JB/T 7687.2-2008 Trommelbremsen für Hebezeuge Norm

JB/T 7687.2-2008 „Hebezeuge – Bremsen – Teil 2: Trommelbremsen“ ist die spezifische Norm für Trommelbremsen an Kranen. Die Norm legt die Bauart, technische Anforderungen, Leistungsparameter, Prüfverfahren und Prüfregeln für Trommelbremsen fest und gilt für Ruhestrombremsen in allen Triebwerken von Hebezeugen.

JB/T 7687.2-2008 ist Teil 2 der Normenreihe für Trommelbremsen an Hebezeugen und definiert die technischen Bedingungen für Trommelbremsen. Trommelbremsen zählen zu den am häufigsten eingesetzten Bremssystemen in den Triebwerken von Kranen. Dieser Beitrag erläutert systematisch die wesentlichen technischen Anforderungen der Norm.

Norm JB/T 7687.2-2008 für Trommelbremsen


Normative Einordnung und Merkmale der Trommelbremse

JB/T 7687.2-2008 ist Teil 2 der Reihe JB/T 7687 und legt die technischen Anforderungen an Trommelbremsen fest. Die Trommelbremse – auch als Backenbremse bezeichnet – ist die traditionellste und am weitesten verbreitete Bremsenbauart an Kranen: Die Bremsbacken werden durch Federkraft gegen die äußere Zylinderfläche der Bremsscheibe gedrückt und erzeugen so das Bremsmoment. Das Öffnen der Bremse erfolgt durch einen Elektromagneten oder einen Hydrostoßantrieb, der die Federkraft überwindet. Die Vorteile der Trommelbremse liegen in ihrer einfachen und zuverlässigen Konstruktion, dem hohen Bremsmoment, den geringen Fertigungskosten sowie der einfachen Einstellung und Wartung. Nachteilig sind die begrenzte Wärmeableitung der Bremsscheibe (bei Dauerbremsung steigt die Übertemperatur, was zu einem Abfall des Reibungskoeffizienten des Bremsbelags führen kann) sowie die Eignung für nicht häufige Bremsvorgänge (z. B. Krane der Klasse A1 bis A5). Der Durchmesser der Bremsscheibe liegt zwischen 160 mm und 800 mm, das zugehörige Bremsmoment zwischen 100 N·m und 20.000 N·m.

Bauarten der Trommelbremse

Die Norm unterscheidet zwei Hauptbauarten: die Kurzhub-Trommelbremse mit Elektromagnet und die Langhub-Trommelbremse mit Elektromagnet. Bei der Kurzhub-Trommelbremse ist der Elektromagnet direkt am Bremsarm montiert (Hub ≤ 5 mm). Sie zeichnet sich durch eine kompakte Bauweise und schnelle Reaktionszeit aus (Anzugszeit ≤ 0,2 s) und eignet sich für kleine Bremsmomente (Bremsscheibendurchmesser ≤ 400 mm). Bei der Langhub-Trommelbremse wirkt der Elektromagnet über ein Hebelsystem auf den Bremsarm; der Bremshub ist größer (10–50 mm). Diese Bauart ist für große Bremsmomente ausgelegt (Bremsscheibendurchmesser 400–800 mm). Darüber hinaus gibt es die Trommelbremse mit Hydrostoßantrieb, bei der der Elektromagnet durch einen Hydrostoßantrieb ersetzt wird. Der Hydrostoßantrieb arbeitet ruckfrei und geräuscharm, weist jedoch eine längere Reaktionszeit auf (≥ 0,5 s). Diese Ausführung eignet sich für Anwendungen, die ein sanftes Bremsverhalten erfordern, beispielsweise Krane mit Frequenzumrichter.

