Schienenkranen gibt es?

A: Nach dem Verwendungszweck wird zwischen Rettungskranen (für Bergungs- und Wiederaufrichtarbeiten nach Entgleisung oder Umkippen, Tragfähigkeit 80–250 t) und Baukranen (für Brückenbau, Gleisverlegung und andere Bauarbeiten, Tragfähigkeit 16–80 t) unterschieden. Nach der Fahrweise wird zwischen selbstfahrenden Kranen (mit eigenem Antrieb auf der Schiene) und gezogenen Kranen (von einer Lokomotive gezogen) unterschieden.

F: Welche Stabilitätsanforderungen gelten für Schienenkrane?

A: Da Schienenkrane auf der Regelspurweite (1435 mm) arbeiten, ist ihre Seitenstabilität geringer als die herkömmlicher Krane. Die Querspannweite der ausgefahrenen Stützbeine bestimmt die Stabilität – je größer die Abstützbreite, desto besser die Standsicherheit. Die Norm schreibt vor, dass bei maximaler Tragfähigkeit und maximaler Ausladung das Stabilisierungsmoment mindestens dem 1,4-fachen Kippmoment (bei Wind) bzw. dem 1,25-fachen (ohne Wind) entsprechen muss.

F: Welche Lichtraumprofil-Anforderungen gelten für Schienenkrane?

A: Die Außenmaße eines Schienenkrans im Nichtarbeitszustand müssen dem Lichtraumprofil für Schienenfahrzeuge gemäß GB 146.1-2020 entsprechen. Bei eigener Fahrt darf die Höhe 4800 mm und die Breite 3400 mm nicht überschreiten. Während des Betriebs dürfen die Stützbeine das Lichtraumprofil überschreiten, jedoch muss der Arbeitsbereich mit Sicherheitswarnzeichen gekennzeichnet sein. Für Rettungskrane kann das Lichtraumprofil unter bestimmten Auflagen erweitert werden; hierfür ist eine entsprechende Genehmigung erforderlich.

F: Worauf ist bei der täglichen Prüfung und Wartung von Schienenkranen besonders zu achten?

A: Tägliche Inspektion: Fahrwerk (Laufräder, Achslager, Federung), Bremssystem (Druckluft- und Handbremse) sowie das hydraulische System der Stützbeine auf Leckagen prüfen. Monatliche Inspektion: Teleskopieren und Wippen der Auslegerabschnitte, Drehverbindung und Sicherheitseinrichtungen. Jährliche Hauptuntersuchung: Schweißnahtprüfung, Ölanalyse des hydraulischen Systems sowie Funktionstests der Bremsen aller Antriebe.

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