Einträger-Brückenkran LD-Typ: Aufbau & Einsatzbereiche
Der elektrische Einträger-Brückenkran vom Typ LD ist das am häufigsten eingesetzte Leicht- bis Mittelhubgerät in kleinen und mittleren Werkshallen. Tragfähigkeit 1–20 t, Spannweite 7,5–31,5 m, Triebwerksgruppe A3–A5. Der Hub erfolgt über einen CD1/MD1-Elektroseilzug, die Trägerkonstruktion ist als Kastenprofil ausgeführt. Standardmäßig mit Bodensteuerung und Funkfernsteuerung als Doppelbedienung.
Einträger-Brückenkran Typ LD: Aufbau & Funktion
Der elektrische Einträger-Brückenkran Typ LD (auch als Einträger-Laufkran oder elektrischer Einträger-Brückenkran bekannt) zählt zu den meistgenutzten Hebezeugen für leichte bis mittlere Lasten in Industriehallen. Die Konstruktion mit einem einzigen Hauptträger, an dem die Laufkatze mit der Last hängt, ist einfach, wirtschaftlich und bewährt. Typische Einsatzbereiche sind Werkshallen mit Tragfähigkeiten bis 20 t und Spannweiten bis 35 m. Der Elektroseilzug verfährt entlang der Unterkante des Hauptträgers und übernimmt sowohl das vertikale Heben als auch den horizontalen Transport.
Gegenüber dem Zweiträger-Brückenkran überzeugt die Einträger-Bauweise durch geringeres Eigengewicht und eine kleinere Bauhöhe. Das senkt die erforderliche Hallenhöhe und macht sie zur wirtschaftlichsten Hebelösung mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. In deutschen und europäischen Fertigungsbetrieben deckt der Einträger-Laufkran den Großteil der innerbetrieblichen Hebeaufgaben ab und gilt als Standardlösung für Produktionslinien und Werkslogistik.
Konstruktion im Detail: Die 5 Kernkomponenten
Der elektrische Einträger-Brückenkran Typ LD besteht aus fünf tragenden Systemen, die nachfolgend erläutert werden.
1. Hauptträger
Der Hauptträger ist als Kastenprofil oder H-Träger-Schweißkonstruktion ausgeführt und bildet das tragende Rückgrat der gesamten Krananlage. Das verwendete Stahlblech besteht in der Regel aus Q235B (≈S235JR) oder Q345B (≈S355J2) und wird nach dem automatischen Unterpulverschweißen gerichtet und anschließend kugelgestrahlt.
- Der Trägerquerschnitt ist als geschlossenes Kastenprofil ausgeführt – bestehend aus oberem Flanschblech, unterem Flanschblech und zwei Stegblechen
- Das untere Flanschblech dient als Fahrschiene für den Elektroseilzug und muss eine Geradheit von ≤2 mm/m aufweisen
- Die Vorbiegung in Trägermitte wird auf (1/1000–1/700) L eingestellt, um die elastische Verformung unter Last auszugleichen
- Bei großen Spannweiten (≥22,5 m) wird der Träger mit vorgebogener Kontur gefertigt
2. Kopfträger
Die Kopfträger sitzen an beiden Enden des Hauptträgers, nehmen das Eigengewicht der gesamten Kranbrücke auf und übertragen die Last über die Laufräder auf die Fahrschiene. Jeder Kopfträger ist an beiden Enden mit je einem Radblock (Antriebs- und Laufrad) ausgestattet.
- Die Verbindung zwischen Kopfträger und Hauptträger erfolgt über Hochfeste Schrauben – ideal für Transport und Montage vor Ort
- Die Laufräder bestehen aus Stahlguss ZG310-570 mit einer Laufflächenhärte von HB 300–380
- Die Spannweitenabweichung der Kopfträger wird auf ±3 mm begrenzt, um eine gleichmäßige Lastverteilung auf alle vier Räder sicherzustellen
3. Elektroseilzug
Der Elektroseilzug ist das Hubwerk des Einträger-Laufkrans. Er hängt am unteren Flansch des Hauptträgers und verfährt horizontal über die gesamte Hallenlänge.
- Hubmotor: Kegelläufermotor als Asynchronmotor mit integrierter Bremse (Bremswirkung bei Stromausfall)
- Getriebe: dreistufiges Schrägstirnradgetriebe mit Verzahnungsqualität Stufe 7
- Drahtseil: 6×37 Kreuzschlag, Sicherheitsfaktor ≥5 (gemäß Norm DIN 15018)
- Hubgeschwindigkeit: Standard 8 m/min (mit Zweigang-Ausführung 0,8/8 m/min)
- Fahrgeschwindigkeit: 20 m/min (mit Frequenzumrichter stufenlos 5–30 m/min)
4. Kranfahrwerk
Das Kranfahrwerk bewegt die gesamte Kranbrücke entlang der Hallenschiene.
