JB/T 11167-2011 Kran Seilrolle Normeninterpretation

JB/T 11167-2011 „Krane – Gewalzte Seilrollen“ ist die Produktnorm für gewalzte Seilrollen im Kranbau. Die Norm legt Klassifizierung, Durchmesserbereich, technische Anforderungen und Prüfverfahren für gewalzte Seilrollen fest und gilt für gewalzte Seilrollen in Hub- und Wippwerken von Brücken-, Portalkranen sowie Turmdrehkranen.

JB/T 11167-2011 ist die Produktnorm für gewalzte Seilrollen in Kranen. Sie definiert den Durchmesserbereich, die technischen Anforderungen, Prüfverfahren und Prüfregeln. Gegenüber gegossenen Seilrollen bieten gewalzte Seilrollen deutliche Vorteile wie geringeres Eigengewicht, höhere Festigkeit und längere Lebensdauer – sie gelten heute als Standard im modernen Kranbau.

JB/T 9559


Fertigungsverfahren und Merkmale gewalzter Seilrollen

Das Fertigungsverfahren für gewalzte Seilrollen nach JB/T 11167-2011: Der Stahlrohling wird erhitzt und anschließend im Walzwerk heiß profiliert – die Walzkaliber formen dabei direkt die Seilrille und den Spurkranz der Rolle. Nach dem Walzen wird das Rohteil normalgeglüht (Abbau von Walzspannungen, Kornfeinung) und anschließend mechanisch bearbeitet (Drehen der Bohrung und der Stirnflächen). Im Vergleich zu gegossenen Seilrollen weisen gewalzte Seilrollen keine Gussfehler auf, und die Metallflusslinien verlaufen durchgehend entlang des Umfangs.

Vorteile gewalzter Seilrollen: Die Dauerfestigkeit liegt 30 % bis 50 % höher als bei gegossenen Seilrollen, das Gewicht ist 20 % bis 30 % geringer (dünnere Wanddicke bei höherer Festigkeit), die Maßgenauigkeit ist höher (die Konsistenz der Seilrillenmaße übertrifft gegossene Seilrollen deutlich), die Oberflächengüte ist besser (reduziert die Seilabnutzung) und die Fertigungseffizienz ist hoch – ideal für die Serienproduktion. Kelude-Seilrollen sind für den Durchmesserbereich Φ200 bis Φ1000 mm in verschiedenen Kranen geeignet.

Durchmesserbereich und Toleranzen

Der in der Norm festgelegte Durchmesserbereich der Seilrollen: Φ200, Φ250, Φ315, Φ355, Φ400, Φ450, Φ500, Φ560, Φ630, Φ710, Φ800, Φ900, Φ1000 mm. Die Abmessungen der Seilrille richten sich nach dem Durchmesser des eingesetzten Drahtseils: Rillenradius an der Sohle R = (0,53 bis 0,57) d (d = Drahtseildurchmesser), Rillentiefe ≥ 1,75 d, Rillenwinkel 30° bis 45°.

Maßtoleranzen: Durchmessertoleranz der Seilrolle nach Qualität h11 (bei Φ500 mm: 0 bis −0,32 mm); Rundlauf der Rillensohle ≤ 0,3 mm (Präzisionsklasse) bzw. ≤ 0,6 mm (Standardklasse); Bohrungstoleranz H7. Der Planlauf der Stirnfläche zur Bohrungsachse beträgt ≤ 0,15 mm (Präzisionsklasse) bzw. ≤ 0,30 mm (Standardklasse).

Wärmebehandlung und Verschleißfestigkeit

Die in der Norm geforderten Wärmebehandlungen: Die Oberfläche der Seilrille ist induktiv zu härten oder einzusatzhärten – die Einhärtetiefe beträgt ≥ 2 mm, die Härte HRC 45 bis 55. Spurkranz und Nabe der Rolle können je nach Nutzungsanforderungen vergütet werden (Härte HB 250 bis 300). Nach der Wärmebehandlung ist die Rolle anzulassen, um Spannungen abzubauen; Härterisse sind nicht zulässig.

Verschleißgrenzen der Seilrille: Überschreitet der Verschleißbetrag am Sohlen-Durchmesser der Seilrille 25 % des Drahtseildurchmessers, ist die Rolle auszutauschen (Beispiel: Bei einer Rolle für Φ20 mm Drahtseil ist ein Verschleiß von ≥ 5 mm an der Rillensohle austauschrelevant). Beträgt der Wanddickenverschleiß mehr als 20 % der ursprünglichen Wanddicke, ist die Rolle ebenfalls zu ersetzen. Auch wenn der Rillenradius R durch Verschleiß so groß wird, dass das Drahtseil in der Rille Spiel bekommt, ist ein Austausch erforderlich.

Inspektion und Abnahme

Umfang der Werksabnahme: Sichtprüfung (visuelle Kontrolle auf Oberflächenfehler und Bearbeitungsqualität), Maßprüfung (Durchmesser, Seilrillenmaße, Bohrungstoleranz), Härteprüfung (je 3 Messpunkte an der Rillenoberfläche und im Kern) sowie Prüfung des statischen Auswuchtens (zulässiges Unwucht-Drehmoment ≤ Eigengewicht der Rolle × 0,002 · R, R = Radius in m). Die Typprüfung erfolgt alle 5 Jahre.

