Hafenportalhubkran GB/T 17496-2009
DIN EN 13000 – Technische Bedingungen für Hafenportalhubkrane Diese Norm legt die technischen Anforderungen, Prüfverfahren, Prüfregeln sowie Kennzeichnung, Verpackung, Lagerung und Transport für Hafenportalhubkrane fest. Sie ergänzt die Produktnorm für Hafenportalhubkrane als zugehörige technische Bedingungsnorm.
DIN EN 13000 definiert die technischen Bedingungen für Hafenportalhubkrane und regelt deren Klassifizierung, technische Anforderungen, Prüfverfahren und Prüfregeln. Hafenportalhubkrane sind zentrale Umschlaggeräte im Hafen für Schüttgut und Stückgut und zeichnen sich durch hohe Tragfähigkeit, flexible Wippbewegungen und großen Schwenkbereich aus.
Produktklassifizierung und Hauptstruktur
Die Hauptstruktur des Hafenportalhubkrans nach DIN EN 13000 umfasst: Das Portalunterbau – über Laufräder auf der Fahrschiene abgestützt; der Innenraum des Portalrahmens ermöglicht die Durchfahrt von Eisenbahnwagen und LKW – ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal gegenüber anderen Portalwippdrehkranen. Die Drehbühne – auf der Drehverbindung im oberen Bereich des Portalunterbaus montiert, trägt sie Ausleger, Hubwerk, Wippwerk und Drehwerk.
Auslegersystem – Hafenportalhubkrane verwenden entweder einen Gitterausleger oder einen Kastenausleger. Der Gitterausleger ist leicht und windarm, ideal für große Arbeitsradien; der Kastenausleger bietet hohe Steifigkeit und große Tragfähigkeit. Hubwerk – ausgelegt als Doppeltrommel- oder Mehrfachtrommelkonstruktion (eine Trommel für das Haupthubwerk, eine weitere für das Hilfshubwerk oder die Greifer-Öffnen-und-Schließen-Funktion). Wippwerk – als Zahnstangen- oder Spindelwippwerk ausgeführt.
Technische Parameter und Leistungsmerkmale
Die Kerndaten der Norm: Tragfähigkeit 5–60 t (Hakenbetrieb) bzw. 5–40 t (Greiferbetrieb). Arbeitsradius – Maximale Ausladung 25–45 m, Minimale Ausladung 7–12 m. Hubhöhe – 12–28 m über Schienenoberkante, 10–20 m unter Schienenoberkante. Triebwerksgruppe A6 bis A8 (schwere bzw. besonders schwere Ausführung). Hubgeschwindigkeit 30–60 m/min.
Wippgeschwindigkeit 30–60 m/min. Schwenkgeschwindigkeit 1–1,5 min⁻¹. Spurweite (Laufradabstand der Kranbrücke) 6–15 m. Radstand (Abstand der Portal-Laufräder in Fahrtrichtung) 6–12 m. Fahrgeschwindigkeit 15–30 m/min. Die Arbeitsweise der einzelnen Triebwerke ist als S3-Intervallbetrieb mit einer Einschaltdauer von 40 %–60 % definiert.
Sicherheitseinrichtungen und Schutzsysteme
Vorgeschriebene Sicherheitseinrichtungen: Traglastbegrenzer (Alarm und Abschaltung des Hubwerks bei Überlast), Lastmomentbegrenzer (verhindert Umkippen bei zu großer Ausladung), Hubhöhenbegrenzer, Senkendschalter, Wippen-Endschalter (für maximale und minimale Ausladung) sowie Drehbegrenzer (begrenzt den Schwenkwinkel und verhindert Kabelschäden). Windmesser (automatischer Alarm ab Windstärke 6).
Zusätzlich sind Kollisionsschutzsysteme erforderlich (verhindert Zusammenstöße mehrerer Krane auf derselben Fahrschiene). Windsicherung – Schienenklemme (klemmt die Schiene nach Betriebsende), Verankerungseinrichtung (fixiert den Kran bei Sturmwarnung) sowie Windschutzseil. Fahrwegbegrenzer und Puffer an allen Triebwerken – an beiden Enden der Fahrschiene sind Prellböcke und Puffer vorgeschrieben.