- Antriebsart: Einzelantrieb (je ein unabhängiger Antrieb an beiden Enden) oder Zentralantrieb
- Motor: Kegelläufermotor der Baureihe ZDY mit integrierter Bremse
- Getriebe: senkrechtes dreistufiges Zahnradgetriebe, Übersetzung abhängig von der Fahrgeschwindigkeit
- Bremsung: Bremsung bei Stromausfall plus mechanisch wirkende Bremsen
5. Elektrisches System
Die Stromversorgung des Typs LD erfolgt über eine geschlossene Schleppleitung oder einen Kabelwagen. Die Steuerung ist standardmäßig als Doppelbedienung mit Bodensteuerung und Funkfernsteuerung ausgelegt.
- Stromversorgung: H-Träger-Schleppleitung (Kupferschiene 10–50 mm²) oder C-Schienen-Kabel
- Steuerung: Schütz- und Relaislogik, optional mit SPS und Frequenzumrichter
- Schutzeinrichtungen: Endschalter (Hub-Endabschaltung und Fahrweg-Endabschaltung), Not-Aus-Taster, Phasenausfallschutz, Überlastschutz
- Fernsteuerung: industrietaugliche 2,4-GHz-Funkfernsteuerung mit Reichweite ≥100 m, inkl. Not-Aus und Zweigang-/Mehrgangsteuerung
Technische Daten: LD-Brückenkran im Überblick
Nachfolgend die Standardparameter des elektrischen Einträger-Brückenkrans Typ LD von Kelude (Sonderkonfigurationen auf Anfrage):
| Parameterprojekt | 1t | 2t | 3t | 5t | 10t | 16t | 20t |
| Norm Spannweite S(m) | 7.5~22.5 | 7.5~22.5 | 7.5~28.5 | 10.5~31.5 | 10.5~31.5 | 13.5~31.5 | 13.5~31.5 |
| max.Spannweite(Sonderanfertigung) | 35 | 35 | 35 | 35 | 35 | 31.5 | 31.5 |
| Hubhöhe H(m) | 6~30 | 6~30 | 6~30 | 6~30 | 6~24 | 6~24 | 6~18 |
| Hubgeschwindigkeit(m/min) | 8 (0.8) | 8 (0.8) | 8 (0.8) | 8 (0.8) | 7 (0.7) | 3.5 (0.35) | 3.5 (0.35) |
| Kranfahrgeschwindigkeit(m/min) | 20/30 | 20/30 | 20/30 | 20/30 | 20/30 | 20 | 20 |
| Elektroseilzug Fahrgeschwindigkeit(m/min) | 20 | 20 | 20 | 20 | 20 | 20 | 20 |
| Triebwerksgruppe | A3~A5 | A3~A5 | A3~A5 | A3~A5 | A3~A5 | A3~A5 | A3~A5 |
| Schiene Typ | 18~24kg/m | 18~24kg/m | 24~38kg/m | 24~38kg/m | 38~43kg/m | 43~50kg/m | 43~50kg/m |
| Stromversorgung | 380V/50Hz | 380V/50Hz | 380V/50Hz | 380V/50Hz | 380V/50Hz | 380V/50Hz | 380V/50Hz |
Hinweis: Werte in Klammern beziehen sich auf die langsame Gangstufe des Zweigang-Getriebes. Hubhöhe, Spannweite und Fahrgeschwindigkeit können individuell an die Gegebenheiten der Werkshalle angepasst werden.
Einsatzbereiche des Einträger-Brückenkrans
Der LD-Typ Einträger-Brückenkran ist vielseitig einsetzbar. Nachfolgend werden vier typische Einsatzbereiche mit ihren jeweiligen Konfigurationsschwerpunkten vorgestellt.
1. Werkshallen und Produktion
In der Metallbearbeitung, im Stanz- und Schweißbereich sowie an Montage- und Fließbändern ist der LD-Typ am weitesten verbreitet. Empfohlen werden Tragfähigkeiten von 5 bis 10 t bei Spannweiten von 16 bis 25 m. Der Elektroseilzug sollte über einen Frequenzumrichterhub verfügen, um sowohl effiziente Hubgeschwindigkeiten als auch präzises Feinpositionieren zu ermöglichen.
Typisches Anwendungsbeispiel: In der Montagehalle eines Automobilteileherstellers sind sechs Einträger-Brückenkrane des Typs LD5t × 22,5 m im Einsatz. Die Kranbrücke wird frequenzgesteuert, wodurch pro Schicht 1.200 Positionen für Anschlag- und Transportvorgänge abgedeckt werden.
