Norm ISO 4306 Schwimmkran Begriffe und Definitionen

DIN ISO 4306-7:2005 – Krane – Terminologie – Teil 7: Schwimmkrane ist die maßgebliche Terminologienorm für Schwimmkrane. Die Norm legt die spezifischen Begriffe und Definitionen für Schwimmkrane fest – also für Krane, die auf Schiffen oder Pontons montiert sind und für Hubevorgänge eingesetzt werden. Sie entspricht ISO 4306-7:2005 (MOD) und gilt für Schwimmkrane im Hafenumschlag, bei Wasserhebearbeiten und in der Meerestechnik.

DIN ISO 4306-7:2005 ist der Teil der Kran-Terminologienorm, der sich speziell mit Schwimmkranen befasst. Sie definiert die fachspezifischen Begriffe und Definitionen für Schwimmkrane (auch als Schwimmkran bezeichnet) – also Krane, die auf Pontons oder Lastkähnen montiert sind und für Hebearbeiten eingesetzt werden. Schwimmkrane finden breite Anwendung im Hafenumschlag, bei Wasserbauarbeiten, im Brückenbau und in der Meerestechnik.

DIN ISO 4306-7:2005


Klassifizierung von Schwimmkranen

Die in DIN ISO 4306-7:2005 behandelte Klassifizierung von Schwimmkranen: Nach der Rumpfform wird zwischen Eintrümmern-Schwimmkranen (ein Rumpf, einfache Konstruktion, geringere Kosten – üblich bei kleinen und mittleren Schwimmkranen) und Doppelrumpf-Schwimmkranen (zwei Rümpfe, durch Verbindungsstrukturen gekoppelt, bessere Stabilität und größere Deckfläche – üblich bei großen Schwimmkranen) unterschieden. Nach dem Antriebssystem wird zwischen selbstfahrenden Schwimmkranen (mit eigenem Antrieb für eigenständige Navigation und Positionierung) und nicht selbstfahrenden Schwimmkranen (benötigen Schlepper) unterschieden.

Nach der Tragfähigkeit wird zwischen kleinen und mittleren Schwimmkranen (50–500 t), großen Schwimmkranen (500–3000 t) und sehr großen Schwimmkranen (über 3000 t) unterschieden. Der wachsende Bedarf an Montage und Wartung von Offshore-Windenergieanlagen hat die Entwicklung sehr großer Schwimmkrane vorangetrieben – mit Tragfähigkeiten von über 5000 t. Nach der Auslegerbauart wird zwischen Schwimmkranen mit festem Ausleger (Ausleger in einem festen Winkel fixiert) und Schwimmkranen mit wippbarem Ausleger (Auslegerwinkel verstellbar, größere Arbeitsflexibilität) unterschieden.

Hauptstruktur und Begriffe

Die wichtigsten in der Norm behandelten Begriffe: Gesamtlänge des Schwimmkrans – die maximale Länge des Schwimmkran-Rumpfes. Breite – die maximale Breite des Rumpfes. Tiefgang – der vertikale Abstand von der Basislinie bis zum Hauptdeck. Tauchtiefe – der vertikale Abstand von der Basislinie bis zur Wasseroberfläche (Leerlauf-Tauchtiefe und Volllast-Tauchtiefe). Freibord – der vertikale Abstand vom Hauptdeck bis zur Wasseroberfläche. Metazentrische Höhe (GM-Wert) – der Abstand vom Schwerpunkt des Schwimmkrans zum Metazentrum, ein zentraler Parameter zur Bewertung der Stabilität des Schwimmkrans.

Arbeitsradius – der horizontale Abstand vom Haken zur Drehachse des Schwimmkrans. Hubhöhe – der vertikale Abstand zwischen der höchsten und niedrigsten Position des Hakens (unterteilt in oberhalb und unterhalb der Wasseroberfläche). Wippgeschwindigkeit – die Geschwindigkeit der Winkeländerung des Auslegers. Schwenkwinkel – der Drehwinkel der Drehbühne des Schwimmkrans (in der Regel 360°-Volldrehung). Positioniergenauigkeit – die Fähigkeit des Schwimmkrans, seine horizontale Position während des Betriebs beizubehalten.

