Kran-Endschalter einstellen: Hub- & Fahrwegbegrenzer prüfen
Kran-Endschalter und Sicherheitseinrichtungen justieren: Prüfverfahren für Hubendschalter, Fahrwegbegrenzer und Überlastbegrenzer. Sicherheitseinrichtungen sind die letzte Instanz für den sicheren Kranbetrieb. Endschalter, Überlastsicherung, Türverriegelungsschalter und Sicherheitsbremse bilden ein mehrstufiges Schutzsystem der Steuerung – ihre Zuverlässigkeit entscheidet direkt über die Sicherheit von Personal und Anlage. Kelude Schwerindustrie hat die technischen Verfahren zur Inbetriebnahme dieser Sicherheitssysteme gemäß GB/T 28264 – Sicherheitsüberwachungs- und Managementsystem für Krane – sowie GB 5226.2 – Elektrische Ausrüstung von Maschinen – systematisch aufbereitet.
Sicherheitseinrichtungen sind die letzte Instanz für den sicheren Kranbetrieb. Endschalter, Überlastsicherung, Türverriegelung und Sicherheitsbremse bilden ein mehrstufiges Schutzsystem der Steuerung – ihre Zuverlässigkeit entscheidet direkt über die Sicherheit von Personal und Anlage. Kelude Schwerindustrie hat die technischen Verfahren zur Inbetriebnahme dieser Sicherheitssysteme gemäß GB/T 28264 – Sicherheitsüberwachungs- und Managementsystem für Krane – sowie GB 5226.2 – Elektrische Ausrüstung von Maschinen – systematisch aufbereitet.
Hubhöhenbegrenzer fachgerecht einstellen und prüfen
Der Hubhöhenbegrenzer ist die wichtigste Sicherheitseinrichtung gegen das Auffahren des Hakens auf die Hubwerksoberseite. Gemäß GB/T 28264 muss der Sicherheitsabstand zwischen der höchsten Stellung des Anschlagmittels und dem oberen Endschalter mindestens 200 mm betragen. Das Einstellverfahren umfasst folgende Schritte: 1) Den Haken im Tippbetrieb manuell bis nahe an die obere Endlage heben und die Auslöseposition des oberen Endschalters ermitteln. 2) Den Betätigungsarm des Endschalters bzw. den Erfassungsabstand des Näherungsschalters so einstellen, dass der Schaltpunkt der höchsten Stellung des Anschlagmittels plus 200 mm Sicherheitsabstand entspricht. 3) Nach dem Auslösen prüfen, ob das Hubwerk sofort stromlos geschaltet wird (die Senkrichtung muss dabei eingeschaltet bleiben). 4) Den Auslösevorgang dreimal wiederholen, um die Wiederholgenauigkeit sicherzustellen. Hammer-Endschalter und Nockenschalter unterscheiden sich in ihren Eigenschaften: Der Hammer-Endschalter ist einfach aufgebaut, neigt jedoch zu Fehlauslösungen; der Nockenschalter bietet eine hohe Genauigkeit, ist aber aufwendiger einzustellen. Bei Kranen mit Frequenzumrichter und mehrstufiger Geschwindigkeitsregelung ist zusätzlich ein Verzögerungs-Endschalter vorzusehen (Schalter oder Encoder-Schwelle zur vorzeitigen Geschwindigkeitsreduzierung).