2. Lager und Logistik
In Stahlcoil-Lagern, Rohrlagern und automatischen Palettenhochregalen sind Krane mit großer Fahrstrecke und Spannweite gefordert. Die Spannweiten liegen üblicherweise zwischen 25 und 31,5 m, die Tragfähigkeit zwischen 3 und 10 t. Ein Frequenzumrichter am Elektroseilzug-Fahrantrieb reduziert das Lastpendeln spürbar.
Typisches Anwendungsbeispiel: Ein Stahlverarbeitungs- und Distributionszentrum nutzt eine LD10t × 28,5 m Konfiguration, die eine Lagerfläche von 6.000 m² abdeckt und einen täglichen Umschlag von über 300 Tonnen bewältigt.
3. Freilager und Umschlagplätze
Für halboffene Freilager und Bahn-Umschlagplätze ist eine Korrosionsschutzbehandlung des LD-Typs erforderlich. Die Motoren müssen mindestens die Schutzart IP55 aufweisen und der Elektroschrank ist mit einem Regenschutz auszustatten.
4. Wartung und Instandhaltung
In Werkstätten für die Instandhaltung von Schienenfahrzeugen oder Baumaschinen ist die benötigte Tragfähigkeit breit gefächert (2 bis 20 t). Der LD-Typ lässt sich hier ideal mit einem flexiblen KBK-Schienensystem kombinieren, um sowohl schwere Lasten zu heben als auch leichte Bauteile ergonomisch zu handhaben.
Unterschiede zwischen LD-Typ und LDA-Typ
Der LDA-Typ ist eine weiterentwickelte Basisvariante des LD-Typs. Die wesentlichen Unterschiede sind:
| Vergleichspunkt | LD-Typ | LDA-Typ |
| Hauptträger Konstruktion | Kastenbauweise Schweißen I-Träger | Kastenbauweise I-Träger+Versteifungsblech |
| Elektroseilzug | CD1/MD1-Typ (AS (australische Norm)Ausführung wählbar) | AS (australische Norm)Sonder |
| Bauhöhe | Normlichte Höhe | Reduzierung ca.300~500mm(Niedrige Bauhöhe) |
| Anwendung Werkshalle | Norm Höhe Werkshalle | Raumersparnis, niedrige Bauhöhe Werkshalle |
| Preis | Grundpreis | hoch5~10% |
| Triebwerksgruppe | A3~A5 | A4~A5 |
Kurzfassung: Bei unzureichender Werkstatthöhe ist der LDA-Kran (Version mit niedriger Bauhöhe) die erste Wahl – er spart gegenüber dem Standard-LD-Typ 300–500 mm an lichter Höhe. Bei ausreichender lichter Höhe und Fokus auf Wirtschaftlichkeit ist der Standard-LD-Typ die bessere Option. Beide Typen verwenden weitgehend identische Bauteile (Kopfträger, Kranfahrwerk, elektrisches System); die Ersatzteil-Kompatibilität liegt bei über 80 %.
LD-Typ Auswahl: Spannweite und Tragfähigkeit richtig kombinieren
Das zentrale Auswahlkriterium ist die sinnvolle Abstimmung von Spannweite und Tragfähigkeit. Die folgenden Standardkombinationen basieren auf langjähriger Praxiserfahrung:
Empfohlene Spannweite-Tragfähigkeit-Kombinationen
| Tragfähigkeit | empfohlene Spannweite Bereich | optimal Spannweite | Beschreibung |
| 1~2t | 7.5~16.5m | 10.5m | Leichtlast-Arbeitsplatz, Wartung Werkstatt |
| 3~5t | 10.5~22.5m | 16.5m | mittel- und kleinformatig Werkstatt Standardausstattung |
| 10t | 13.5~25.5m | 19.5~22.5m | mittlere Bearbeitung und Lager |
| 16~20t | 16.5~28.5m | 22.5m | Schwerlast Werkstatt, Einschicht-Hochlastbetrieb |
Auswahl in drei Schritten
1. Tragfähigkeit bestimmen: Tatsächliches Gewicht des schwersten Werkstücks × Sicherheitsfaktor 1,25, dann auf die nächsthöhere Standard-Tragfähigkeitsklasse aufrunden.
2. Spannweite bestimmen: Abstand der Werkshallenstützen minus 1,5–2 m, dann den Standard-Spannweitenwert wählen.
3. Triebwerksgruppe bestimmen: Bei täglicher Betriebsdauer ≤ 4 Stunden A3 wählen, bei 4–8 Stunden A4, bei Dauerbetrieb A5.
Beispiel: Werkshalle mit 24 m Stützenabstand, schwerstes Werkstück 4 t, tägliche Betriebsdauer 6 Stunden – empfohlen wird LD5t × 22,5 m, Triebwerksgruppe A4, ausgestattet mit MD1-Zweigang-Elektroseilzug.