Stabilität und Positionierung

Die Stabilitätsanforderungen sind der kritischste Sicherheitskennwert für Schwimmkrane. Die Norm behandelt zwei Arten von Stabilität: Intakte Stabilität – die Fähigkeit des Schwimmkrans, unter normalen Bedingungen (ohne Beschädigung wasserdichter Abteilungen) Wind-, Wellen- und Lastkräften standzuhalten. Hierbei gilt: Das Rückstellmoment muss ≥ dem Kippmoment × 1,4 (Arbeitsbetrieb) bzw. × 1,5 (Fahrbetrieb) sein. Beschädigte Stabilität – der Schwimmkran muss auch nach dem Eindringen von Wasser in ein beliebiges wasserdichtes Abteil stabil bleiben und darf nicht umkippen.

Positionierungsmethoden: Ankerpositionierung – der Schwimmkran wird über mehrere Anker (in der Regel 4–8) und Ankerketten an der Arbeitsposition fixiert. Geeignet für küstennahe und Hafenarbeiten in Wassertiefen ≤ 50 m, Positioniergenauigkeit ±5 m. Dynamische Positionierung (DP) – der Schwimmkran wird über schiffseigene Propeller und Schrauben automatisch in Position und Ausrichtung gehalten. Geeignet für Tiefwasserarbeiten und Anwendungen, die eine präzise Positionierung erfordern (z. B. Offshore-Windenergieinstallation).

Betriebsgrenzen und Inspektion

Die in der Norm festgelegten Betriebsgrenzen: Bei Windgeschwindigkeiten ≥ 6 Beaufort (13,8 m/s) müssen Hebearbeiten eingestellt werden; bei Wellenhöhen ≥ 1,5 m (kleine und mittlere Schwimmkrane) bzw. ≥ 2,5 m (große Schwimmkrane) muss der Betrieb eingestellt werden; bei Sichtweiten unter 1000 m ist der Betrieb untersagt; bei Strömungsgeschwindigkeiten ≥ 3 Knoten ist besondere Vorsicht geboten. Vor jedem Einsatz müssen die aktuellsten Wetter- und Seegangsvorhersagen eingeholt werden.

Prüfanforderungen: Schwimmkrane müssen jährlich einer Stabilitätsüberprüfung unterzogen werden (unter Berücksichtigung der Auswirkungen von Umbauten und Geräteänderungen auf den Schwerpunkt), alle 5 Jahre einer Trockendock-Inspektion (Überprüfung des Unterwasserbereichs des Rumpfes) und nach jeder größeren Umrüstung einer erneuten Stabilitätsberechnung und Schräglageprüfung. Sicherheitsausrüstung – Schwimmkrane müssen mit Rettungsausrüstung, Feuerlöschausrüstung, Kommunikationsausrüstung und Navigationssignalanlagen ausgestattet sein. Kelude Schwerindustrie bietet hierfür passende Produkte und technische Dienstleistungen an.

Tragfähigkeit

50–5000 t

Einsatztiefe

10–100 m+

Rumpftyp

Selbstfahrend / nicht selbstfahrend
Einrumpf / Doppelrumpf

Auslegerbauart

Gitterausleger / Kastenausleger

Positionierung

Anker / Dynamische Positionierung (DP)

Stabilitätsanforderung

Intakte Stabilität + beschädigte Stabilität

Kelude Portalkran – Technische Analyse und Anwendung

Kelude ist ein auf Industrieanlagen spezialisierter Hersteller mit Fokus auf die Entwicklung und Produktion von Portalkränen. Das Unternehmen bietet eine breite Palette an Hebezeuglösungen für den europäischen Markt, die nach internationalen Standards konstruiert und für den Dauereinsatz in anspruchsvollen Industrieumgebungen ausgelegt sind. Die Produktpalette umfasst sowohl Einzel- als auch Doppelträgerausführungen, die sich durch hohe Tragfähigkeit, Zuverlässigkeit und eine lange Lebensdauer auszeichnen.

Technische Merkmale und DIN-gerechte Auslegung

Die Portalkrane von Kelude werden gemäß den einschlägigen DIN-Normen konstruiert, um einen sicheren und effizienten Betrieb zu gewährleisten. Die Konstruktion basiert auf den Richtlinien der DIN 15018 für Krantragwerke und erfüllt die Anforderungen der EN 13000 für mobile Krane sowie der EN 60204-32 für die elektrische Ausrüstung von Maschinen. Diese Normenkonformität stellt sicher, dass alle sicherheitsrelevanten Komponenten, von der Steuerung bis zur Verriegelung, den höchsten Industriestandards entsprechen.