| Sicherheitseinrichtung | InbetriebnahmeNorm | Auslösewert | Schutzauslösung | Zyklus |
|---|---|---|---|---|
| Hubhöhenbegrenzer | AnschlagmittelObergrenze≥200mm | Auslösehub | Abschaltung beim Heben/SenkenHalten | vierteljährlich |
| Fahrwegbegrenzer | KatzeSpurweiteBahnende≥200mm | Anschlagauslösung | Abschaltung der Fahrrichtung | vierteljährlich |
| Überlastsicherung | ±5%Genauigkeit | 110%/125%Q | Alarm/Abschaltung bei Stromausfall | jährlich |
| Not-Aus-Taster | Zwangsöffnung der Kontakte≥3mm | Tastbetätigung | Hauptschütz+STOAusschalten | täglich |
Fahrweg-Endschalter für Kranbrücke und Laufkatze einstellen
Die Fahrweg-Endschalter für Kranbrücke und Laufkatze verhindern, dass der Kran über das Schienenende hinausfährt. Die Einstellung erfolgt in folgenden Schritten: 1) An beiden Schienenenden werden Anschlagpuffer montiert (auf der Schienenoberkante aufgeschweißt); 2) Die Kranbrücke bzw. Laufkatze wird mit langsamer Geschwindigkeit (5 Hz) dem Anschlagpuffer angenähert, um die Position zu ermitteln, an der der Endschalter auslöst; 3) Die Position des Anschlagpuffers oder der Endschalterhalterung wird so justiert, dass der Abstand zwischen Radaußenkante und Schienenende nach dem Stillstand ≥ 200 mm beträgt; 4) Nach dem Auslösen des Endschalters ist die Funktion der Gegenrichtung zu prüfen. An beiden Enden der Kranbrücke sind jeweils zwei unabhängige Endschalter (redundant) vorzusehen, die getrennt an die SPS und direkt an das Hauptschütz (Hartverdrahtung) angeschlossen werden.
Überlastsicherung kalibrieren und prüfen
Die Kalibrierung der Überlastsicherung (Traglastbegrenzer) ist eines der wichtigsten Sicherheitsprüfungen bei der Montage & Inbetriebnahme. Kelude Schwerindustrie verwendet ein dreistufiges Kalibrierverfahren mit Standardgewichten, um die Konformität mit GB/T 28264 – Sicherheitsüberwachungs- und Managementsystem sicherzustellen. Die Kalibrierung erfolgt mit Standardgewichten oder einem kalibrierten hydraulischen Kraftmessgerät. Das dreistufige Verfahren umfasst: 1) Nennlast (100 % Q) – die Anzeigeabweichung muss innerhalb von ±5 % liegen; 2) 110 % Q – der akustische und optische Alarm muss auslösen (einstellbar zwischen 105 % und 110 %); 3) 125 % Q – der Abschalt- und Stoppausgang muss auslösen (Heben wird abgeschaltet, Senken bleibt verfügbar). Nach Abschluss der Kalibrierung ist am Bedienfeld ein Kalibrieraufkleber anzubringen, der Datum, Gültigkeit und verantwortliche Person ausweist. Die Überlastsicherung ist jährlich durch eine zugelassene Messstelle zu prüfen.
Bei Traglastbegrenzern mit Bolzensensor muss die Einbaurichtung so gewählt werden, dass die Lastrichtung mit der Empfindlichkeitsachse des Sensors übereinstimmt. Das Sensorkabel ist in einem Metallschlauch zu verlegen und getrennt vom Stromkabel zu führen; der Abstand zum Stromkabel muss ≥ 300 mm betragen (Reduzierung elektromagnetischer Störungen).
Sicherheitseinrichtungen im Verbund testen
Neben den Endschaltern und der Überlastsicherung sind folgende Sicherheitseinrichtungen bei der Inbetriebnahme einzeln zu prüfen: 1) Türverriegelung – bei geöffneter Wartungstür oder Laufkatzentür darf der Kran nicht anlaufen (Unterbrechung des Steuerkreises des Hauptschützes); 2) Schienenklemme/Verankerungseinrichtung – das Klemm- bzw. Verriegelungssignal ist mit der Kranbrücken- und Katzfahrt verriegelt (bei aktiver Klemmung darf die Kranbrücke nicht verfahren); 3) Windmesser – bei Überschreiten des eingestellten Grenzwerts (in der Regel 15 m/s) muss der Außenkran automatisch stoppen und einen Alarm ausgeben; 4) Not-Aus-Taster – bei Betätigung eines Not-Aus-Tasters an einer Bedienstation oder am Bedienfeld müssen das Hauptschütz sofort abschalten und die Bremsen unverzüglich einfallen. Die Aktionslogik aller Sicherheitseinrichtungen muss den Anforderungen der Konstruktionszeichnungen und der Funktionsbeschreibung des Steuerungssystems entsprechen.