Vorteile der Kelude-LD-Baureihe
Der Kelude-Elektro-Einträgerkran der LD-Baureihe wird nach DIN 15018 (Konstruktions- und Berechnungsgrundlagen für Krane) und JB/T 1306-2008 (Elektro-Einträgerkrane) konstruiert und gefertigt. Die wesentlichen Vorteile:
- Vorbiegung des Hauptträgers: Fertigung mit CO₂-Schutzgasschweißen und CNC-gesteuertem Zuschnitt. Die Vorbiegung wird lastabhängig pro Kran berechnet und beträgt im Leerzustand 1/700–1/1000 der Spannweite.
- Werksseitiger Probehub: Jeder Kran durchläuft vor Auslieferung eine statische Prüfung mit 110 % Nennlast sowie einen 125 %-Dynamiktest. Ein externer Typprüfbericht wird mitgeliefert.
- Modulare Kopfträger: Kopfträger und Hauptträger sind über lösbare Hochfeste-Schraubverbindungen verbunden. Der Kran lässt sich zerlegt in Standard-Containern transportieren – die Frachtkosten sind 30–40 % niedriger als bei Komplettversand.
- Lieferzeitgarantie: Standardausführungen (≤ 10 t / ≤ 22,5 m) werden 15–20 Werktage nach Anzahlungseingang geliefert.
- Sonderanfertigungen: Wir fertigen auf Anfrage kundenspezifische Lösungen mit abweichender Spannweite, besonderer Hubhöhe sowie für explosionsgeschützte und Hochtemperaturumgebungen.
Benötigen Sie eine technische Lösung oder ein Angebot für einen Einträger-Laufkran der LD-Baureihe? Kontaktieren Sie das Kelude-Technikteam – wir erstellen Ihnen gerne eine detaillierte technische Lösung inklusive Zeichnungen.
Für einen Vergleich aller Brückenkran-Baureihen mit Parametern und Preisen sehen Sie sich die Übersichtstabelle aller Brückenkran-Baureihen an – auf einen Blick erkennen Sie die Unterschiede zwischen LD, QD, LH, LB und LDY.
Empfohlene Normen
• GB/T 6974.7-2008 – Krane – Terminologie – Teil 7: Schwimmkrane
• ISO 12480-2:2008 – Krane – Sicherer Einsatz – Teil 2: Mobilkrane
• ISO 12480-5:2012 – Krane – Sicherer Einsatz – Teil 5: Brücken- und Portalkrane
Häufige Fragen zu Einträger-Brückenkranen
F: Wie hoch ist die maximale Tragfähigkeit eines LD-Elektro-Einträgerkrans?
A: Die maximale Tragfähigkeit der Standard-Baureihe LD beträgt 20 t. Für höhere Lasten ist ein Zweiträger-Brückenkran (QD- oder LH-Typ) erforderlich. Falls Sie dennoch einen Einträgerkran über 20 t benötigen, prüft Kelude gerne die Machbarkeit und Sicherheit einer Sonderanfertigung.
F: Worin unterscheiden sich LD- und LDA-Typ?
A: Der LDA-Typ ist eine Weiterentwicklung des LD-Typs mit niedriger Bauhöhe. Die lichte Höhe ist gegenüber dem Standard-LD um ca. 300–500 mm reduziert – ideal bei begrenzter Werkstatthöhe. Der LDA-Typ verwendet einen AS-Spezial-Elektroseilzug mit niedriger Bauhöhe. Der Preis liegt 5–10 % über dem Standard-LD, die übrigen Bauteile sind zu über 80 % identisch.
F: Für welche Einsatzumgebungen ist der LD-Einträgerkran geeignet?
A: Der LD-Typ ist für den Innenbereich bei Temperaturen von −20 °C bis +40 °C ausgelegt. Für den Einsatz im Freien, in halboffenen Hallen, bei hohen Temperaturen, explosionsgefährdeten oder korrosiven Umgebungen sind gezielte Aufrüstungen bei Motor-Schutzart, Korrosionsschutz der Stahlkonstruktion und elektrischem System erforderlich. Bitte teilen Sie Kelude Ihre genauen Einsatzbedingungen mit.
F: Wie lange dauert die Montage eines LD-Krans?
A: Standard-LD-Krane von Kelude (≤ 10 t / ≤ 22,5 m) werden 15–20 Werktage nach Anzahlungseingang geliefert. Montage & Inbetriebnahme dauern in der Regel 3–5 Werktage (abhängig von den örtlichen Gegebenheiten) und umfassen Schienenmontage, Kranmontage, elektrische Verdrahtung, Lastprüfung sowie Abnahme und Dokumentation.