GB/T 23201-2008 Brückenkran-Getriebe Technische Bedingungen
DIN 15018 – Getriebe für allgemeine Brückenkrane: Die Norm GB/T 23201-2008 legt die Produktnorm für Sondergetriebe von Brückenkranen fest. Sie definiert Typen, Tragfähigkeit, Übersetzungsverhältnisse und technische Anforderungen für Hubgetriebe sowie für Kran- und Katzfahrwerke. Dieser Beitrag erläutert die normgerechten Getriebetypen, Auswahlparameter und Prüfanforderungen.
Die Norm GB/T 23201-2008, veröffentlicht und in Kraft seit 2008, gilt für Stirnradgetriebe in Hubwerken sowie in Kran- und Katzfahrwerken von allgemeinen Brückenkranen. Sie dient als technische Grundlage für die Auswahl und Beschaffung von Getrieben für Brückenkrane. Die Getriebe der QD/LH-Typen von Kelude Schwerindustrie werden gemäß dieser Norm ausgelegt.
Getriebetypen und Typenbezeichnungen
Die Norm umfasst drei Getriebebaureihen: QJ-Typ (für Hubwerke), QJR-Typ (für Kranfahrwerke) und QJS-Typ (für Katzfahrwerke). Die Typenbezeichnung setzt sich aus Getriebetyp, Achsabstand, Übersetzungsverhältnis und Montageart zusammen. Beispielsweise bezeichnet QJ-315-20-Ⅰ ein Hubgetriebe mit einem Achsabstand von 315 mm und einem Übersetzungsverhältnis von 20.
Achsabstandsreihe: 150, 180, 200, 224, 250, 280, 315, 355, 400, 450, 500, 560, 630, 710, 800 mm. Üblicherweise werden für Hubwerke die Reihen 315–560 mm, für Kranfahrwerke 200–400 mm und für Katzfahrwerke 150–280 mm eingesetzt.
Tragfähigkeit und Übersetzungsverhältnisse
Die Norm legt für jeden Getriebetyp das zulässige Abtriebsdrehmoment und die thermische Leistung fest. Bei der Auswahl müssen sowohl die mechanische Festigkeit (Dauerfestigkeit plus kurzzeitige Überlast) als auch das thermische Gleichgewicht erfüllt sein. Die Übersetzungsverhältnisse umfassen 10, 12,5, 16, 20, 25, 31,5, 40, 50 und 63.
Zulässige Drehmomente: Am Beispiel der QJ-Baureihe beträgt das Nenn-Abtriebsdrehmoment für QJ-315 ca. 4,5 kN·m, für QJ-400 ca. 9,0 kN·m und für QJ-500 ca. 17,5 kN·m.
Auswahlreferenz: Getriebe im Vergleich
| Typ | Achsabstandmm | Übersetzungsverhältnis | Nenndrehmomentk N·m | anwendbarer Mechanismus | anwendbare Tragfähigkeit |
|---|---|---|---|---|---|
| QJ-280 | 280 | 20~50 | 3.2 | Heben / Anheben | ≤5t |
| QJ-315 | 315 | 20~50 | 4.5 | Heben / Anheben | ≤10t |
| QJ-400 | 400 | 20~50 | 9.0 | Heben / Anheben | ≤20t |
| QJ-500 | 500 | 20~50 | 17.5 | Heben / Anheben | ≤50t |
| QJR-315 | 315 | 12.5~40 | 4.0 | Kranfahren | ≤20t |
| QJS-280 | 280 | 12.5~40 | 2.8 | Katzfahren | ≤20t |
| Kelude-Empfehlung | Hubgetriebegemäß1.3fach Sicherheitsfaktor Auswahl, gewährleisten Lebensdauer≥10Jahr | ||||
Häufige Fragen zu QJ-Getrieben
F: Sind das QJ-Hubgetriebe und das QJR-Fahrgetriebe austauschbar?
A: Nicht direkt. Das Hubgetriebe (QJ) ist für schwere Lasten, niedrige Drehzahlen und häufige Anfahr-/Bremsvorgänge ausgelegt; die Konstruktion berücksichtigt Schlaglasten und Bremsmomente. Das Fahrgetriebe (QJR) ist für leichte Lasten, hohe Drehzahlen und intermittierenden Betrieb ausgelegt. Beide unterscheiden sich in Zahnradfestigkeit, Lagerauswahl und Gehäusesteifigkeit. Bei gleichem Achsabstand sind die Einbaumaße jedoch identisch, sodass ein Austausch bei Bedarf möglich ist.
F: Warum müssen bei der Getriebeauswahl sowohl Festigkeit als auch thermische Leistung überprüft werden?
A: Der Festigkeitsnachweis stellt sicher, dass Zahnräder und Lager bei maximaler Last nicht beschädigt werden. Die Überprüfung der thermischen Leistung gewährleistet, dass die Schmieröltemperatur im Dauerbetrieb den zulässigen Grenzwert (in der Regel ≤ 85 °C) nicht überschreitet. Bei langsam laufenden Hubwerken mit schweren Lasten ist meist die Festigkeit maßgebend; bei schnell laufenden Kranfahrwerken im Dauerbetrieb dominiert die thermische Leistung. Beide Bedingungen müssen gleichzeitig erfüllt sein.
F: Was sind häufige Ursachen für ungewöhnliche Geräusche am Getriebe?
A: Ungewöhnliche Geräusche lassen sich in drei Kategorien einteilen: ① Periodisches Zahneingriffsgeräusch – schlechter Zahneingriff oder Grübchenbildung auf der Zahnflanke; ② Gleichmäßiges Brummen – zu großes Lagerspiel oder unzureichende Schmierung; ③ Unregelmäßiges metallisches Klappern – Zahnbruch oder Schaden am Lagerkäfig. Bei ungewöhnlichen Geräuschen sofort anhalten, Sichtfenster öffnen und Zahnflanken sowie Schmierölzustand prüfen.
F: Wie lange ist das Ölwechselintervall beim Getriebe?
A: Nach den ersten 200–300 Betriebsstunden sollte der erste Ölwechsel erfolgen (Einfahrphase). Im Normalbetrieb wird für L-CKD320-Industriegetriebeöl ein Wechsel alle 6–12 Monate empfohlen, abhängig von der Triebwerksgruppe. Bei Triebwerksgruppe A5 und darunter einmal jährlich, bei A6 und darüber alle sechs Monate. Beim Ölwechsel sollte der Bodensatz im Gehäuse entfernt werden.