Bremsscheibendurchmesser
160–800 mm Bremsmoment 100–20.000 N·m
Bauart
Kurzhub/Langhub Elektromagnet/Hydrostoßantrieb
Lüftspalt Bremsbacke
0,5–1,5 mm gleichmäßig einstellen
Reibungskoeffizient
0,35–0,45 Betriebstemperatur −20 bis 200 °C
Lebensdauer Belag
≥ 200.000 Bremsungen Wechsel bei ≤ 50 % Verschleiß
Öffnungsreaktion
Elektromagnet ≤ 0,2 s Hydrostoßantrieb ≤ 0,5 s

Technische Anforderungen

Die Norm stellt spezifische Anforderungen an die technische Leistungsfähigkeit der Trommelbremse: Das Bremsmoment bei Nennlüftspalt darf nicht weniger als 90 % des Nennwerts betragen. Die Bremsfeder besteht aus 60Si2Mn oder 50CrVA; nach der Wärmebehandlung muss die Härte HRC 42–47 betragen. Die Feder darf nach 300.000 Druckwechseln unter maximaler Betriebslast keine bleibende Verformung aufweisen. Der Bremsbelag muss einen Reibungskoeffizienten μ ≥ 0,35 aufweisen (bei Temperaturen ≤ 200 °C und Flächenpressung ≤ 1,0 MPa). Die Belagdicke beträgt mindestens 5 mm. Die Bremsscheibe besteht aus ZG 310-570 oder Stahl 45; die Oberfläche wird gehärtet (Härte nach dem Abschrecken HB 280–350, Einhärtetiefe ≥ 2 mm). Die Rauheit der Arbeitsfläche der Bremsscheibe darf Ra ≤ 1,6 μm nicht überschreiten.

Prüfung und Inspektion

Vor Auslieferung wird jede Trommelbremse folgenden Prüfungen unterzogen: Bremsmomentprüfung (Ist-Moment ≥ Nennmoment), Öffnungs- und Schließprüfung (100 Betätigungszyklen ohne Störung), Federlebensdauerprüfung sowie Messung des Isolationswiderstands (≥ 1 MΩ). Nach der Montage sind vom Betreiber folgende Einstellungen vorzunehmen: Lüftspalt zwischen Bremsbacke und Bremsscheibe je Seite 0,5–1,5 mm sowie Einstellung des Federwegs auf das vorgeschriebene Moment gemäß Herstellerhandbuch. Krane von Kelude sind mit hochwertigen Trommelbremsen ausgestattet; das Hubwerk verfügt über eine Doppelbremse (zwei unabhängige Bremsen arbeiten parallel – fällt eine aus, kann die andere die Nennlast allein sicher abbremsen).


Technische Parameter der Trommelbremse im Überblick

Die folgende Vergleichstabelle fasst die zentralen Leistungsparameter der Trommelbremse für die Auswahl und den praktischen Einsatz zusammen.

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Kelude ist ein auf die Herstellung von Industriekranen spezialisiertes Unternehmen, das sich der Bereitstellung effizienter und zuverlässiger Lastenlösungen für die globale Industrie verschrieben hat. Unser Sortiment umfasst eine breite Palette an Kranen, darunter Brückenkrane, Portalkrane, Auslegerkrane sowie Elektroseilzüge und Elektrokettenzüge. Diese Produkte werden in zahlreichen Bereichen eingesetzt, wie der Fertigungsindustrie, Logistik, im Energiesektor und im Maschinenbau.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F:
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F:
Bietet Kelude auch kundenspezifische Kranlösungen an?A: Ja, wir bieten maßgeschneiderte Lösungen an. Unser Team arbeitet eng mit Ihnen zusammen, um einen Kran zu entwickeln, der exakt auf Ihre betrieblichen Anforderungen zugeschnitten ist.

F:
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SpezifikationBremsmoment(N-m)BremsscheibeDurchmesser(mm)anwendbarer Mechanismus
YWZ-200160-250200Hubwerk
YWZ-300400-630300Kranfahren
YWZ-4001000-1600400Kranbrücke/Laufkatze
YWZ-5002500-4000500Kranfahren