Inspektion im Betrieb: Alle 3 Monate sind der Verschleißbetrag der Seilrille und der Oberflächenzustand zu prüfen sowie die Leichtgängigkeit der Seilrollenlager und das Axialspiel zu kontrollieren (bei Spiel über 2 mm ist das Lager auszutauschen). Alle 6 Monate ist der Sohlen-Durchmesser der Seilrille zu messen. Einmal jährlich ist eine Magnetpulverprüfung durchzuführen (Schwerpunkt: R-Übergangszone am Spurkranzfuß und Passfedernutenbereich).

Seilrollendurchmesser

Φ200~Φ1000mm

D/d-Verhältnis


Brückenkran ≥20Hüttenkran ≥30

Rillenradius

R=(0,53~0,57)d

Gewichtsvorteil

20%~30% leichter als Guss

Dauerfestigkeit

30%~50% höher als Guss

Lebensdauer des Lagers

8000~12000 Betriebsstunden

Kelude Portalkran – Technische Analyse und Anwendung

Der Portalkran von Kelude ist ein unverzichtbares Werkzeug für moderne Industrie- und Logistikprozesse. Seine robuste Konstruktion und hohe Anpassungsfähigkeit machen ihn zur ersten Wahl für anspruchsvolle Einsatzbereiche. Dieser Artikel bietet einen detaillierten Überblick über die technischen Merkmale, Einsatzmöglichkeiten und wirtschaftlichen Vorteile dieser Kransysteme.

Robuste Konstruktion für höchste Beanspruchung

Das Design des Kelude-Portalkrans folgt streng den Anforderungen der DIN 15018 und gewährleistet so eine außergewöhnliche Stabilität und Langlebigkeit. Die Hauptträgerkonstruktion ist für den Dauereinsatz ausgelegt und bietet eine hohe Tragfähigkeit bei gleichzeitig geringem Eigengewicht. Die präzisionsgefertigten Komponenten minimieren den Verschleiß und senken die Wartungskosten erheblich.

Dank der modularen Bauweise lässt sich der Kran flexibel an verschiedene Hallen- und Freigeländegeometrien anpassen. Die Spannweiten und Hubhöhen können entsprechend den spezifischen Anforderungen konfiguriert werden, ohne die Stabilität der Gesamtstruktur zu beeinträchtigen. Dies macht den Kran zu einer zukunftssicheren Investition.

Präzise Steuerung und hohe Betriebssicherheit

Die Steuerungstechnik des Krans entspricht der EN 60204-32 und ermöglicht eine feinfühlige Lastpositionierung. Integrierte Sicherheitsfunktionen wie Überlastschutz und Not-Aus-Systeme gewährleisten einen geschützten Betrieb. Die optionale Funkfernsteuerung erhöht die Flexibilität und verbessert die Sichtverhältnisse für das Bedienpersonal erheblich.

Die elektrischen Antriebe sind für eine hohe Einschaltdauer ausgelegt und bieten ein hervorragendes Drehmomentverhalten. Sanftanlauf und Sanftstopp reduzieren Lastpendelungen und schonen sowohl das Fördergut als auch die Kranstruktur. Dies führt zu einer spürbaren Steigerung der Produktivität im täglichen Betrieb.

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten in Industrie und Logistik

Der Kelude-Portalkran eignet sich für ein breites Spektrum an Anwendungen, von der Fertigung bis zur Verladung. In Werkhallen unterstützt er den Materialfluss effizient, während er im Freigelände schwere Lasten präzise bewegt. Seine Anpassungsfähigkeit an verschiedene Lastaufnahmemittel, wie Greifer oder Traversen, erhöht die Wirtschaftlichkeit zusätzlich.

Durch die Option, den Kran als Vollportal oder Halbportal auszuführen, kann er optimal an bestehende Gebäudestrukturen angebunden werden. Auch der Einsatz als mobiles System auf Schienen ist möglich, was eine flexible Nutzung über große Distanzen hinweg erlaubt. Diese Vielseitigkeit reduziert den Bedarf an mehreren Spezialmaschinen.

Wirtschaftlichkeit und langfristige Wertbeständigkeit

Die Investition in einen Kelude-Portalkran amortisiert sich durch geringe Betriebskosten und eine hohe Verfügbarkeit. Energieeffiziente Antriebe und wartungsarme Komponenten senken die laufenden Ausgaben. Zudem sorgt die robuste Bauweise für eine lange Lebensdauer, was die Gesamtbetriebskosten über den Lebenszyklus hinweg reduziert.

Ein weiterer wirtschaftlicher Vorteil ist die schnelle Amortisation durch gesteigerte Umschlagsleistung. Die hohe Arbeitsgeschwindigkeit bei gleichzeitiger Präzision verkürzt die Zykluszeiten und erhöht den Durchsatz. Unternehmen profitieren somit von einer schnellen Kapitalrückführung und einer verbesserten Wettbewerbsposition.