Ein wesentliches Merkmal ist die Modulbauweise, die eine flexible Anpassung an verschiedene Einsatzszenarien ermöglicht. Die Krane sind optional mit frequenzgeregelten Antrieben, Lastbegrenzungssystemen und einer Vielzahl von Steuerungsoptionen erhältlich. Die Auswahl an Hubwerken umfasst Elektroseilzüge sowie Kettenzüge, die je nach Anforderung mit unterschiedlichen Hubgeschwindigkeiten und Lastmomenten konfiguriert werden können.

Einsatzgebiete und Branchenlösungen

Dank ihrer robusten Bauweise und der hohen Standfestigkeit eignen sich die Kelude-Portalkrane besonders für den Einsatz in der Schwermaschinenindustrie, im Anlagenbau, in Logistikzentren sowie in der Bau- und Montagetechnik. Die Krane sind für den Innen- und Außenbereich konzipiert und können sowohl in Fertigungshallen als auch auf Freiflächen installiert werden. Die Spannweiten und Hubhöhen sind variabel auslegbar, sodass eine optimale Anpassung an die räumlichen Gegebenheiten möglich ist.

Für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen bietet Kelude spezielle Ausführungen mit entsprechenden Schutzmaßnahmen an. Diese Krane sind mit Komponenten ausgestattet, die den Anforderungen der ATEX-Richtlinie entsprechen und einen sicheren Betrieb in Umgebungen mit potenziell explosiver Atmosphäre gewährleisten. Die Steuerungen sind dabei so ausgelegt, dass sie auch unter extremen Bedingungen eine präzise und zuverlässige Lastenhandhabung ermöglichen.

Wartung, Sicherheit und Betriebseffizienz

Die Konstruktion der Krane legt großen Wert auf Wartungsfreundlichkeit und Betriebssicherheit. Alle tragenden Bauteile sind für eine lange Lebensdauer ausgelegt und die Zugänglichkeit zu Wartungspunkten ist optimiert. Die Steuerungssysteme sind mit Selbstdiagnosefunktionen ausgestattet, die eine frühzeitige Erkennung von Verschleiß oder Fehlfunktionen ermöglichen. Dies reduziert Ausfallzeiten und senkt die Gesamtbetriebskosten.

Die Sicherheitsausstattung umfasst unter anderem Lastbegrenzer, Notendschalter und Überlastschutz, die alle den strengen Anforderungen der EN 13000 entsprechen. Die Bedienung erfolgt über moderne Funkfernsteuerungen oder über ein fest installiertes Steuerpult, wobei die Systeme auf eine intuitive Handhabung und eine hohe Präzision bei der Lastpositionierung ausgelegt sind. Die optionale Integration von Assistenzsystemen, wie z. B. einer automatischen Lastwegerkennung, erhöht die Effizienz im täglichen Betrieb.

Wirtschaftlichkeit und Investitionssicherheit

Die Anschaffungskosten für einen Kelude-Portalkran liegen je nach Ausstattung und Tragfähigkeit im Bereich von etwa 57.200 EUR bis 152.600 EUR. Diese Investition amortisiert sich in der Regel durch die hohe Verfügbarkeit und die geringen Wartungskosten. Die Module sind standardisiert, was eine schnelle Lieferung und eine unkomplizierte Ersatzteilversorgung gewährleistet. Darüber hinaus bietet Kelude umfassende Serviceleistungen, von der Planung über die Installation bis hin zur regelmäßigen Wartung, um eine dauerhaft hohe Betriebsbereitschaft zu sichern.

Die Einhaltung der DIN- und EN-Normen sowie die Verwendung hochwertiger Komponenten bieten dem Betreiber eine hohe Investitionssicherheit. Die Krane sind auf eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten ausgelegt und können bei Bedarf mit zusätzlichen Optionen nachgerüstet werden. Somit sind sie eine zukunftssichere Lösung für Unternehmen, die auf zuverlässige und effiziente Hebezeugtechnik angewiesen sind.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Welche Normen werden bei der Konstruktion der Krane angewendet?
A: Die Krane werden nach DIN 15018, EN 13000 und EN 60204-32 konstruiert und erfüllen die Anforderungen der ISO 4301 für die Klassifizierung von Kranen.

F: Sind die Krane für den Außeneinsatz geeignet?
A: Ja, die Krane sind für den Innen- und Außenbereich konzipiert. Für den Außeneinsatz sind optionale Wetterschutzausführungen erhältlich.