Häufige Fragen

F: Warum darf das Bremsspiel der Trommelbremse weder zu groß noch zu klein sein?
A: Ein zu großes Bremsspiel (>1,5 mm) vergrößert den Öffnungshub der Bremse, verlängert die Reaktionszeit und erhöht den Leerweg bei einer Notbremsung – ein klares Sicherheitsrisiko. Zudem kann der Hub des Elektromagneten oder Hydrostoßantriebs an seine Grenze geraten, wodurch die Zug- bzw. Druckkraft nicht mehr ausreicht. Ein zu kleines Bremsspiel (<0,5 mm) verhindert das vollständige Lösen der Bremsbacken von der Bremsscheibe: Selbst bei geöffneter Bremse schleifen die Beläge leicht an – ein sogenanntes „Nachschleifen“. Die Folge sind übermäßige Erwärmung und beschleunigter Verschleiß der Beläge; im Extremfall kann die lokale Überhitzung der Bremsscheibe zum Ausfall der Bremsung führen. Der empfohlene Bereich von 0,5–1,5 mm ist das in der Praxis vielfach verifizierte Optimum.
F: Wie wählt man zwischen einer Hydraulik-Stoßbremse mit Trommelbremse und einer Elektromagnetbremse mit Trommelbremse?
A: Die Elektromagnetbremse zeichnet sich durch schnelles Ansprechen (Öffnen ≤ 0,2 s), kompakte Bauweise und geringe Kosten aus. Allerdings sind die Schaltstöße und der Geräuschpegel hoch (Wechselstrommagnete erzeugen ein „Brummen“). Sie gilt für Krane mittlerer und kleiner Tragfähigkeit (≤ 50 t) sowie für Anwendungen ohne Frequenzumrichtersteuerung. Die Hydraulik-Stoßbremse arbeitet dagegen ruckfrei, geräuscharm und hat eine lange Lebensdauer (≥ 2 Mio. Zyklen). Ihr Ansprechverhalten ist jedoch langsamer (Öffnen ≥ 0,5 s), die Kosten sind höher, und bei niedrigen Temperaturen nimmt die Viskosität des Hydrauliköls zu, wodurch die Bewegung verlangsamt wird. Sie eignet sich für Krane mit Frequenzumrichtersteuerung (die eine sanfte Bremsung erfordern) sowie für häufige Betriebszyklen (Einstufung A6–A8). Generell gilt: Für die Klassen A1–A5 wird die Elektromagnetbremse empfohlen, für A6–A8 die Hydraulik-Stoßbremse.
F: Wie lässt sich das Bremsmoment einer Trommelbremse vor Ort einstellen?
A: Die Einstellung erfolgt über den Federweg der Hauptfeder. Gehen Sie wie folgt vor: 1) Lösen Sie die Lüfteinrichtung der Bremse (Elektromagnet oder Hydrostoßantrieb). 2) Drehen Sie die Einstellmutter der Hauptfeder fest, um den Federweg zu vergrößern (das Bremsmoment erhöht sich), oder lösen Sie sie, um den Federweg zu verringern (das Bremsmoment reduziert sich). 3) Messen Sie das Bremsmoment mit einem Drehmomentschlüssel – montieren Sie dazu einen Drehmomenthebel und einen Kraftmesser an der Bremsscheibe und lesen Sie den Drehmomentwert ab, sobald sich die Bremsscheibe zu drehen beginnt. 4) Nachdem das gewünschte Bremsmoment erreicht ist, sichern Sie die Einstellmutter. Hinweis: Die Druckfeder darf nicht über ihren maximalen Federweg hinaus zusammengedrückt werden, da dies zu einem Blockieren der Feder und damit zum Versagen führen kann. Nach Abschluss der Bremsmoment-Einstellung ist das Lüftspiel der Bremsbacken neu auf 0,5–1,5 mm einzustellen.
F: Wann muss die Bremsscheibe einer Trommelbremse wegen Verschleiß ausgetauscht werden?
A: Die Bremsscheibe ist zu verschrotten und zu ersetzen, wenn folgende Schäden auftreten: 1) Rillen mit einer Tiefe ≥ 0,5 mm auf der Arbeitsfläche (durch Drahtseilbruchstücke oder harte Partikel verursachte lokale Kratzer); 2) Oberflächenrauheit Ra > 3,2 μm (stark aufgeraute Oberfläche, die den Verschleiß der Bremsbeläge beschleunigt); 3) Ermüdungsrisse oder thermische Risse auf der Arbeitsfläche (Oberflächenrissbildung durch wiederholtes Aufheizen und Abkühlen); 4) Verschleiß des Bremsscheibendurchmessers um mehr als 2 % des ursprünglichen Maßes (Maßabweichung führt zu reduziertem Bremsmoment); 5) Koaxialitätsabweichung der Bremsscheibe über 0,1 mm (Schwingungen beim Bremsen). Nach der Verschrottung der Bremsscheibe ist ein Ersatzteil desselben Typs zu verwenden. Eine Reparatur durch Nachdrehen ist unzulässig, da die verringerte Wanddicke die Festigkeit mindert und die Gefahr eines Bruchs besteht.

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