Technische Spezifikationen im Überblick

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten technischen Daten des Standardmodells zusammen. Individuelle Anpassungen sind auf Anfrage verfügbar.

ModellKelude KP-20
Tragfähigkeit20.000 kg
Spannweite25,0 m
Hubhöhe12,0 m
Hubgeschwindigkeit0 – 8 m/min
Kranfahrgeschwindigkeit0 – 40 m/min
NormDIN 15018, EN 60204-32

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Welche Wartungsintervalle sind für den Portalkran empfohlen?

A: Die Wartungsintervalle richten sich nach der Einsatzintensität. Grundsätzlich wird eine Sicht- und Funktionsprüfung monatlich sowie eine umfassende Wartung halbjährlich empfohlen. Die genauen Vorgaben entnehmen Sie bitte dem Wartungshandbuch.

F: Kann der Kran mit einer Funkfernsteuerung nachgerüstet werden?

A: Ja, alle Modelle können optional mit einer Funkfernsteuerung ausgestattet werden. Die Nachrüstung ist auch bei bereits installierten Kranen möglich und wird von unserem Serviceteam durchgeführt.

F: Welche Garantieleistungen sind im Kaufpreis enthalten?

A: Der Kaufpreis beinhaltet eine Herstellergarantie von 24 Monaten auf alle mechanischen und elektrischen Komponenten. Die Garantie umfasst Material- und Funktionsfehler, ausgenommen sind Verschleißteile.

F: Bietet Kelude Schulungen für das Bedienpersonal an?

A: Ja, wir bieten umfassende Schulungen für Kranführer und Wartungspersonal an. Die Schulungen finden sowohl in unseren Räumlichkeiten als auch direkt bei Ihnen vor Ort statt.

ParameterGewalzte SeilrolleGegossene Seilrolle
FertigungsverfahrenStranggieß-WarmwalzenRoheisen/RoheisenGießenStranggieß-Warmwalzen
Metallflussliniekontinuierliche Verteilungdiskontinuierlich
Dauerfestigkeithochmittel
Gewichtleicht(leicht20%~30%)schwer
geeigneter DurchmesserΦ200~Φ1000mmΦ200~Φ2000mm
Kostenmittlere Serienproduktionniedrig bei Einzel- und Kleinserie

Häufige Fragen

F: Welche Vorteile bietet eine gewalzte Seilrolle gegenüber einer gegossenen?

A: Gewalzte Seilrollen zeichnen sich durch eine durchgehende Metallflusslinie aus, was eine um 30 % bis 50 % höhere Dauerfestigkeit im Vergleich zu gegossenen Rollen bedeutet. Zudem weisen sie keine Gussfehler auf, sind 20 % bis 30 % leichter, bieten eine höhere Maßgenauigkeit und ermöglichen eine effizientere Fertigung. Gegossene Seilrollen eignen sich hingegen für große Durchmesser (> 1.000 mm) und komplexe Geometrien und bieten eine größere Auswahl an Materialien. Empfehlung zur Auswahl: Für Durchmesser von Φ200 bis Φ1.000 mm sind gewalzte Seilrollen die bevorzugte Wahl.

F: Was sind die Verschleißgrenzen und Austauschkriterien für den Seilrillengrund?

A: Ein Austausch ist erforderlich, wenn der Durchmesserverschleiß am Grund der Seilrille mehr als 25 % des Drahtseildurchmessers beträgt. Ebenso ist die Rolle zu ersetzen, wenn die Wanddicke der Rillenflanken um mehr als 20 % der ursprünglichen Wanddicke abgenutzt ist. Auch wenn der Rillenradius R durch Verschleiß so stark zunimmt, dass das Drahtseil lose wird oder aus der Rille springen kann, muss die Rolle ausgetauscht werden. Verschleiß an der Seilrille kann durch Auftragsschweißen repariert werden.

F: Welche Anforderungen gelten für die Abstimmung von Seilrolle und Drahtseil?

A: Das Verhältnis von Seilrollendurchmesser D zum Drahtseildurchmesser d muss folgende Werte erfüllen: für das Heben bei Brückenkranen D/d ≥ 20, bei Portalkranen D/d ≥ 25 und in der Metallurgie D/d ≥ 30. Der Rillenradius sollte R = (0,53 bis 0,57) × d betragen. Ist die Seilrille zu flach (Rillentiefe < 1,75 × d), besteht die Gefahr, dass das Drahtseil aus der Rille springt.

F: Welche Wartungsintervalle und Schmieranforderungen gelten für Seilrollenlager?

A: Die Lager sind alle 3 Monate mit Lithiumfett nachzuschmieren. Einmal jährlich sollten die Lager gereinigt und mit neuem Fett befüllt werden. Die Betriebstemperatur der Lager darf 80 °C nicht überschreiten. Bei spürbarem Drehwiderstand oder einer axialen Lagerspiels von mehr als 2 mm ist das Lager auszubauen, zu inspizieren und gegebenenfalls zu ersetzen. Die Lebensdauer der Lager beträgt in der Regel 8.000 bis 12.000 Betriebsstunden.

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