F: Welche Steuerungsoptionen werden angeboten?
A: Es stehen Funkfernsteuerungen, kabelgebundene Steuerpulte und optionale halbautomatische Steuerungssysteme zur Verfügung.

F: Kann die Spannweite individuell angepasst werden?
A: Ja, die Spannweite und die Hubhöhe werden projektbezogen geplant und an die jeweiligen Einsatzbedingungen angepasst.

F: Welche Wartungsintervalle sind empfohlen?
A: Die Wartungsintervalle richten sich nach der Einsatzintensität. Grundsätzlich wird eine jährliche Inspektion durch einen Fachbetrieb empfohlen.

Terminologie Definition Beschreibung
Schwimmkran Montageauf dem Ponton/auf dem Leichter Kran Abkürzung Schwimmkran
Tragfähigkeit Schwimmkranmaximale sichere Arbeitslast 50~5000t
Arbeitsradius Hakenbis Drehenhorizontaler Schwerpunktabstand 20~100m
Schiffsrumpf Tragfähigkeit Krandes Pontons Stahlkonstruktionoder Beton
Stabilität Schwimmkrangegen Kippsicherheit Fähigkeit intakt+Leckstabilität
Positionierung Schwimmkran Positionshaltevermögen Ankerung oder DPPositionierung

Häufige Fragen

F: Welche Klassifizierungen gibt es für Schwimmkrane?

A: Nach der Rumpfform wird zwischen Einhüllen-Schwimmkranen (ein Rumpf, einfache Konstruktion, geringere Kosten) und Doppelhüllen-Schwimmkranen (zwei verbundene Rümpfe, bessere Stabilität, größere Decksfläche) unterschieden. Nach dem Antriebssystem gibt es selbstfahrende Schwimmkrane (mit eigenem Antrieb für eigenständige Navigation) und nicht selbstfahrende (die von Schleppern gezogen werden müssen). Nach der Tragfähigkeit wird in mittlere und kleine (50–500 t), große (500–3.000 t) und sehr große (über 3.000 t) Schwimmkrane eingeteilt.

F: Welche Stabilitätsanforderungen gelten für Schwimmkrane?

A: Die Norm verlangt, dass Schwimmkrane sowohl die intakte Stabilität als auch die Stabilität im beschädigten Zustand erfüllen. Intakte Stabilität – im normalen Betriebszustand muss bei der Kombination aus maximaler Windgeschwindigkeit und maximaler Last das aufrichtende Moment des Schwimmkrans mindestens das 1,4-fache des Kippmoments betragen. Stabilität im beschädigten Zustand – nach dem Fluten eines beliebigen unabhängigen wasserdichten Abteils muss der Schwimmkran weiterhin aufrecht schwimmen und darf nicht umkippen. Vor dem Einsatz ist eine Stabilitätsberechnung auf Grundlage der Last- und Wellenbedingungen durchzuführen.

F: Welche Positionierungsmöglichkeiten gibt es für Schwimmkrane?

A: Ankerpositionierung – der Schwimmkran wird über mehrere Anker und Ankerketten fixiert; geeignet für Häfen und küstennahe Einsätze in Wassertiefen bis 50 m. Dynamische Positionierung (DP) – die Position und der Kurs werden automatisch über die Propeller und Schrauben des Schiffs gehalten; geeignet für Tiefwassereinsätze und Anwendungen mit hohen Anforderungen an die präzise Positionierung (z. B. Offshore-Windenergie-Installation). Positioniergenauigkeit: Ankerpositionierung ±5 m, DP-Positionierung ±0,5 m.

F: Welche Betriebsbedingungen schränken den Einsatz von Schwimmkranen ein?

A: Die Norm legt folgende Betriebsgrenzen fest: Bei Windgeschwindigkeiten ab Stärke 6 (13,8 m/s) sind die Hebearbeiten einzustellen; bei Wellenhöhen ab 1,5 m (mittlere und kleine Schwimmkrane) bzw. ab 2,5 m (große Schwimmkrane) ist der Betrieb einzustellen; bei Sichtweiten unter 1.000 m darf nicht gearbeitet werden; bei Strömungsgeschwindigkeiten ab 3 Knoten ist besondere Vorsicht geboten. Vor jedem Einsatz muss der Schwimmkranbetreiber die aktuellste Wetter- und Seegangsvorhersage einholen.

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