Prüfung und Inspektion
Werksabnahme: Leerlaufprüfung (vollständiger Betrieb aller Triebwerke zur Kontrolle der Funktionssicherheit und der Endschalter), Nennlastprüfung (100 % SWL – umfassende Prüfung unter Nennlast) sowie Statische Belastungsprüfung (1,25-fache Nennlast zur Kontrolle der Verformung der Hauptstrukturbauteile). Die Typprüfung erfolgt alle 5 Jahre und umfasst zusätzlich Ermüdungslebensdauer- und Dauerprüfungen.
Regelmäßige Inspektionen: Tägliche Kontrolle der Bremsen, Endschalter und Sicherheitseinrichtungen aller Triebwerke. Monatliche Prüfung der Hauptstruktur (Portalunterbau, Ausleger, Drehbühne) auf Schweißnähte und Grundwerkstoff. Vierteljährliche Kontrolle der Schienenfundamente auf Setzung und Spurweitenänderungen. Jährliche gründliche Sicherheitsbewertung und Lastprüfung. Korrosionsschutzprüfung – alle 2 Jahre Kontrolle des Beschichtungszustands mit zeitnaher Ausbesserung (hohe Korrosionsbelastung in Meeresumgebung). Kelude Schwerindustrie bietet passende Produkte und technische Dienstleistungen an.
Tragfähigkeit
5–60 t
Arbeitsradius
Max. Ausladung 25–45 m
Min. Ausladung 7–12 m
Hubhöhe
12–28 m über SO
10–20 m unter SO
Triebwerksgruppe
A6 bis A8
Schwenkwinkel
360°-Vollschwenk
Wippgeschwindigkeit
30–60 m/min
Kelude Industrieausrüstung GmbH
Kelude ist ein führender Hersteller von Industriekränen und Hebezeugen mit über 20 Jahren Erfahrung in der Entwicklung und Fertigung. Unser Sortiment umfasst Brückenkrane, Portalkrane, Elektroseilzüge und weitere Hebelösungen für anspruchsvolle Industrieanwendungen. Alle Produkte werden nach höchsten Qualitätsstandards gefertigt und erfüllen die Anforderungen der einschlägigen DIN- und EN-Normen.
Maßgeschneiderte Kranlösungen für die Industrie
Wir liefern standardisierte Einzelkomponenten ebenso wie komplette, projektspezifische Krananlagen. Dank moderner Fertigungsmethoden und eines erfahrenen Ingenieurteams realisieren wir auch anspruchsvolle Sonderlösungen – stets abgestimmt auf Ihre betrieblichen Anforderungen und die geltenden Sicherheitsvorschriften.
| Produktbereich | Beschreibung |
| Brückenkrane | Ein- und Zweiträgerkrane für Lasten bis zu 100 t, Spannweiten bis zu 40 m |
| Portalkrane | Voll- und Halbportalkrane für den Außen- und Innenbereich, auch als Wandelkrane |
| Elektroseilzüge | Kompakte und wartungsfreundliche Seilzüge mit hoher Hubgeschwindigkeit |
| Steuerungen | Moderne Funk- und Kabelsteuerungen mit Sanftanlauf und Lastkollektivüberwachung |
Technische Details und Normenkonformität
Unsere Krane werden gemäß DIN 15018 (Tragwerksberechnung) und EN 13000 (Sicherheit) ausgelegt. Die elektrische Ausrüstung entspricht EN 60204-32. Auf Wunsch liefern wir alle Komponenten mit Werkszeugnissen und Konformitätserklärungen.
Ein besonderes Merkmal ist die niedrige Bauhöhe unserer Zweiträgerkrane – sie ermöglicht eine optimale Raumausnutzung in Hallen mit begrenzter Stapelhöhe. Zusätzlich bieten wir optional eine Pendelsicherung (Anti-Sway-System) für präzises Positionieren der Last an.
Häufige Fragen (FAQ)
F: Welche Traglasten sind bei Brückenkranen möglich?
A: Standardmäßig bauen wir Brückenkrane von 1 t bis 100 t Tragfähigkeit. Sonderkonstruktionen bis 250 t sind auf Anfrage realisierbar.
F: Bieten Sie auch Wartungsverträge an?
A: Ja, wir bieten deutschlandweit Wartungs- und Inspektionsverträge nach DGUV Vorschrift 3 an. Unsere Techniker führen regelmäßige Sicherheitschecks und Verschleißprüfungen durch.
F: Wie lange beträgt die Lieferzeit für einen Standardkran?
A: Für Standardmodelle liegen die Lieferzeiten zwischen 8 und 12 Wochen nach Auftragsbestätigung. Individuelle Sonderanfertigungen benötigen in der Regel 16 bis 20 Wochen.
Kontakt und Beratung
Unser Vertriebsteam berät Sie gerne bei der Auswahl der passenden Kranlösung. Kontaktieren Sie uns per E-Mail oder Telefon – wir erstellen Ihnen ein unverbindliches Angebot.
Kelude Industrieausrüstung GmbH
Musterstraße 12
12345 Musterstadt
Deutschland
Tel: +49 123 4567890
E-Mail: info@kelude.de
| Parameter | Hafenportalhubkran | Standard Portalwippdrehkran |
|---|---|---|
| Tragfähigkeit | 5~60t | 5~100t |
| Triebwerksgruppe | A6~A8 | A4~A6 |
| Hubgeschwindigkeit | 30~60m/min | 10~20m/min |
| Arbeitsleistung | hoch | mittel |
| Automatisierungsgrad | hoch(optional SPS-Steuerung) | Manueller Betrieb |
| Korrosionsschutz Anforderungen | hoch(Meeresumgebung) | mittel |
Häufige Fragen
F: Wie ist die Hauptstruktur eines Hafenportalhubkrans aufgebaut?
A: Ein Hafenportalhubkran besteht aus dem Portalrahmen (Portalunterbau), der Drehbühne, dem Auslegersystem, dem Hubwerk, dem Wippwerk, dem Drehwerk und dem Fahrwerk. Der Portalrahmen stützt sich über Laufräder auf der Schiene ab; im Inneren des Portalrahmens bleibt Raum für den Durchgang von Eisenbahnwaggons und LKW. Die Drehbühne ist über die Drehverbindung auf dem Portalrahmen montiert und trägt den Ausleger sowie die einzelnen Triebwerke. Der Ausleger ist als Gitter- oder Kastenträgerkonstruktion ausgeführt.
F: Worin unterscheidet sich ein Hafenportalhubkran von einem Standard-Portalwippdrehkran?
A: Der Hafenportalhubkran ist für eine höhere Triebwerksgruppe ausgelegt (A6~A8) und erreicht deutlich höhere Hub- und Wippgeschwindigkeiten (30~60 m/min), da im Hafenbetrieb eine höhere Umschlagleistung gefordert wird. Zudem ist ein anspruchsvolleres Beschichtungssystem erforderlich, das der korrosiven Atmosphäre der Meeresluft standhält. Darüber hinaus ist der Automatisierungsgrad höher: Hafenportalhubkrane können mit SPS-Steuerung und Container-Spreader ausgerüstet werden.
F: Welche Sicherheitseinrichtungen sind bei Hafenportalhubkranen vorgeschrieben?
A: Vorgeschrieben sind: Traglastbegrenzer (mit Überlastalarm und Abschaltung des Hubwerks), Lastmomentbegrenzer (zur Verhinderung des Umkippens bei zu großer Ausladung), Hubhöhenbegrenzer, Senkendschalter, Ausleger-Endschalter, Drehbegrenzer sowie ein Windmesser (automatischer Alarm ab Windstärke 6). Zusätzlich muss bei mehreren Kranen auf derselben Schiene ein Kollisionsschutz installiert sein.
F: Welche Anforderungen gelten für Korrosionsschutz und Rostschutz bei Hafenportalhubkranen?
A: Aufgrund der korrosiven Meeresatmosphäre sind hohe Anforderungen an den Korrosionsschutz zu stellen: Die Stahlkonstruktion ist sandzustrahlen (Sa2,5). Das Beschichtungssystem umfasst eine Grundierung (Zinkstaub-Grundierung, Trockenschichtdicke ≥ 80 μm), eine Zwischenbeschichtung (Epoxid-Micaceous-Eisenoxid, ≥ 120 μm) und eine Deckbeschichtung (Polyurethan, ≥ 80 μm). Die Gesamttrockenschichtdicke muss ≥ 280 μm betragen. Der Beschichtungszustand ist alle 2 Jahre zu prüfen und bei Bedarf auszubessern.